Neue Mitglieder und sieben neue Projekte

Eclipse Software Defined Vehicle Working Group wächst weiter

7. Juli 2022, 10:16 Uhr | Kathrin Veigel
Eclipse Foundation Software Defined Vehicle Working Group
Eclipse Software Defined Vehicle Working Group: Neue Projekte sind hinzukommen und weitere namhafte Unternehmen sind beigetreten.
© metamorworks/Adobe Stock

Europas führende Open-Source-Organisation gewinnt zahlreiche neue Mitglieder und Projekte, die auf die Entwicklung eines Ökosystems für das softwaredefinierte Fahrzeug abzielen.

Die Eclipse Foundation hat gerade sieben neue Projekte sowie einen deutlichen Anstieg der Mitgliederzahl der Software Defined Vehicle (SDV) Working Group bekanntgegeben. In nur wenigen Monaten hat die SDV Working Group ihre Mitgliederzahl um mehr als 30 Prozent auf 19 Mitglieder erhöht. Darunter befinden sich Unternehmen wie die VW-Tochter Cariad, Eteration, FutureWei, NXP und Toyota.

Dem Code-First-Ansatz folgend, konzentrieren sich die SDV-Projekte auf die Entwicklung des ersten branchenspezifischen Open-Source-Software-Stacks und der entsprechenden Werkzeuge für die Kernfunktionen einer neuen Fahrzeugklasse. Die SDV Working Group ist davon überzeugt, dass sich dieser Ansatz deutlich schneller auf die Branche auswirken wird. Die neuen Projekte von Unternehmen wie Bosch, Microsoft, Continental, ZF, Cariad, Accenture und Eteration stellen ihre Software bereits jedem Unternehmen zur Verfügung, das sie für die eigene Fahrzeugentwicklung nutzen möchte.

Um diesen Wandel hin zu softwaredefinierten Fahrzeugen zu unterstützen, arbeiten wichtige Akteure aus der Technologieszene und der Automobilindustrie gemeinsam an der Entwicklung eines Open-Source-Runtime-Stacks für Fahrzeuganwendungen, an cloudbasierten Fahrzeugabläufen sowie an hochintegrierten Entwicklungs-Toolchains. Die Open-Source-Initiative für softwaredefinierte Fahrzeuge zielt darauf ab, nutzbaren Open-Source-Code für fahrzeuginterne Software langfristig für alle Fahrzeugmodelle, Produktlinien, Marken und Organisationen bereitzustellen.

Auf diese Weise lassen sich die Innovations- und Produktionsgeschwindigkeit sowie die Fähigkeit zur Produktionsskalierung von softwarezentrierten Fahrzeugen deutlich steigern. Darüber hinaus soll dieser Ansatz die Komplexität der Entwicklung neuer Fahrzeuge erheblich reduzieren und gleichzeitig die Effizienz steigern. Letztlich sollen die Akteure der Branche davon profitieren, indem sie sich auf Innovationen konzentrieren können, während sie bei den nicht differenzierenden Elementen wie Echtzeitbetriebssystemen, bestimmten Komponenten der Middleware-Schichten oder Kommunikationsprotokollen Zeit und Kosten sparen.


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