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UV-Bonding

Achtung bei der Umstellung auf LED-UV-Lichtquellen

25. März 2021, 10:47 Uhr   |  Nicole Wörner

Achtung bei der Umstellung auf LED-UV-Lichtquellen
© Sergey Ryzhov/stock.adobe.com

UV-Bonding: DFF empfiehlt bei Umstellung auf LED-UV-Lichtquellen sorgfältige Prüfung von Prozess und Material

Das Deutsche Flachdisplay-Forum e.V. (DFF) empfiehlt beim UV-Bonding besondere Sorgfalt bei der Umstellung auf UV-LED-Lichtquellen. Vor allem Prozess und Material sollten genau geprüft werden.

Beim UV-Bonding härten UV-Lichtquellen den radikal startenden UV-Kleber aus. Bisher setzen Anwender dabei im Allgemeinen auf Quecksilber-basierte UV-Lampen. Inzwischen stellt die Industrie zunehmend auf UV-LED-Lichtquellen um. Dabei gilt es, das Aushärten des Klebers im Blick zu behalten.

Bei identischer mittlerer Wellenlänge unterscheidet sich die spektrale Verteilung der UV-LED-Lichtquellen von der Quecksilber-basierter UV-Lampen erheblich. Während UV-LEDs ein sehr schmalbandiges kontinuierliches Spektrum aufweisen, haben Quecksilber-basierte UV-Quellen ein diskontinuierliches Spektrum mit energiereichen Peaks in allen für das Aushärten relevanten UV-Bereichen.

UV-Kleber, die auf diese anderen UV-Bereiche angewiesen sind, härten bei Bestrahlung mit UV-LEDs nicht mehr einwandfrei aus. Die Folge: Verschiedenste, auch sichtbare optische und mechanische Artefakte. Dieser Umstand ist nicht immer bekannt und wird womöglich erst nach längerer Zeit bemerkt, wenn die gebondeten Produkte bereits im Feld sind.

Bei der Umstellung von Quecksilber-basierten UV-Lampen auf UV-LEDs raten die Experten des Deutschen Flachdisplay-Forums DFF daher, den gesamten Prozess und die verwendeten Materialien mit besonderer Sorgfalt zu prüfen und gegebenenfalls anzupassen.

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