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Frontkamera-Software

Hella verkauft Geschäftsbereich an Car.Software Org

29. September 2020, 09:31 Uhr   |  Stefanie Eckardt

Hella verkauft Geschäftsbereich an Car.Software Org
© Hella

Automobilzulieferer Hella veräußert den Bereich Frontkamera-Software an die Car.Software Org von Volkswagen. Das Unternehmen wird aber weiterhin in Themen wie automatisiertes Fahren, Elektromobilität, Software oder Digitalisierung investieren.

Hella veräußert sein Geschäft mit Frontkamera-Software sowie die zugehörigen Aktivitäten im Bereich Testing und Validation an die Car.Software Org von Volkswagen. Eine entsprechende Vereinbarung haben beide Unternehmen unterzeichnet.

Die Transaktion wird im Falle eines erfolgreichen Abschlusses zu einem Ertrag in der Größenordnung von in etwa 100 Millionen Euro führen. Die zu veräußernden Geschäftsaktivitäten sind bei der Tochtergesellschaft Hella Aglaia Mobile Vision in Berlin angesiedelt. Im Zuge der Veräußerung soll rund die Hälfte der Belegschaft von Hella Aglaia in die Car.Software Org wechseln, die Volkswagen Anfang des Jahres als markenübergreifende Einheit für Software-Entwicklung gegründet hatte. Die Transaktion steht noch unter Vorbehalt der Freigabe durch die zuständigen Kartellbehörden und soll aller Voraussicht nach im ersten Quartal 2021 zum Abschluss kommen.

»Der Ausstieg aus dem Geschäft mit Frontkamerasoftware erfolgt auf Basis eines stringenten Portfoliomanagements. Maßgeblich hierfür sind unsere strategischen Eckpfeiler Technologieführerschaft, Marktführerschaft sowie die Erfüllung bestimmter finanzieller Kennzahlen«, erklärt Dr. Rolf Breidenbach, Vorsitzender der Hella-Geschäftsführung den Verkauft. »Wenn wir eines dieser drei Kriterien mit einem Produkt nicht nachhaltig erreichen können, verfolgen wir die entsprechenden Geschäftsaktivitäten nicht weiter. Um unsere Ziele dauerhaft zu erreichen, hätten wir im Bereich Frontkamerasoftware außerordentlich hohe Investitionen verbunden mit einem großen unternehmerischen Risiko tätigen müssen. Von daher freuen wir uns, mit Volkswagen nun einen starken Partner gefunden zu haben, der diese Aktivitäten strategisch weiterentwickeln wird.«

Nicht von der Veräußerung betroffen sind die weiteren Geschäftsaktivitätender Berliner Tochter in den Bereichen Energiemanagement, Lichtsteuerung und People Sensing. »Wir werden weiterhin konsequent in automobile Zukunftsthemen wie Elektromobilität, automatisiertes Fahren, Software und Digitalisierung investieren«, unterstreicht Dr. Rolf Breidenbach. Mit dem neu gegründeten Global Software House, will der Automobilzuliefer beispielsweise die weltweiten Software-Kompetenzen weiter ausbauen. Zugleich investiert das Unternehmen auch weiterhin in  Schlüsselkomponenten für das assistierte und automatisierte Fahren. Dazu gehören insbesondere die Bereiche Radarsensorik und Lenkungselektronik.

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