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EU genehmigt Staatliche Fördervorhaben

1,75 Milliarden für Mikroelektronik

21. Dezember 2018, 12:48 Uhr   |  Markus Haller

1,75 Milliarden für Mikroelektronik
© Raimundas €| Shutterstock.com

Die EU genehmigt die staatliche Förderung eines großen Mikroelektronik-Forschungsprojekts von Deutschland, Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich.

Deutschland, Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich wollen gemeinsam die Mikroelektronik in Europa ausbauen. Bis 2024 sollen dazu staatliche Fördermittel für F&E-Projekte in Höhe von insgesamt 1,75 Mrd. Euro fließen, 820 Mio. davon in Deutschland.

Die nationalen Fördermittel können an insgesamt 29 Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit Sitz in der EU ausgezahlt werden. Sie kooperieren in vierzig Teilprojekten mit weiteren Forschungsorganisationen und KMUs. Unterstützt werden sollen Innovationen in den fünf Bereichen energieeffiziente Chips, Leistungshalbleiter, Sensorik, Optik und Verbundwerkstoffe.

In der Tabelle sind Teilnehmer nach Förderbereich aufgelistet:

 ChipsLeistungshalbleiterSensorikOptik       VerbundwerkstoffeCEA-Leti (FRA)3-D Micromac (DEU)CEA-Leti (FRA)AMTC (DEU)AZUR Space Solar Power (DEU)Cologne Chip (DEU)AP&P International (DEU)CorTec (DEU)Carl Zeiss (DEU)

CEA-Leti (FRA)

Globalfoundries (DEU)CEA-Leti (FRA)Elmos Semiconductors (DEU) Integrated Compound Semiconductors (GBR)RacyICs (DEU)Elmos Emiconductors (DEU)Fondazione Bruno Kessler (ITA) IQE (GBR)Soitec (FRA)Infineon (DEU)Infineon (DEU) Newport Wafer Fab (GBR)ST Microelectronics (ITA/FRA)Murata (FRA)Robert Bosch (DEU) SPTS Technologies (GBR)X-Fab (FRA)Robert Bosch (DEU)ST Microelectronics (ITA/FRA) Osram (DEU) Semikron (DEU)TDK-Micronas (DEU) Sofradir (FRA) ST Microelectronics (ITA/FRA)Ulis (FRA) Soitec (FRA) X-Fab (DEU)

X-Fab (FRA/DEU)

 ST Microelectronics (FRA)     

Weitere 6 Milliarden aus nicht staatlicher Förderung erwartet

Die Bundesregierung will ansässigen Unternehmen insgesamt 820 Mio. Euro an staatlicher Beihilfe auszahlen. Es folgen Italien mit 524 Mio. Euro, Frankreich mit 355 Mio. Euro und das Vereinigte Königreich mit 48 Mio. Euro.

Das Förderprojekt fällt unter die Richtlinien der IPCEI-Mitteilung von 2014. Mit ihr sollen strategisch wichtige Forschungsvorhaben innerhalb der EU angestoßen werden, für die es wegen des hohen finanziellen Risikos an privaten Initiativen zur Förderung fehlt. Eine alleinige Finanzierung des Projekts soll die Förderung aber nicht sein. Die Europäische Kommission geht davon aus, dass bis 2024 zu den 1,75 Mrd. Euro noch weitere sechs Milliarden aus privater Hand aufgebracht werden.

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