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Neuer Geschäftsbereich bei Renault

Mobilize präsentiert Prototypen für Stadt-Transport

14. Januar 2021, 14:55 Uhr   |  Ute Häußler

Mobilize präsentiert Prototypen für Stadt-Transport
© Mobilize / Renault

Mobilize ist eine der vier neu geschaffenen Geschäftseinheiten bei Renault und bietet Mobilitäts-, Energie- und Datendienste an, die auf offenen Ökosystemen basieren. Als erstes Produkt stellte Mobilize heute den EZ-1-Prototyp vor, ein für urbane Sharing-Dienste entwickeltes Kleinst-Fahrzeug.

Das neue Gefährt sieht aus wie ein Kreuzung aus Renault Twizy und Smart – ist aber für den Transport von Menschen und Gütern konzpiert. Der vollelektrische EZ-1 ist ein recht robust wirkender Prototyp und soll für Autonutzer, Unternehmen sowie Städte und Behörden ein Stadt-Gefährt sein – etwa für CarSharing, Ride-Hailing, Transit auf Abruf, Flotten oder die Zustellung auf der letzten Meile.

Mobilität, Energie, Daten

Doch Mobilize will mehr als Auto. Der neue Renault-Geschäftsbereich wurde im Rahmen der Renaultution vorgestellt und bündelt die Renault-Aktivitäten in den Bereichen Mobilität, Energie und datenbezogene Lösungen. Als Finanzierungspartner ist die RCI Bank und Services an Bord.

Die neue Gesellschaft will Partnerschaften für offene Ökosysteme fördern und nach eigenen Angaben sowohl die Herausforderungen der Automobilindustrie wie auch des Klimawandels mit Null-CO2-Emissionen adressieren. Derzeit werden Autos durchschnittlich nur 10 % der Zeit genutzt, diesen Wert möchte Mobilize auf 30 % anheben. Desweiteren soll der Restwert der Fahrzeuge und die Optionen für ein zweites Leben verbessert werden.

KI für die Flottenorganisation

Einen Push für Mobilize soll die Disruption der Automobilindustrie liefern, wo sich gerade in der jüngeren Generation Besitz eher zur Nutzung eines Autos wandelt. Das Unternehmen fokussiert daher Kreislauf- und Sharing-Ökonomien, gemeinsam mit der RCI Bank auch Dienstleistungen wie Abo-Modelle, Leasing und Pay-as-You-Go-Pakete, um die Kosten von Einzelfahrzeugen und Flotten variabel zu gestalten. Innerhalb der Flotten sollen KI-Algorythmen der Renault Software Factory eine verbesserte Nachfrage-Prognose und damit Fahrzeugzuweisung ermöglichen.

Nach der regulären Nutzung entsorgt die Re-Factory des Konzerns die Fahrzeuge, dabei werden insbesondere die Batterien recycelt und als stationäre Energiequelle weiterverwendet.

Ladelösungen

Zur Einfachen Ladung der Fahrzeuge willm Mobilize ein Energie-Netz mit intelligenten Ladelösungen und Energiespeichern aufbauen. Dieses Ökosystem soll als Insellösung für Städte oder Stadtteile oder Mobilitätsprojekte integrierbar sein. Außerdem will Mobilize seinen Kunden einen Ladepass mit einfacher Zahlung und Stationsfinder bereitstellen.

Mit den angeschlossenen Services wird deutlich, dass Mobilize weit über das Elektroauto als City-Flitzer hinausgeht und sich eher als Plattform-Partner für Unternehmen und Kommunen sieht, um sie nachhaltig mit Mobilität und Energie zu versorgen. Wir dürfen gespannt sein, welche Partner und Erstkunden das Unternehmen der Renault-Gruppe in den nächsten Monaten vorstellt. Auch in Frankreich gibt es ja eine gute Zusammenarbeit der Automobilwirtschaft und der öffentlichen Hand.

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