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Deutscher Stromversorgungsmarkt wächst

Leichte Entspannung

09. April 2019, 17:30 Uhr   |  Engelbert Hopf

Leichte Entspannung
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Mit einem Wert von 2,88 lag die Stimmung in der deutschen Stromversorgungsbranche im 2. Halbjahr 2018 sogar noch über den Erwartungen des Frühjahrs. Mit Werten von 2,70 und 2,80 für das erste und zweite Halbjahr 2019 dokumentiert sich die nach wir vor positive Stimmung des deutschen Stromversorgungsmarktes. Mit Einbrüchen rechnet derzeit niemand. Nachdem sich Lieferengpässe im Komponentenbereich für einige Stromversorgungshersteller 2018 als Umsatzbremse erwiesen, könnten die Umsatzzuwächse 2019 vielleicht sogar höher ausfallen als im Vorjahr. Dies setzt aber voraus, dass es nicht in der zweiten Jahreshälfte 2019, wie von einigen befürchtet, zu einem Revival der Lieferprobleme im Bauelementebereich kommt.

Hersteller, Kunden und Zulieferer haben auf die Probleme des Bauelemente- marktes reagiert und planen mit deutlich längerem Vorlauf.

Karsten Bier, Recom Power:
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Karsten Bier, Recom Power: »Die Situation beruhigt sich allmählich, inzwischen sind nur noch einige wenige Serien von längeren Lieferzeiten betroffen.«

Aufgestockte Lagerkapazitäten und die Bereitschaft zur Freigabe alternativer Komponenten helfen bei den Lieferzeiten für Stromversorgungen,
doch eine wirkliche Entspannung ist noch nicht in Sicht.

»Wir wären ja zu wesentlich mehr in der Lage gewesen – aber die Rahmenbedingungen!« Mit diesen Worten charakterisiert Michael Brinkmeier, Head of Marketing bei Friwo, die besondere Situation des Vorjahres. Auf der einen Seite eine sehr hohe Nachfrage nach Stromversorgungslösungen, die aus allen relevanten Anwendungsmärkten gespeist wurde, auf der anderen Seite eine Fußfessel in Form der Lieferengpässe im Bauelementebereich.

»Wir sind mit einem bombastischen Rekord-Ergebnis bei den Bookings und Billings ins 1. Quartal 2018 gestartet«, berichtet Karsten Bier, CEO von Recom Power. »Aus dem Jahr 2018 gegangen sind wir mit einem schwachen 4. Quartal, insbesondere bei den Bookings.« Ganz ähnlich bewertet Hermann Püthe, Geschäftsführender Gesellschafter der inpotron Schaltnetzteile, den Verlauf des letzten Jahres: »Bis Mitte des Jahres 2018 sah es noch nach einem Wachstum von 15 Prozent aus, danach dann haben sich Zulieferer zunehmend als Umsatzbremse und Kostentreiber erwiesen.«

»2018 hat unsere Erwartungen übererfüllt«, gibt Georg Beretitsch, seit einigen Monaten Geschäftsführer der Phoenix Contact Power Supplies, zu Protokoll. Der konstant hohe Auftragseingang des Vorjahres, so Beretitsch, sei aus allen Wirtschaftsregionen gespeist worden. Bei TDK-Lambda waren nach Auskunft von Bernhard Kluschat, Business Development Manager und Head of Marcom & Technical Support, »die ersten beiden Quartale des Jahres 2018 von einer sehr hohen Book-to-Bill geprägt, im 3. und 4. Quartal hat sich das dann auf einem normalen Niveau stabilisiert«.

Auch aus Sicht von Kai Heinemann, Geschäftsleiter Entwicklung und Produktmanagement bei Block Transformatoren-Elektronik, hat das Wachstum über das Jahr 2018 hinweg nachgelassen und »endete im 4. Quartal dann bei einem Plus von 10 Prozent«. – »Anfang des Jahres 2018 hat die Verknappung von Bauteilen zu Lieferverzögerungen und damit einhergehenden Umsatzeinbußen geführt«, berichtet Manfred Schicha, Key Account Manager Power Supplies bei Egston System Electronics. Das Gesamtjahr 2018 sieht er durchwachsen.

»Es lief von Monat zu Monat besser, die Zahlungsmoral war sehr gut«, erinnert sich Birgit Tunk, Mitglied der Geschäftsleitung bei Syko Gesellschaft für Leistungselektronik. Die angespannte Situation der Bauelementelieferkette sei jedoch »nicht gut gewesen für spontane Großprojekte oder Umsatzsteigerungen«. Aus Sicht von Hubert Prieger, Regional Sales Manager Central & Eastern Europe bei Artesyn Embedded Power, war 2018 vor allem von Wachstum und den damit verbundenen Herausforderungen geprägt. Für EOS Power war 2018 nach den Worten von Geschäftsführer Ralph Bischoff »dass stärkste Jahr seit 2010 mit zwischenzeitlichen Wachstumsraten bis 30 Prozent«.

Michael Brinkmeier, Friwo Gerätebau:
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Michael Brinkmeier, Friwo: »Wir wären ja zu wesentlich mehr in der Lage gewesen – aber die Rahmenbedingungen!«

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2. "Arbeitsreich!"
3. "Herbeigeredete Entspannung"

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