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Spenden für elf humanitäre Projekte in Deutschland

28. April 2021, 08:37 Uhr   |  Engelbert Hopf

Spenden für elf humanitäre Projekte in Deutschland
© Mean Well

Coleman Liu, Mean Well: »Unsere Unterstützung ist genau zur richtigen Zeit gekommen, um Krankenhäuser und karitative Organisationen bei ihrer Arbeit in der Corona-Pandemie zu unterstützen.«

3 Prozent des Umsatzes im 4. Quartal 2020 hat Mean Well in den weltweiten Kampf gegen die Auswirkungen der Corona-Pandemie gesteckt.

Das Geld wurde, wie Coleman Liu, General Manager Europe bei Mean Well, erläutert, entweder direkt zur Unterstützung von Kunden verwendet oder wie in Deutschland in Zusammenarbeit mit den Distributoren Emtron, Schukat Electronic und M+R Multitronik karitativen Einrichtungen gespendet.

Markt&Technik: Sind Sie mit dem Erfolg der von Mean Well initiierten weltweiten Unterstützungs- und Spendenaktion in Zusammenhang mit Covid-19 zufrieden?

Coleman Liu: Für Mean Well und die Branche war diese Aktion ein großer Erfolg, und es ist deutlich mehr als das, was ich am Anfang davon erwartet habe. In Summe konnten wir 8,987 Millionen US-Dollar als Wiederherstellungs-Fonds zur Verfügung stellen. Davon haben wir 6,346 Millionen US-Dollar als Unterstützung für die Industrie direkt an unsere Kunden zurückerstattet. Daneben konnten wir 2,461 Millionen Dollar global für Spenden an verschiedene karitative Einrichtungen zur Verfügung stellen.

Können Sie diese globale Zahl auf Europa und Deutschland herunterbrechen?

In Summe haben wir in Europa 431.000 US-Dollar gespendet, davon 224.000 US-Dollar allein in Deutschland. In Deutschland konnten unsere Distributoren mit dieser Summe insgesamt elf Einrichtungen mit Spenden unterstützen. Das Spektrum reicht dabei von Kinderhospizen über Kinderkrankenhäuser bis zum SOS Kinderdorf. Der größte Betrag ging mit 74.500 US-Dollar an das Kinder-Hospiz Sternenbrücke.

Spendenübergabe Mean Well / Emtron

© Mean Well

Video Mean Well / Emtron

Wie überrascht waren die Empfänger, dass sie in dieser Situation von einem taiwanischen Stromversorgungshersteller und seinen Distributoren in Deutschland Spenden erhielten?

Sie waren sehr erfreut. Unsere Unterstützung kam genau zur richtigen Zeit und ist für sie sehr hilfreich. Für die meisten von ihnen ist es natürlich überraschend, dass das Geld von einer taiwanischen Firma kommt, aber die meisten von ihnen wissen über Taiwan Bescheid und kennen die Stärken unseres Landes in vielen Bereichen. In Gesprächen mit verschiedenen Organisationen habe ich festgestellt, dass sie seit der Pandemie vor allem zusätzliche Mittel benötigen, um die Arbeit ihrer Ehrenamtlichen zu unterstützen. Da geht es um zusätzlich benötige Laptops oder Tablets. Aber eben im Fall der Kinderhospize auch darum, durch zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten dafür zu sorgen, dass Eltern ihre Kinder in deren letzten Stunden begleiten können.

Sie hatten Ende letzten Jahres angedeutet, dass es eventuell 2021 eine Wiederholung dieser Spendenaktion geben könnte. Gibt es diesbezüglich einen neuen Stand?

Stand heute bereiten wir keine weitere Spendenaktion wie diese vor. Der Impfstoff ist auf dem Weg, und wir sollten eine gute Durchimpfrate in den europäischen Ländern im 3. Quartal 2021 sehen. Auf der anderen Seite gibt es derzeit eine global aufgeheizte Wirtschaft, die Lieferkette ist im Moment sehr eng. Wie jeder über die derzeitige Verknappung von Halbleitern weiß, haben wir es bei mehreren Komponenten auch mit erhöhten Preisen zu tun. Wir wollen deshalb in erster Linie die Industrie unterstützen, indem wir sie weiter mit kurzen Lieferzeiten versorgen und gleichzeitig versuchen, die Preisstabilität zu erhalten.

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