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Ethernet im Fahrzeug

Siebter Automotive Ethernet Congress in den Startlöchern

29. Januar 2021, 09:39 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Siebter Automotive Ethernet Congress in den Startlöchern
© WEKA Fachmedien

Aufgrund der Corona-Pandemie findet der siebte Automotive Ethernet Congress nicht wie angedacht als Präsenzveranstaltung in München statt, sondern in virtueller Form vom 09. bis 11. Februar 2021 – mit spannenden Themen im Gepäck.

In knapp zwei Wochen öffnet der siebte Automotive Ethernet Congress seine Pforten - aufgrund der Corona-Pandemie dieses Mal in digitaler Form und auf drei Tage verteilt: Vom 09. bis 11. Februar 2021 erwarten den Teilnehmer 19 spannende Vorträge inklusive zwei Keynotes sowie drei Workshops.

Automatisiertes Fahren, Vernetzung, Digitalisierung, Elektrifizierung – die Automobilindustrie befindet sich im stärksten Wandel ihrer Geschichte. Automobilhersteller und -Zulieferer müssen sich auf radikale Veränderungen einstellen – der Markt ist auf der einen Seite geprägt durch immer stärkeren Wettbewerb und Kostendruck. Auf der anderen Seite müssen Technologien aus der Consumer-Elektronik aufgegriffen werden, die die Digitalisierung ins Fahrzeug drängt. Der Endverbraucher erwartet von seinem Fahrzeug nicht mehr nur, dass es ihn sicher transportiert – sondern vor allem Funktionen, die er von seinen mobilen Geräten gewohnt ist.

Dafür bedarf es ein performantes Netzwerk (In-Vehicle Network, IVN) und hier stellt sich die Frage: »Ist es besser, das gesamte IVN unter einer Technologie zusammenzufassen, oder ist die Vielfalt der Technologien ein Vorteil?« Diese Grundsatzproblematik wird Dr. Kirsten Matheus, BMW, in ihrer Keynote »Automotive Ethernet Beyond Speed« diskutieren.

Die zweite Keynote kommt aus dem Hause Robert Bosch. Ricardo Gonzalez de Oliveira wird sich mit Dienste-basierten Architekturen (Service-Oriented Architecture, SOA) auseinandersetzen. Diese sind weder neu noch besonders kompliziert. Ganz im Gegenteil. Mit der Einführung von Ethernet in Fahrzeugen wurde die Service-basierte Kommunikation Realität. Damit scheint der große SOA-Traum vom unabhängigen Einsatz von Hard- und Software in greifbare Nähe gerückt zu sein. Dennoch ist die Automobilindustrie bisher weit davon entfernt, das volle Potenzial auszuschöpfen. Die Keynote beschäftigt sich mit diversen Herausforderungen, wie Signal versus Service - ein großes Missverständnis, Syntax versus Semantik oder der sprichwörtliche Turmbau zu Babel und auch das Kostenproblem.

Gespannt darf man auch auf den Vortrag des frisch fusionierten Unternehmens Stellantis sein – Dr. Trista Lin und Nicolas Morand beleuchten die Architektur eines Software-deifinierten Fahrzeugs.

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