Skeleton Technologies

Superkondensatoren reduzieren CO2-Fußabdruck

10. Oktober 2022, 17:07 Uhr | Engelbert Hopf
Skeleton Technologies
Im Jahr 2024 soll die neue Fabrik für die nächste Generation von Superkondensatorzellen in Markranstädt bei Leipzig die Produktion aufnehmen und bis zu 12 Millionen Zellen pro Jahr herstellen. In zwei Phasen gebaut – die zweite Phase wird im Jahr 2025 abgeschlossen – wird die neue Fabrik einen vierzigmal höheren Produktionsumfang haben als die derzeitige Produktionsstätte von Skeleton in Großröhrsdorf.
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Superkondensatoren von Skeleton Technologies tragen dazu bei, bei neuen U-Bahnen des spanischen Herstellers CAF den CO2-Fußabdruck und den Kostenaufwand zu reduzieren.

Eine strategische Partnerschaft mit Siemens wird es Skeleton ermöglichen, in seinem neuen, geplante Werk das Produktionsvolumen zu vervierzigfachen.

Wie im unmittelbaren Vorfeld der InnoTrans in Berlin bekannt wurde, liefert Skeleton Technologies Superkondensatoren für den spanischen Schienenfahrzeughersteller CAF. Zum Einsatz kommen die Superkondensatoren als Speicher in der U-Bahn von Granada, um dort entstehende Bremsenergie zurückzugewinnen. Mit dem Einsatz der Skeleton-Produkte kann die Effizienz der U-Bahnen gesteigert werden, und die Kosten sowie die CO2-Emissionen lassen sich verringern. Gleichzeitig wird die Energieeinsparung erhöht.

CAF Power & Automation mit Hauptsitz im spanischen Donostia-San Sebastian arbeitet seit vergangenem Jahr mit Skeleton Technologies zusammen. Nach Ausschreibungs-Gewinn wurde der spanische Hersteller von der Metro de Granada mit der Lieferung von acht neuen Einheiten für das städtische Netz beauftragt. »Mit der höchsten Leistungsdichte und Effizienz in der Branche sind wir zu einem Top-Partner für Bahnhersteller wie die CAF-Gruppe geworden, die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt ihrer Aktivitäten stellen«, stellt Dr. Linus Froböse, COO von Skeleton Technologies, fest.

Bereits Ende Juli dieses Jahres hatte Skeleton Technologies einen anderen großen Erfolg vermelden können. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft vereinbarten Skeleton Technologies und Siemens eine weitreichende Technologiepartnerschaft zur Entwicklung, Planung und Realisierung einer vollautomatischen, digitalen Produktionstechnologie zur Fertigung von Superkondensatoren in Deutschland. Eingesetzt werden soll die Produktionslinie in einer neuen Fabrik von Skeleton in Markranstädt bei Leipzig. Sie soll dabei helfen, die Produktionskosten innerhalb von fünf Jahren um rund 90 Prozent zu senken.

Im Rahmen der Zusammenarbeit soll die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette von Skeleton vom Design der Superkondensatorenzelle bis hin zu Produktion und Dienstleistungen erreicht werden sowie auf die Produktion von Superkondensatoren der nächsten Generation erweitert werden.

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Skeleton Technologies/Siemens
Zusammen mit Repräsentanten von Siemens Digital Industries Deutschland präsentiert Dr. Linus Froböse (Mitte) die weitreichende Technologiepartnerschaft zur Entwicklung, Planung und Realisierung einer vollautomatischen, digitalen Produktionstechnologie zur Fertigung von Superkondensatoren in Deutschland.
© Skeleton Technologies/Siemens

Skeletons neue Fabrik für die nächste Generation von Superkondensatorzellen in Markranstädt soll im Jahr 2024 die Produktion aufnehmen und dann bis zu 12 Millionen Zellen pro Jahr herstellen. Sie wird in zwei Phasen gebaut, wobei die zweite Phase im Jahr 2025 abgeschlossen sein soll. In ihrer Gesamtheit wird die Fabrik einen vierzigmal höheren Produktionsumfang haben als die derzeitige Produktionsstätte von Skeleton in Großröhrsdorf. Mit dem neuen Werk werden voraussichtlich auch 240 neue Arbeitsplätze bei Skeleton geschaffen.

»Mit unserem ganzheitlichen Automatisierungs- und Digitalisierungsportfolio können wir gemeinsam mit Skeleton von der Planung auf der grünen Wiese über die Simulation der Fabrik bis zur optimierten High-End-Fertigung die geeigneten Werkzeuge und unser Industrie-Know-how einsetzen, um eine hocheffiziente, vollautomatisierte Produktionslinie zu realisieren, die weltweit einzigartig ist«, so Guido Feind, Leiter Siemens Digital Industries Deutschland.

»Skeleton unterhält bereits enge Geschäftsbeziehungen zu Siemens, aber dank dieser Partnerschaft werden wir nun auch von ihrem erstklassigen Know-how in den Bereichen Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung profitieren, um unsere Fertigung auszubauen«, so Dr. Froböse, COO von Skeleton Technologies. »Dieser Hochlauf wird es uns ermöglichen, die Marktnachfrage nach unseren Produkten der nächsten Generation zu erfüllen und unsere neue Fabrik zur größten und modernsten Superkondensatorenfabrik in Europa zu machen.«

»Bei unseren Superkondensatoren mit der höchsten Leistungsdichte der Branche sehen wir großes Potenzial für eine weitere Zusammenarbeit mit Siemens, insbesondere in den Bereichen Mobilität, Netzstabilität und Heavy-Duty-Anwendungen. Auch Siemens selbst setzt bereits Skeleton-Ultracaps für seine Hochstrom-Energiespeicher ein. Skeleton und Siemens glauben beide, dass die Weltwirtschaft strukturelle Veränderungen in einigen der größten CO2-Emissionsquellen wie Stromerzeugung, Transport und Industrie anstreben muss.

Superkondensatoren sind ein Schlüsselelement für die drastische Verringerung der Emissionen in diesen Sektoren. Im Bereich der Energiespeicherung und -einsparung spielen Technologie und Innovation eine entscheidende Rolle, um der Weltwirtschaft Möglichkeiten zu eröffnen, die Klimaziele zu erreichen«, erläutert Taavi Madiberk, CEO und Mitgründer von Skeleton Technologies, die Hintergründe der strategischen Partnerschaft mit Siemens. 


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