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Neue Fab in Malta/New York

GlobalFoundries expandiert weiter

20. Juli 2021, 07:29 Uhr   |  Heinz Arnold

GlobalFoundries expandiert weiter
© Glogalfoundries

Die Fab 8 von GlobalFoundries in Malta/New York.

GlobalFoundries erweitert Kapazitäten, baut neue Fab und bereitet Börsengang vor. Übernahmegerüchte bestätigen sich nicht.

1 Mrd. Dollar will GlobalFoundries in den Ausbau der Kapazität ihrer Fab 8 in Malta/New York stecken und will auf dem Campus eine weitere Fab bauen. Damit will GlobalFoundries der Chipknappheit möglichst schnell abhelfen. Auf einer Veranstaltung, auf der Tom Caulfield, CEO von GlobalFoundries, unter anderem mit Handelsministerin Gina M. Raimondo und den Mehrheitsführer im Senat Chuck Schumer zusammentraf, gab Caulfield die Expansionspläne bekannt.

GlobalFoundries gehört dem in den Vereinigten Arabischen Emiraten ansässigen Investmentfond Mubadala Investment Co. und soll im kommenden Jahr an die Börse gehen. Übernahmegerüchte durch Intel, über die ein Artikel im Wall Street Journal berichtet hatte, bestätigten sich bisher nicht.

Erst kürzlich hatte GlobalFoundries angekündigt, in Deutschland 1 Mrd. Dollar in Kapazitätserweiterungen am Standort Dresden zu investieren und für 4 Mrd. Dollar eine neue Fab in Singapur zu bauen.

Mit der Investition von 1 Mrd. Dollar in Malta soll die Kapazität der Fab 8 um 150.000 Wafer pro Jahr erhöht werden. Die neue Fab auf dem Gelände in Malta werde dann die dortige Kapazität laut Caulfield noch einmal verdoppeln und 1.000 neue High-Tech-Jobs schaffen. Die neue Fab soll im Rahmen eine Private Public Partnership finanziert werden, an der sich Kunden, die USA und der Staat New York beteiligen. In der neuen Fab sollen ICs für Märkte wie Automotive, 5G und IoT gefertigt werden. Sie werde zudem den nationalen Sicherheitsanforderungen für eine sichere Lieferkette entsprechen.

»Unsere Industrie wird über die nächsten 10 Jahre mehr wachsen als in den gesamten 50 vorausgegangenen Jahren. Wir freuen uns, dass wir zusammen mit Regierungsvertretern, führenden Vertretern der Automotive-Industrie, nationalen Sicherheitsexperten und unseren Kunden, um gemeinsam Wege zu finden, wie wir eine sichere Lieferkette auf Basis von Chips aufbauen können, die in den USA gefertigt werden«, erklärte Tom Caulfield.

Mehrheitsführer Chuck Schumer hatte sich für den »U.S. Competition and Innovation Act« stark gemacht, der sowohl von den Demokraten als auch von den Republikanern unterstütz wird. Im Rahmen dieses Gesetzes werden 52 Mrd. Dollar bereitgestellt, um die Halbleiterindustrie in den USA zu unterstützen. »Das ist entscheidend für unser nationale Sicherheit und für unsere globale Wettbewerbsfähigkeit und trägt dazu bei, der Chipknappheit zu begegnen, die Branchen quer durch unsere Wirtschaft trifft«, erklärte Schumer. Die Ankündigung von GlobalFoundries helfe dem Unternehmen selber, der Region, der US-Regierung, den Automobilherstellern und anderen Branchen, die Chips dringend benötigen.

Am Hauptsitz in Malta beschäftigt GlobalFoundries derzeit 3.000 Mitarbeiter. In Fab 8 sind über die vergangenen 10 Jahre 15 Mrd. Dollar geflossen. Insgesamt arbeiten in den USA 7.000 Beschäftigte für GlobalFoundries, weltweit sind es 15.000.

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