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Automotive Ethernet Congress 2020

E/E-Architektur des Fahrzeugs im Wandel

27. Januar 2020, 12:00 Uhr   |  Stefanie Eckardt

E/E-Architektur des Fahrzeugs im Wandel
© H. Canals | Weka Fachmedien

IVN-Technologien wie Automotive Ethernet treiben die Entwicklung der E/E-Architektur im Fahrzeug voran. Welche Trends es hier zu verzeichnen gibt, zeigen die Keynotes von Robert Bosch und General Motors auf dem sechsten Automotive Ethernet Congress, der am 12. und 13. Februar 2020 in München stattfindet.

Um Automatisierung, Vernetzung, Elektrifizierung und Shared Mobility umzusetzen, sind neue Technologien notwendig, die die Entwicklung der E/E-Architektur im Auto vorantreiben. Auf dem AEC erläutert Dr. Lock von Bosch, welche Themen für künftige Fahrzeugkommunikationsnetzwerke eine Rolle spielen.

In den kommenden Jahren wird es einen Übergang von verteilten Architekturen über domänenbasierte zu fahrzeugzentralen E/E-Architekturen geben, bei denen Mikroprozessorbasierte Hochleistungs-Server-Computer und zonale Multi-Domain-Steuergeräte oder Domain-Controller zum Einsatz kommen. Dadurch lassen sich Funktionen zwischen eingebetteten Controllern und Server-Computern oder zonalen / Domänen-Steuergeräten umverteilen. Als Folge dessen wird die Menge der Kommunikationsdaten im Fahrzeug zunehmen, was einen großen Einfluss auf die Architektur und die Technologien des Kommunikationsnetzes im Fahrzeug hat. Die Nachfrage nach höherer Bandbreite, geringerer Latenz, besserem Determinismus und insgesamt verbesserter QoS wird zunehmen.

Dazu werden bisherige Lösungen ausgebaut. So erfolgt beispielsweise die Ethernet-Skalierung von 10 Mbit/s bis hin zu Multi-Gigabit oder aber CAN / CAN-FD werden in Richtung CAN-XL weiterentwickelt. Um diese neuen Anforderungen zu erfüllen, werden HW-Beschleunigungslösungen wie die Enhanced Data Engine (EDE) in verschiedenen Geräten der E/E-Architektur zum Einsatz kommen. Wie das Konzept der EDE aussieht, erklärt Dr. Lock ebenfalls in seiner Keynote. Das Thema Vernetzung zieht steigende Anforderungen an die Sicherheit nach sich, was zu neuen Konzepten, aber auch zu neuen Designwerkzeugen für Kommunikationsnetze im Fahrzeug führt. Auch im Bereich der Sicherheit werden HW-Beschleuniger eine große Rolle spielen, ein Beispiel ist das Hardware-Sicherheitsmodul.

Automotive Ethernet gestern, heute, morgen

Ethernet im Wandel der Zeit – darüber referiert Natalie A. Wienckowski von General Motors in ihrer Keynote »Automotive Ethernet – gestern, heute, morgen« am zweiten Tag des Automotive Ethernet Congress. Denn schließlich gibt es Ethernet schon seit mehr als 40 Jahren, kam aber erst vor etwa 12 Jahren im Automobil auf. Was hat sich geändert, um die plötzliche Einführung von Ethernet im Auto zu bewirken? Wohin geht Ethernet im Fahrzeug? Die Keynote gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der IVN-Technologie, einschließlich aktiver und zukünftiger Projekte, Anregungen, wie sich Automotive Ethernet voranbringen lässt und schließt mit einem Blick in die Zukunft.

Die zwei Keynotes werden von 17 Vorträgen und sechs Workshops umrahmt. Darüber hinaus zeigen 49 Aussteller ihre neue Produkte sowie Lösungen und demonstrieren Integrationsmöglichkeiten.

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