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China holt auf

Apple setzt auf chinesische Zulieferer für seine neuesten iPhones

05. August 2021, 08:33 Uhr   |  Iris Stroh

Apple setzt auf chinesische Zulieferer für seine neuesten iPhones
© Apple

Handelsstreitigkeiten zum Trotz: Apple setzt auf chinesische Partner in seiner Lieferkette.

Inmitten der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China setzt Apple laut einem Bericht der Tageszeitung Nikkei Asia verstärkt auf chinesische Zulieferer, um seine neuesten iPhones zu produzieren. Bisherige Zulieferer haben das Nachsehen.

Bei Nikkei wird dieser Schritt als Zeichen dafür gewertet, dass Chinas Wettbewerbsfähigkeit im Technologiesektor wächst, trotz aller Versuche aus Washington dem entgegen zu wirken. Konkret heißt es, dass das chinesische Unternehmen Luxshare Precision Industry bis zu 3 Prozent der kommenden iPhone-13-Serie herstellen wird und damit Aufträge seinen taiwanischen Konkurrenten Foxconn und Pegatron abgeluchst hat. Zwei Unternehmen, die Luxshare im vergangenen Jahr übernommen hat (Kameramodulhersteller Cowell, Metallrahmenhersteller Casetek), sollen ebenfalls Komponenten und Teile für die neuen iPhones liefern.

Für die Konkurrenz ein beunruhigender Schritt - so heißt es bei Nikkei dass konkurrierende iPhone-Zulieferer diesen Schritt von Apple für durchaus wichtig halten, auch wenn es jetzt erst einmal nur um 3 Prozent der Produktion geht. Man müsse die eigene Wettbewerbsfähigkeit stärken, denn wenn nicht, »werden sie früher oder später die Hauptquelle sein«.

Apple zählt zu den Unternehmen, die weltweit über eine der komplexesten Lieferketten für Unterhaltungselektronik verfügen. Das Unternehmen lässt jährlich rund 200 Millionen iPhones, 20 Millionen MacBooks und mehrere zehn Millionen AirPods produzieren. Und wer es geschafft hat, zum Fertiger für Apple zu werden, der gilt als einer der besten in seinem Bereich.

Bei Nikkei heißt es weiter, dass der Aufstieg der chinesischen Apple-Zulieferer auf Kosten der Konkurrenten in den USA, Taiwan, Japan und Südkorea, geht, von denen einige entweder einen Rückgang ihres Anteils an den Aufträgen verzeichnen oder ganz aus der Apple-Lieferkette ausgestiegen sind.

Luxshare soll mit der Fertigung des iPhone 13 Pro (Premiummodell) bereits diesen Monat beginnen, für ein Unternehmen, das noch nie iPhones produziert hat, ein riesiger Erfolg. Denn laut Nikkei beginnen Neueinsteiger in der Versorgungskette von Apple typischerweise mit älteren iPhone-Modellen.

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