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KI-Beschleunigerkarten für Rechenzentren

03. Oktober 2018, 01:36 Uhr   |  Gerhard Stelzer

KI-Beschleunigerkarten für Rechenzentren
© Xilinx

Xilinx hat auf dem XDF seine neue Einsteck-Kartenfamilie von KI-Beschleunigern unter der Bezeichnung Alveo vorgestellt.

Mit der neuen Alveo-Familie hat Xilinx KI Beschleunigerkarten vorgestellt, die rechenintensive Algorithmen schneller verarbeiten als klassische CPUs. Typischerweise sind diese für Rechenzentren gedacht. Damit folgt das Unternehmen der neuen Strategie von CEO Viktor Peng »Data Center first«.

Der im kalifornischen San Jose ansässige Hersteller programmierbarer Logik hat auf seinem Xilinx Developer Forum (XDF) seine neue Einsteck-Kartenfamilie von KI-Beschleunigern unter der Bezeichnung-Alveo vorgestellt. Die Beschleunigerkarten sind dafür gedacht die CPUs in Rechenzentren bei der Verarbeitung von rechenintensiven Algorithmen zu unterstützen und damit die Leistungsfähigkeit bei geringer Latenz deutlich zu steigern. Typische Anwendungsgebiete sind maschinelle Echtzeit-Inferenz sowie Videoverarbeitung, Genom-Sequenzierung und Datenanalyse. Die beiden ersten Familienmitglieder Alveo U200 und U250 integrieren intern Xilinx-FPGAs vom Typ UltraScale+ und sind ab sofort in Stückzahlen lieferbar. Kunden können die Hardware nach Bedarf konfigurieren, so dass sie sich auf veränderte Rechenaufgaben, neue Standards und aktualisierte Algorithmen optimieren lassen. Xilinx beziffert die Leistungsfähigkeit seiner Beschleunigerkarten wie folgt:
•    U200 umfasst 892 K LUTs und 35 Mbyte SRAM. Damit liegt die Datenübertragungsleistung bei 31 Tbyte/s und die Bildverarbeitungsleistung bei 3100 Bildern/s.
•    U250 umfasst 1341 K LUTs und 54 Mbyte SRAM. Damit liegt die Datenübertragungsleistung bei 38 Tbyte/s und die Bildverarbeitungsleistung bei 4100 Bildern/s.

neuen Weltrekord für den Inferenz-Durchsatz. 30.000 Bilder pro Sekunde. Geschafft wurde dies auf einem System mit zwei AMD EPYC 7551, zusammen mit acht neu angekündigten Xilinx Alveo U250.
© xilin

Neuer Weltrekord für den Inferenz-Durchsatz: 30.000 Bilder pro Sekunde schaffte das System mit zwei AMD EPYC 7551, zusammen mit acht neu angekündigten Xilinx Alveo U250.

In der Keynote von Xilinx-CEO Victor Peng trat als Gast AMD-CTO Mark Papermaster auf, um zusammen einen besonderen Meilenstein bekannt zu geben: Einen neuen Weltrekord für den Inferenz-Durchsatz. 30.000 Bilder pro Sekunde. Geschafft wurde dies auf einem System mit zwei AMD EPYC 7551, zusammen mit acht neu angekündigten Xilinx Alveo U250. Der Benchmark wurde mit GoogLeNet (mit einer Batch-Size von 1 und Int8-Precision) durchgeführt. Bei GoogLeNet handelt es sich um ein weit verbreitetes neuronales Faltungsnetzwerk. AMD und Xilinx kooperieren bei der Entwicklung heterogenen Rechen-Architekturen.
Alveo Beschleunigerkarten bieten erhebliche Leistungsvorteile bei einer Vielzahl von Anwendungen. Für das maschinelle Lernen erhöht der Alveo U250 den Echtzeit-Inferenzdurchsatz um das 20-fache im Vergleich zu High-End-CPUs und um mehr als das 4-fache für Anwendungen mit einer niedrigen Latenz von weniger als zwei Millisekunden gegenüber Beschleunigern mit fester Funktion wie High-End-GPUs. Darüber hinaus reduzieren die »Alveo Accelerator Cards« die Latenzzeit auf ein Drittel im Vergleich zu GPUs und bieten damit Vorteile bei der Ausführung von Echtzeit-Inferenzanwendungen. Einige Anwendungen wie Datenbanksuche lassen sich sogar um mehr als das 90fache im Vergleich zu CPUs beschleunigen.

Neue KI-Beschleunigerkarten von Xilinx

Xilinx-CEO Victor Peng kündigt auf dem XDF die neue KI-Beschleunigerkartenfamilie Alveo vor.
Xilinx CEO Victor Peng und sein XDF-Gast AMD-CTO Mark Papermaster präsentieren das Inferenz-Weltrekord-System, bestückt mit 8 Alveo-Karten.
Xilinx hat um die neue Produktfamilie Alveo bereits ein umfangreiches Ecosystem aufgebaut.

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1. KI-Beschleunigerkarten für Rechenzentren
2. Ökosystem, Lieferbarkeit & Preis, Roadmap

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