Bridgestone

Virtuelle Reifenentwicklung mit Driver-in-the-Loop-Simulator

26. Februar 2026, 13:12 Uhr | Irina Hübner
Der Driver-in-the-Loop-Simulator im Forschungs- und Entwicklungszentrum von Bridgestone.
© Bridgestone

Bridgestone hat mit der Inbetriebnahme seines hochmodernen Fahrsimulators einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung digitaler Reifen erreicht. Der VI-grade DiM500 Driver-in-the-Loop (DiL)-Simulator erlaubt es Bridgestone, die Reifenleistung in einer vollständig virtuellen Umgebung zu bewerten.

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Der VI-grade DiM500 Driver-in-the-Loop (DiL)-Simulator wurde im Forschungs- und Entwicklungszentrum von Bridgestone in der Nähe von Rom installiert. Der Simulator verfügt über eine große mobile Plattform mit einem Bewegungsbereich von fünf Metern und einem Cockpit aus Kohlefaser, wodurch der Fahrer in eine hyperrealistische Umgebung eintaucht, die das Fahren in der realen Welt nachahmt. Dieser Bewegungsbereich ermöglicht die Reproduktion von Kräften, die denen physikalischer Tests entsprechen, und erlaubt so eine hochpräzise Analyse.

Durch die Kombination von High-Fidelity-Simulationen mit subjektivem Fahrer-Feedback – zusammen mit historischen Daten und künstlicher Intelligenz – ermöglicht diese neue Funktion frühere und genauere Designentscheidungen. Damit kann Bridgestone eine deutlich größere Anzahl von Reifenspezifikationen als bei herkömmlichen physikalischen Tests in kürzerer Zeit und unter einer größeren Bandbreite von Bedingungen bewerten. 
Physikalische Tests, die nach wie vor einen wichtiger Bestandteil des Entwicklungsprozesses von Bridgestone ausmachen, können nun für die letzten Phasen der Reifenvalidierung reserviert werden.

Schnellere Entwicklung mit geringerer Umweltbelastung

Der neue DiL-Simulator von Bridgestone reduziert den Bedarf an physischen Reifenprototypen erheblich. Durch seine Einführung sollen jährlich bis zu 12.000 Versuchsreifen eingespart werden, was zu einer erheblichen Verringerung der Umweltbelastung beiträgt.

Die bekannte Virtual-Tyre-Development(VTD)-Technologie von Bridgestone gestattet bereits eine Reduzierung des Rohstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen in der Entwicklungsphase von Erstausrüstungsreifen um bis zu 60 Prozent.

Co-Entwicklung fördern

Die Integration des DiM500-Simulators beschleunigt auch die Markteinführung, da Reifen und Fahrzeuge parallel entwickelt werden können. Dies unterstützt eine engere Zusammenarbeit mit Fahrzeugherstellern und stärkt die Fähigkeit von Bridgestone, maßgeschneiderte Reifen zu entwickeln, die das Leistungspotenzial jedes Fahrzeugs maximieren.

Der Simulator unterstützt zwar hauptsächlich die Bewertung des Fahrverhaltens auf trockener Fahrbahn, wird jedoch auch für die Bewertung eines breiteren Spektrums von Leistungsbedingungen erweitert. Unterstützt durch die umfassenden Investitionen von Bridgestone in Forschung und Entwicklung weltweit wird das Unternehmens weiter gestärkt, den sich wandelnden Anforderungen von Fahrzeugherstellern und Endverbrauchern ideal gerecht zu werden.


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