Avnet hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein solides Wachstum verzeichnet und sowohl beim Umsatz als auch beim bereinigten Ergebnis je Aktie die eigene Prognose übertroffen. Besonders stark entwickelte sich erneut das Asiengeschäft, das den Konzernumsatz maßgeblich trug.
Das 2. Quartal von Avnet endete am 27. Dezember 2025.
Der Konzernumsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 11,6 Prozent auf 6,32 Milliarden US-Dollar. Gegenüber dem Vorquartal entspricht dies einem Plus von 7,1 Prozent. Gleichzeitig erzielte Avnet einen verwässerten Gewinn je Aktie (Diluted EPS) von 0,75 US-Dollar. Bereinigt lag das verwässerte Ergebnis je Aktie bei 1,05 US-Dollar und damit deutlich über dem Vorjahreswert von 0,87 US-Dollar.
„Wir haben in allen Regionen des Geschäftsbereichs Electronic Components sowie bei Farnell ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr erzielt. Sowohl der Konzernumsatz als auch das Ergebnis je Aktie lagen über unseren Erwartungen. Sequenziell wuchs unser bereinigtes operatives Ergebnis doppelt so schnell wie der Umsatz – ein klarer Beleg für die erwartete Hebelwirkung unseres Geschäftsmodells“, erklärte Phil Gallagher, Chief Executive Officer von Avnet.„Der konsequente Fokus unseres Teams auf Lageroptimierung und operative Exzellenz hat es uns zudem ermöglicht, einen starken operativen Cashflow zu erwirtschaften.“
Getrieben wurde das Wachstum erneut von der Region Asien, die im sechsten Quartal in Folge ein zweistelliges Umsatzplus erzielte. Mit 3,17 Milliarden US-Dollar erreichte Avnet dort einen neuen Quartalsrekord, was einem Zuwachs von 16,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch gegenüber dem Vorquartal legten die Umsätze in Asien um 10,7 Prozent zu.
In der Region EMEA gelang Avnet die Rückkehr zu einem positiven Jahresvergleich: Die Umsätze stiegen um 8,3 Prozent auf 1,71 Milliarden US-Dollar. In den Americas verzeichnete der Distributor das zweite Quartal in Folge ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr (+4,9 Prozent auf 1,44 Milliarden US-Dollar).
Besonders dynamisch entwickelte sich erneut das Geschäft der Avnet-Tochter Farnell. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 23,6 Prozent auf 427 Millionen US-Dollar. Die operative Marge von Farnell verbesserte sich signifikant von 1,0 Prozent im Vorjahr auf 4,7 Prozent. Damit trug das Segment spürbar zur Ergebnisverbesserung des Gesamtkonzerns bei.
Auch im Kerngeschäft Electronic Components (EC) konnte Avnet zulegen: Der Segmentumsatz wuchs um 10,8 Prozent auf 5,89 Milliarden US-Dollar. Die operative Marge lag bei 3,2 Prozent und verbesserte sich sequenziell gegenüber dem Vorquartal.
Das operative Ergebnis (GAAP) belief sich im zweiten Quartal auf 146,2 Millionen US-Dollar, was zwar unter dem Vorjahreswert lag, jedoch sequenziell zulegte. Bereinigt stieg das operative Ergebnis um 7,7 Prozent auf 171,7 Millionen US-Dollar. Die bereinigte operative Marge erreichte 2,7 Prozent.
Positiv entwickelte sich auch der Cashflow: Avnet generierte 208 Millionen US-Dollar operativen Cashflow und reduzierte die Lagerbestände um 126 Millionen US-Dollar. Die durchschnittliche Lagerreichweite sank auf 86 Tage, im EC-Geschäft sogar auf unter 80 Tage. Gleichzeitig schüttete das Unternehmen 28 Millionen US-Dollar an Dividenden aus.
Für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 erwartet Avnet einen Umsatz zwischen 6,20 und 6,50 Milliarden US-Dollar, mit einem Mittelwert von 6,35 Milliarden US-Dollar. Das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie soll zwischen 1,20 und 1,30 US-Dollar liegen.
„Die aktuellen Trends stimmen uns zuversichtlich. Unser Ausblick auf das dritte Quartal deutet auf ein über dem saisonalen Durchschnitt liegendes sequenzielles Umsatzwachstum sowie auf weiter verbesserte Margen hin“, so Gallagher. Avnet rechnet mit weiterem Wachstum in den Americas und in EMEA sowie mit einem saisonal bedingt geringeren Umsatzrückgang in Asien im Zusammenhang mit dem chinesischen Neujahrsfest.
Die Zahlen unterstreichen, dass sich Avnet trotz weiterhin volatiler Marktbedingungen und geopolitischer Unsicherheiten stabil entwickelt. Insbesondere die starke Position in Asien, die operative Disziplin beim Lagerabbau sowie die deutliche Erholung von Farnell geben dem Konzern Rückenwind für die kommenden Quartale.