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Avnet Silica und der Automotive-Bereich

»Sensoren – ein stark wachsender Markt!«


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Genauigkeit bei sicherheitskritischen Anwendungen...

Inwieweit spielt ISO 26262 bei Sensoren eine Rolle?

Die Systeme wachsen immer mehr zusammen; damit steigt ebenso die Komplexität. Koppelt man das mit sicherheitsrelevanten Systemen, so muss das Thema „Functional Safety“ beachtet werden muss. Dementsprechend ist es besonders wichtig, von Anfang an die ISO-26262-Anforderungen in der Entwicklung anzusprechen und zu befolgen. Diesen Schritt sind zahlreiche Hersteller bereits vor einiger Zeit gegangen und haben ISO 26262 in ihrer Roadmap implementiert. Beispiele dafür sind Winkelsensoren, die den ISO-26262-Anforderungen gerecht werden, aber auch magnetische Positionssensoren, die in ASIL-D-Applikationen eingesetzt werden können.

Und wie sieht es mit der Genauigkeit von Sensoren für sicherheitskritische Anwendungen aus – werden hier alle Anforderungen bereits erfüllt?

Die Evolution der Sensorik in der Automobilindustrie ist ein kontinuierlicher Prozess. Die steigende Nachfrage ist bekanntlich durch das Erfassen zusätzlicher Daten, das mögliche Vernetzen und nicht zuletzt durch ADAS entstanden. Bis auf ADAS erinnert dies viel an den Beginn der Smart­phones – nicht umsonst haben Medien im letzten Jahr das Fahrzeug als „World’s Biggest Mobile Device“ betitelt. Vergleicht man die beiden Bereiche, so wissen wir aus der Historie, dass die Sensoren in mobilen Endgeräten über die Zeit genauer und effizienter geworden sind.

Der entscheidende Unterschied ist, dass viele Systeme im Automobilbereich als „safefy-critical“ einzustufen sind. Die Genauigkeit der heutigen Sensoren genügt zwar zahlreichen Anwendungen, aber den Herstellern ist natürlich bekannt, dass der Weg zum autonomen Fahren, sprich: Level 5 – was nach heutiger Expertenmeinung übrigens zwischen 2030 bis 2035 kommen soll – noch höhere Anforderungen besonders in der Präzision mit sich bringen wird.

Aber diese Anforderungen werden erfüllt. Schauen Sie sich den Trend von Ultrasonic-Sensoren an. Sie werden für automatisierte Park- und Manöveraktivitäten eingesetzt. Und in diesem Bereich wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche technologische Meilensteine erreicht, sodass das Fahrzeug heute per Smartphone oder Key Fob eingeparkt werden kann.

Müssen die Sensoren intelligenter werden, sprich: wandern Prozessorkerne in die Sensoren, um zumindest eine Vorverarbeitung der Daten zu erlauben?

Wenn wir heute mit unseren Kunden über Sensor-Fusion sprechen, spielt eine zusätzliche Intelligenz in Anwendungen, in denen eine Datenvorverarbeitung notwendig ist, eine wichtige Rolle. Allerdings ist das sehr applikationsspezifisch, da viele Applikationen, die große Datenmengen kreieren, dedizierte Subsysteme nutzen, um Daten vorzuverarbeiten.

Der Begriff „Smart Solutions“, also intelligente Ansätze, ist aber im Automobilbereich eine durchaus gängige Wortwahl und nimmt an Bedeutung zu. Zusätzlich zur Integration von Intelligenz wird aber die Absicherung der Systeme gegenüber potenziellen externen Eingriffen immer essenzieller. So errechnen Tier-Ones heute mit Hilfe von Bewertungsdatenbanken die möglichen Schwachstellen und klassifizieren diese. Das technische Ergebnis ist, dass Systeme und Komponenten präventiv auch noch mit Krypto-Elementen ausgestattet werden.


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  3. Rosige Zukunft?

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