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Maßgeschneiderte Stromversorgungen

Wenn ein Standardprodukt einfach nicht reicht

Traco Power
Bild 1: Durch den engen und kontinuierlichen Kontakt mit dem Design Team von Traco Power werden Kunden das gesamte Projekt hindurch über den aktuellen Projektstatus auf dem Laufenden gehalten.
© Traco Power

Auch wenn das Angebot an verfügbaren Standard-Stromversorgungen schier unendlich scheinen mag, manchmal gibt es kein passendes Standardprodukt. Dann lohnt sich die Frage, ob ein teilweise oder vollständig maßgeschneidertes Produkt nicht am besten ist.

Um das zu ergründen, bietet Traco Power dazu eine kostenlose Beratungsphase an.

In der Welt der Wissenschaft und des Engineerings gilt die richtige Vorbereitung seit jeher als Schlüssel zum Erfolg. Wer auf einer Leiterplatte einen Fehler entdeckt oder analysiert, wieso ein fast fertiggestelltes elektronisches System die elektromagnetische Verträglichkeitsprüfung (EMV) nicht bestanden hat, erinnert sich womöglich an Benjamin Franklin, der sagte: »Vorbeugen ist besser als heilen.«

Wenn es darum geht, das Design für ein elektronisches Gerät zu entwickeln, ist die Auswahl der Stromversorgung von wesentlicher Bedeutung. Denn sie bildet die Grundlage für alle anderen Einheiten. Heutzutage steht Engineering Teams eine Vielzahl an kommerziellen, lagermäßig lieferbaren Standardprodukten, sogenannten Commercial Off-the-Shelf Products (COTS), zur Verfügung, die alle Bedürfnisse abzudecken scheinen. Selbst für Geschäftsfelder mit hohen Anforderungen wie die Medizinbranche mit all ihren Normen und Zertifizierungen ist das Angebot groß.

Trotzdem gibt es Lücken im standardisierten Angebot: fehlende Zertifizierungen, fehlende Ausgänge im Vergleich zur Spezifikation, nicht erfüllte zusätzliche Umweltauflagen oder unzureichende Leistung, um nur einige zu nennen. Dann stellt sich die Frage, ob die Stromversorgung lieber intern entwickelt oder vielleicht doch an den Spezialisten ausgelagert werden soll.

Sind maßgeschneiderte Lösungen nicht ziemlich riskant?

Eine Entscheidung „intern vs. extern“ stellt Ingenieure oft vor ein Dilemma. Wenn man sich der Herausforderungen der Entwicklung von elektronischen Systemen bewusst ist und die zu entwickelnde Anwendung bis ins kleinste technische Detail kennt, mag es sicherer erscheinen, sich des Designs der optimalen Stromversorgung trotz zusätzlicher Herausforderungen selbst anzunehmen.

Immerhin funktioniert die Steuerung der Teileversorgungskette bereits, man hat den Überblick über veraltete Komponenten, und die Kapazität für die Fertigung ist vorhanden. Andererseits kann das Stromversorgungsdesign, sofern es nicht zu den Kernkompetenzen des Entwicklungsteams zählt, schnell einmal von anderen Aufgaben ablenken und zu Verzögerungen im Projekt führen, wenn beispielsweise die Entwicklung nicht nach Plan verläuft.

Lagert man das Design aus, bedeutet das, dass man über die gesamte Projektdauer einen externen Partner betreuen muss. Auch hierfür benötigt man interne Ressourcen und ein gewisses Maß an Know-how. Aber wenn man mit einem Partner, der über die notwendigen technischen Kompetenzen verfügt, eine Vertrauensbasis aufbauen kann, in einem Prozess wie in Bild 1 dargestellt, wäre es doch eine Erleichterung, die Verantwortung für die Entwicklung einer Stromversorgung abgeben zu können.

 

Traco Power
Bild 2: Oft ist ein existierendes Standardprodukt der Ausgangspunkt für ein kostenloses Gespräch über eine maßgeschneiderte Stromversorgung. Die erforderlichen Änderungen können von geringfügigen Änderungen bis hin zu einer kompletten Umgestaltung reichen.
© Traco Power

Oft bringt der Austausch mit externen Experten zusätzliche Vorteile mit sich. Häufig eröffnen sich neue Perspektiven und Möglichkeiten, auf die ein internes Team nicht kommen würde. Dank der umfassenden Erfahrung aus verschiedensten Projekten und Branchen können innovative Ansätze entstehen. Die weitreichende Kompetenz im Bereich der Stromversorgung ermöglicht den externen Experten, Konzepte oder Systemarchitekturen auszuarbeiten, die sonst vielleicht nur deshalb verworfen würden, weil sie zuvor noch nie ausprobiert oder in Erwägung gezogen worden waren.

Besonders, wenn man in neue Märkte mit strengen und komplexen Sicherheitsstandards vordringen möchte, ist die Zusammenarbeit mit einem kompetenten Partner von Vorteil. Da bei der Stromversorgung medizinischer Anwendungen sowohl die Anwender- als auch die Patientensicherheit gewährleistet werden muss, müssen die Anforderungen von Normen wie IEC 60601 und ISO 14971 erfüllt werden.

Viele robuste Anwendungen stützen sich auf Normen wie EN 50155, die für die Eisenbahnindustrie entwickelt wurden, da es keine spezifischen Alternativen für ihren Sektor gibt. Ohne entsprechende Vorkenntnisse dieser Normen ist es schwierig, deren Einhaltung sicherzustellen, wenn ein Produkt entwickelt werden soll, das außerhalb der üblichen Expertise des Teams angesiedelt ist.

Eine kundenspezifische Stromversorgung bedeutet nicht automatisch ein neues, noch nie dagewesenes und teures Design. Denn es existieren bereits Lösungen für beinahe alle Anwendungsfälle. Aus diesem Grund ist die Entscheidung für ein bestehendes Standardprodukt mit geringfügigen Änderungen oder einer zusätzlichen Zertifizierung oftmals eine gute Alternative, um mit geringem Mehraufwand zur passenden Stromversorgung zu kommen.


  1. Wenn ein Standardprodukt einfach nicht reicht
  2. Nicht durch die ganze Röhre laufen

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