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»Ohne Photonik läuft zukünftig nichts mehr«

12. Februar 2021, 15:30 Uhr   |  Nicole Wörner

»Ohne Photonik läuft zukünftig nichts mehr«
© Fotolia

Oft unterschätzt und doch ein Milliardenmarkt: Die Photonik ist die Grundlage für viele neue Technologien. Davon profitiert auch der Wirtschaftsstandort Deutschland, denn die hiesige Photonik-Industrie zählt zu den stärksten weltweit.

Und das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft, wie eine exklusive Branchenumfrage der Markt&Technik zeigt.

»Enormes Potenzial für die Photonik steckt in der Quantentechnologie«, erklärt Dr. Christian Schmitz, CEO von Trumpf Lasertechnik. »Hier besitzt Deutschland bereits heute hervorragende wissenschaftliche Kompetenz. Wenn wir die Weichen richtig stellen und industrieorientierte Forschung betreiben, können wir in der Quantentechnologie eine weltweit führende Rolle einnehmen.« Zudem erwartet er, dass sich die Digitalisierung weiter enorm beschleunigen wird. »Wir sehen, dass beispielsweise in China die Nachfrage nach Smartphones, Smartwatches und Tablets sehr stark ansteigt«, so Schmitz. »Für die Photonik-Industrie sind das gute Nachrichten, denn sie liefert mit dem Laser ein wichtiges Produktionswerkzeug für diese Endgeräte.« Gleichzeitig steige auch der Bedarf an hochleistungsfähigen Computerchips, die in der neuesten Generation mithilfe von EUV-Lithografie hergestellt werden – einem Produktionsverfahren, dessen Herzstück die Lasertechnik von Trumpf sei.

Den Trend zur Digitalisierung…

...sieht auch Andreas Börner, Geschäftsführer von Laser 2000 als treibenden Faktor für die Photonik-Branche. »Die Verbreitung des Homeoffice und ein globales Umdenken in der geschäftlichen Zusammenarbeit wird den Glasfaserausbau in der Telekommunikationstechnik vorantreiben«, so Börner. Jan Meise, CEO von AMS Technologies, ergänzt, dass der aus der Elektronik längst bekannte Trend zur Integration auch in der Photonik zunehmend an Fahrt aufnehme. »Als Folge steigt die Leistungsdichte photonischer Subsysteme in allen Formfaktoren stark an.«

Nach den Aussichten für das Jahr 2021 befragt,…

...gibt sich die Photonik-Branche verhalten optimistisch. Anlass zur Hoffnung gibt auch hier wieder der chinesische Markt: »Wir gehen davon aus, dass sich der Markt relativ schnell wieder auf das Niveau vor der Covid-19-Pandemie erholen wird«, so Andreas Börner. »Das wird von einem stetigen Anstieg der Nachfrage im Bereich der Systemintegration aufgrund einer weiteren Wachstumsphase in China begleitet sein.«

Dass die Photonik-Branche auch 2021 von der Corona-Krise geprägt sein wird, davon ist Dr. Christian Schmitz von Trumpf zwar überzeugt, dennoch hat er Hoffnung, »dass die Corona-Maßnahmen Wirkung zeigen und wir eine Wiederbelebung des Geschäfts durch Nachholeffekte sehen.« Auch Jan Meise hält »ein – wenn auch sehr überschaubares – Wachstum« für möglich.

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