Finanzanalyse

KI-Experte Anthropic nimmt weitere Branchen ins Visier

6. Februar 2026, 5:39 Uhr | dpa
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Der KI-Anbieter Anthropic erweitert Claude Opus 4.6 um Finanzanalyse und IT-Sicherheit; Kursverluste bei Analysefirmen folgten. Parallel stellte OpenAI GPT-5.3-Codex vor, ein KI-Modell zur Softwareentwicklung.

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Im Wettlauf der KI-Entwickler weitet der OpenAI-Rivale Anthropic die Fähigkeiten seiner Software Claude auf mehr Bereiche aus. Mit der neuen Version Opus 4.6 soll Claude unter anderem auch Aufgaben der Finanzanalyse übernehmen können. Dafür werte Claude etwa Unternehmensdaten, Pflichtmitteilungen und Marktinformationen aus, wie Anthropic erläuterte.

Aktien von Finanzanalyse-Firmen verbuchten nach Vorstellung der neuen KI-Software zum Teil deutliche Kursverluste. Vergangene Woche hatte Anthropic mit einem Angebot für juristische Dienstleistungen bereits ein Kursrutsch bei Spezialisten für klassische Software in dem Bereich ausgelöst.

Aufspüren von Software-Schwachstellen

Claude Opus 4.6 ist laut Anthropic auch besser darin, Sicherheitslücken in Software zu finden. So habe die KI mehr als 500 bisher nicht bekannte schwerwiegende Schwachstellen in Sammlungen von Open-Source-Programmen entdeckt, hieß es. Anthropic hatte zuvor allerdings auch davor gewarnt, dass Online-Angreifer ebenfalls auf Künstliche Intelligenz für ihre Attacken setzen.

Der ChatGPT-Erfinder OpenAI veröffentlichte unterdessen fast zur gleichen Zeit eine verbesserte Version seiner KI-Software zum Programmieren. GPT-5.3-Codex sei auch das erste Modell, das maßgeblich an seiner eigenen Entwicklung beteiligt gewesen sei, hieß es.

Bisher veränderte KI vor allem das Programmieren von Software. Früher mussten Menschen den Software-Code weitgehend selbst schreiben. Inzwischen wird dieser zu großen Teilen von KI erstellt und von den Mitarbeitern geprüft.


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