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Milliarden für neue Chipfabriken

22. Juni 2021, 11:33 Uhr   |  dpa, Joachim Kroll

Milliarden für neue Chipfabriken
© Globalfoundries

Globalfoundries betreibt am Standort Dresden ein großes Halbleiterwerk.

Die Lieferengpässe bei elektronischen Bauteilen führen bei den Herstellern zu massiven Investitionen in Ihre Fertigungskapazitäten.

Der Chipfertiger Globalfoundries steckt im Rennen um den weltweiten Ausbau der Halbleiterproduktion einen Milliardenbetrag in eine neue Fertigungsanlage. Diese soll am bisherigen Firmenstandort Singapur die Kapazitäten um nahezu die Hälfte auf rund 1,5 Millionen sogenannte Wafer mit 300 Millimeter Durchmesser erhöhen, wie das Unternehmen am Dienstag in Singapur mitteilte. Dafür investiert Globalfoundries mehr als vier Milliarden US-Dollar (3,4 Mrd Euro).

Globalfoundries ist neben TSMC und Samsung einer der größten Chipauftragsfertiger der Welt und wird von einem Staatsfonds aus den Vereinigten Arabischen Emiraten kontrolliert. Das Unternehmen betreibt auch eine Chipfabrik in Dresden, wo die Produktion ebenfalls ausgebaut werden soll.

Weil in der Pandemie die Chipnachfrage rasant gestiegen ist und viele Branchen mit Nachschubproblemen zu kämpfen haben, investieren Unternehmen derzeit massiv in neue Fabriken. Der südkoreanische Samsung-Konzern will bis 2030 rund 125 Milliarden Euro in Chip-Prozessoren und Auftragsfertigung stecken. Die in Taiwan beheimatete TSMC (Taiwan Semiconductor Manufacturing Company) investiert allein in den nächsten drei Jahren 100 Milliarden Dollar (84 Mrd Euro).

Vom Chip-Boom profitieren auch Zulieferer wie ASML oder Aixtron, die Spezialmaschinen zur Herstellung von Halbleitern anbieten.

Merkel will Chip-Fertigung stärker fördern

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat gestern bei Tag der Industrie in Berlin angekündigt, dass sie große Investitionen für den Umbruch hin zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft für notwendig hält. »Wir werden in den nächsten Jahren gigantische Summen ausgeben müssen,« sagte die CDU-Vorsitzende.

Dies sei einerseits die Aufgabe der Wirtschaft, sagte Merkel. Es gebe aber Bereiche, in dene es nicht ohne staatliche Unterstützung gehe. Sie nannte den Ausbau einer europäischen Mikrochip-Fertigung oder einer Produktion von Batteriezellen für Elektroautos.

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