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Continental und Xilinx

4D-Imaging-Radarsystem für automatisiertes Fahren

28. September 2020, 14:00 Uhr   |  Stefanie Eckardt

4D-Imaging-Radarsystem für automatisiertes Fahren
© Xilinx

Xilinx und Continental arbeiten gemeinsam am 4D-Imaging-Radar für das automatisierte Fahren.

Xilinx wird den neuen Advanced Radar Sensor 540 von Continental mit der Zynq UltraScale+ MPSoC-Plattform betreiben. Fahrzeuge mit dem ARS540 sollen teilautomatisierte Funktionen nach SAE-Level 2 ermöglichen. Das 4D-Imaging-Radar steht für die Produktion bereit.

4D-Imaging-Radar bestimmt die Position eines Objekts in Entfernung, Azimut, Höhe und Relativgeschwindigkeit, um detaillierte Informationen über die Fahrumgebung zu liefern, die Radarsysteme, die nur Geschwindigkeit und Azimut erfassen, nicht liefern können. Der ARS540 von Continental ist ein Fernbereichsradarsensor, der in Kombination mit anderen Technologien  hochautomatisiertes Fahren ermöglicht. Mit einer Reichweite von bis zu 300 m und einem Öffnungswinkel von ±60° soll der Radarsensor in einem ersten Schritt die Realisierung von Fahrerassistenzfunktionen und im nächsten Schritt dann das automatisierte Fahren ermöglichen. Der Öffnungswinkel ist wichtig, um eine autonome Notbremsung bei querendem Verkehr an Kreuzungen zu unterstützen und dabei Motorräder oder Pedelecs sicher zu erkennen. Zu den Merkmalen des ARS540 gehört unter anderem eine höhere Auflösung im Vergleich zu den vorherigen Generationen, durch die ein exakteres Bild der Verkehrssituation gewonnen wird. Darüber hinaus kann durch die Elevations-Messfähigkeit auch die Höhe von Objekten bestimmt werden. Hiermit können beispielsweise Stauenden unter einer Brücke oder auch Straßenbegrenzungen wie Randsteine erkannt werden.

Das Zynq UltraScale+ MPSoC von Xilinx ist eine anpassungsfähige Plattform, die es dem ARS540 ermöglicht, verschiedene Sensor-Plattform-Konfigurationen zu unterstützen und sich der vom Automobilhersteller vorgegebenen Spezifikation anzupassen. Die Parallelverarbeitung innerhalb der programmierbaren Logik des Bausteins ermöglicht unabhängige, jedoch gleichzeitige Verarbeitungspipelines, die für die 4D-Sensorik des ARS540 entscheidend sind. Die DSP-Slices ermöglichen eine Hardware-Beschleunigung der Echtzeit-Radarsensor-Eingänge.

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