Im dritten Quartal hat TSMC den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 30 Prozent auf 990 Mrd. Taiwan-Dollar gesteigert, der Gewinn stieg um 39 Prozent auf 452,3 Mrd. Taiwan-Dollar (12,7 Mrd. Euro), mehr als Analysten erwartet hatten.
Für das erste Quartal 2026 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 34,6 und 35,8 Mrd. Dollar, die Bruttogewinnmarge werde sich voraussichtlich zwischen 63 und 65 Prozent einpendeln. TSMC will in diesem Jahr zwischen 52 und 56 Mrd. Dollar investieren, was ebenfalls mehr ist, als Analysten erwartet hatten. 2025 hatte TSMC rund 41 Mrd. Dollar investiert.
Die für TSMC rundum positive Entwicklung resultiert aus dem weiter hohen Bedarf an den neusten Chips für KI-Rechenzentren. 77 Prozent des Umsatzes erzielte TSMC mit Wafern, auf denen Chips mit Hilfe von 7-nm-Prozessen oder darunter gefertigt werden. 2026 lag dieser Anteil bei 74 und im Jah zuvor bei 69 Prozent.
Allerdings gibt es auch Risiken. Nicht wenige Beobachter warnen vor einer KI-Blase, die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China könnten sich verschärfen. Deshalb baut TSMC seine Präsenz in den USA kräftig aus. Auch in Deutschland baut TSMC eine Fab in Dresden. Hier dürfte sich das Risiko für TSMC in Grenzen halten, weil ein großer Teil der Investitionen von staatlichen Zuschüssen und den Investitionen von wichtigen Kunden abgedeckt wird.