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Lieferengpässe

Elektronik-Lieferkette vor dem Kollaps?


Fortsetzung des Artikels von Teil 1

(Wie) lässt sich die Kuh vom Eis holen?

Gehört die Verknappung also in Zukunft zum Tagesgeschäft? Künftig wird die Industrie jedenfalls (noch) mehr Flexibilität beim Supply-Chain-Management an den Tag legen müssen, befürchten die Forumsteilnehmer. »Wir haben ein Demand-gegen-Capacity-Problem«, erklärt Uwe Reinicke, Regional Vice President Sales Central & Eastern Europe von TTI. Und das ließe sich nur lösen, wenn sämtliche Komponenten in ausreichenden Mengen „auf Halde“ produziert würden. Dass das reine Utopie ist, liegt auf der Hand. Zigtausend Derivate oder Produktvarianten kann kein Hersteller auf Lager produzieren. Das wäre schlichtweg nicht bezahlbar.

Etwas abmildern ließe sich das Problem, würden Consumer-Bauteile nicht immer häufiger in Industrie-Entwicklungen eindesignt. Die Konsumgüter-Welt treibt die technologische Entwicklung der Bauteile. Leading-Edge-Komponenten kommen aber nicht nur dort zum Einsatz, sondern wecken zunehmend auch das Interesse der Industrie. Schließlich möchten innovationsfreudige Industriefirmen nicht auf neueste Technologien verzichten. Dass Consumer-Bauteile aber durch den eingangs beschriebenen Run auf neue Geräte oft schneller von langen Lieferzeiten und Allokationen betroffen sind als Industriekomponenten und grundsätzlich anderen Lebenszyklus-Gegebenheiten unterliegen, bleibt bei der Entscheidung für solche Bauteile oft unberücksichtigt.

Mehr zu den Herausforderungen der Lieferkette lesen Sie auch im Distribution-Guide der Markt&Technik, der am 6. Juni erscheint.

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