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Produktion von Elektrofahrzeugen

BMW bezieht mit Solarenergie hergestelltes Aluminium

04. Februar 2021, 15:00 Uhr   |  Stefanie Eckardt

BMW bezieht mit Solarenergie hergestelltes Aluminium
© BMW

Der mit Emirates Global Aluminium geschlossene Vertrag umfasst einen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag und 43.000 Tonnen Aluminium in 2021.

BMW bezieht ab sofort Aluminium, für dessen Herstellung Strom aus Sonnenenergie zum Einsatz kommt. Dieses wird in der Leichtmetallgießerei des Werks Landshut zu Karosserie- und Antriebskomponenten weiterverarbeitet, wie sie beispielsweise für Elektroantriebe benötigt werden.

Weil die Herstellung von Aluminium äußerst energieintensiv ist, hat der Einsatz von Grünstrom – wie Solarstrom – erhebliches Potenzial bei der Reduktion der CO2-Emissionen. Daher plant BMW auch langfristig, mit Grünstrom hergestelltes Aluminium zu beziehen und spart damit in den nächsten zehn Jahren ca. 2,5 Millionen Tonnen CO2-Emissionen. Das entspricht ca. drei Prozent der selbst gesetzten CO2-Ziele für das Lieferantennetzwerk.

Das mit Solarenergie hergestellte Aluminium wird in der Leichtmetallgießerei des BMW Werks Landshut zu Karosserie- und Antriebskomponenten weiterverarbeitet, wie sie beispielsweise auch für Elektroantriebe benötigt werden. Mit 43.000 Tonnen im Wert eines dreistelligen Millionen-Euro-Betrags deckt der Bezug des Solar-Aluminiums nahezu die Hälfte des jährlichen Bedarfs der Leichtmetallgießerei im Werk ab.

Mit dem Trend zur Elektromobilität verschiebt sich der Anteil der CO2-Emissionen im Lebenszyklus eines Fahrzeugs deutlich auf die vorgelagerte Wertschöpfung im Lieferantennetzwerk. Bei einem elektrifizierten Fahrzeug sind die CO2-Emissionen in der Nutzungsphase deutlich geringer, während gleichzeitig die Herstellung von Batteriezellen oder Aluminium sehr energieintensiv ist. So würden ohne Gegenmaßnahmen die CO2-Emissionen je Fahrzeug in der Lieferkette ddes Automobilherstellers bis 2030 um mehr als ein Drittel steigen. Diesen Trend will das Unternehmen nicht nur stoppen, sondern sogar umkehren und die CO2-Emissionen je Fahrzeug verglichen mit 2019 sogar um 20 Prozent senken.

Mit den Lieferanten für die Batteriezellen der aktuellen, fünften Generation hat der Münchner Autobauer daher bereits vereinbart, dass für die Produktion der Batteriezellen ausschließlich Grünstrom verwendet wird. Nun will man den nächsten Schritt gehen, indem BMW mit Grünstrom produziertes Aluminium bezieht. Denn mit dem Anstieg der E-Mobilität bekommt Aluminium eine zunehmende Bedeutung, da es als Leichtbaumaterial das hohe Gewicht der Batterien in den elektrifizierten Fahrzeugen teilweise kompensieren kann.

Mit Emirates Global Aluminium (EGA) verbindet den Automobilhersteller eine langjährige Lieferbeziehung für Primäraluminium. EGA setzt nun Solarstrom für die kommerzielle Produktion von Aluminium ein und liefert dieses zunächst exklusiv an BMW. Den Strom für die Produktion des für den Autobauer bestimmten Aluminiums bezieht EGA aus dem Mohammed Bin Rashid Al Maktoum Solarpark in der Wüste außerhalb von Dubai. Betreiber des Solarparks ist die Dubai Electricity and Water Authority. Sie lässt den nachhaltig erzeugten Strom durch Dritte zertifizieren und liefert ihn somit nachverfolgbar und transparent an EGA.

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