Schwerpunkte

Schützt den natürlichen Nachthimmel

Neues Konzept gegen die Lichtverschmutzung

02. Dezember 2020, 16:20 Uhr   |  Nicole Wörner

Neues Konzept gegen die Lichtverschmutzung
© Thorn

Die NightTune-Technologie von Thorn hilft, Lichtverschmutzung am nächtlichen Himmel zu vermeiden.

Die Zumtobel-Tochter Thorn hat ein neues Konzept für die LED-Straßenbeleuchtung entwickelt, das die natürlichen Lichtphasen des Himmels exakt nachspielt und damit Mensch und Natur nachhaltig schützen soll.

Menschen, die sich bei Dunkelheit draußen aufhalten, möchten sich sicher fühlen und bevorzugen helle, gut beleuchtete Straßen und Plätze. Das beeinträchtigt jedoch den natürlichen Nachthimmel. Unter dieser so genannten Lichtverschmutzung leidet sowohl der Mensch als auch die nächtliche Tierwelt. 

Außenbereiche werden bei Nacht beleuchtet, um sichere Umgebungen zu schaffen. Wenn niemand unterwegs ist, braucht es jedoch keine Vollausleuchtung.
© Thorn

Außenbereiche werden bei Nacht beleuchtet, um sichere Umgebungen zu schaffen. Wenn niemand unterwegs ist, braucht es jedoch keine Vollausleuchtung.

Hier setzt die zur Zumtobel-Group gehörende Thorn mit seiner NightTune-Technologie an. Mit dem Ziel, die nächtliche Beleuchtung zu optimieren und gleichzeitig die Auswirkungen auf die beleuchtete Umgebung und ihr Ökosystem so gering wie möglich zu halten, haben die Entwickler ein Lichtkonzept erarbeitet, das das von einer Leuchte ausgestrahlte Licht und seine Farbtemperatur bei Nacht an die genaue Uhrzeit anpasst, und dabei auch das Verkehrsaufkommen und die Menschen und Lebewesen, die das beleuchtete Gebiet bewohnen, berücksichtigt.

NightTune funktioniert durch die Mischung von Licht aus warmen und kalten LEDs. Durch separates Hoch- und Herunterdimmen der beiden LED-Gruppen können Farbtemperaturen von warmen 2200 K bis zu moderaten 3000 K bei unterschiedlichen Helligkeiten erreicht werden. 

Mischung von Licht aus warmen und kalten LEDs. Durch separates Hoch- und Herunterdimmen von warmen und kalten LEDs sind Farbtemperaturen von warmen 2200 K bis zu moderaten 3000 K bei unterschiedlichen Helligkeiten erreichbar.
© Thorn

Durch separates Hoch- und Herunterdimmen von warmen und kalten LEDs sind Farbtemperaturen von warmen 2200 K bis zu moderaten 3000 K bei unterschiedlichen Helligkeiten erreichbar.

Die Lichtfarbe ändert sich in Abhängigkeit von der Uhrzeit; am Abend, wenn Fahrzeuge oder Fußgänger unterwegs sind, bietet NightTune eine moderate Farbtemperatur. Nachts, wenn es auf den Straßen ruhig ist, wird die Leistung der kühlen LEDs reduziert, sodass das Licht dunkler und wärmer wird. Das schafft eine angenehmere Atmosphäre, spart Energie, garantiert das Sicherheitsempfinden und schont das nächtliche Ökosystem. Je näher der Morgen rückt und je mehr der Verkehr auf den Straßen zunimmt, desto höher wird die Leistung der kühlen LEDs, um ein helleres, natürliches Licht zu liefern, das den höheren Sicherheitsanforderungen entspricht. 

Im folgenden Video wird deutlich, wie NightTune arbeitet:

© Thorn Lighting / Youtube

NightTune stellt die Farbtemperatur entsprechend der Lichtleistung ein. Es mischt Licht aus warmen (2200 K) und kühlen (4000 K) LEDs. Abends, wenn noch einige Fußgänger und Autofahrer unterwegs sind, bietet NightTune eine mäßige Farbtemperatur.

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