NXP hat das Framework eIQ für Agentic AI vorgestellt, das autonome agentische Intelligenz direkt in Edge-Geräten ermöglicht und die Edge-KI-Plattform von NXP um eine weitere zentrale Säule ergänzt.
Das neue Framework vereinfacht und beschleunigt das Erstellen, die Orchestrierung und die Bereitstellung agentischer KI-Lösungen für erfahrene ebenso wie für junge Entwickler. In Kombination mit NXPs sicherer Edge-KI-Hardware bietet das eIQ Agentic AI Framework eine Grundlage, um optimierte, sichere und autonome KI-Systeme an der Edge schnell zu prototypisieren und zu implementieren.
Agentische KI gewinnt für Automatisierungslösungen zunehmend an Bedeutung. Das eIQ Agentic AI Framework zählt laut NXP zu den ersten Lösungen, die die Entwicklung agentischer KI in Edge-Geräten ermöglichen. Dabei zeichnet es sich durch geringe Latenz, integrierte Sicherheitsfunktionen und hohe Robustheit aus und unterstützt Unternehmen dabei, Innovationen schneller voranzubringen.
Das eIQ Agentic AI Framework wurde entwickelt, um typische Entwicklungsengpässe zu überwinden. Es unterstützt deterministische Entscheidungsfindung in Echtzeit sowie die Koordination mehrerer KI-Modelle. Auf dieser Basis können KI-Agenten direkt in Edge-Geräten autonome Entscheidungen treffen, ohne auf eine Cloud-Anbindung angewiesen zu sein. So sind Edge-basierte KI-Agenten in der Lage, bei sicherheitsrelevanten Risiken unmittelbar Fertigungsanlagen zu steuern, medizinisches Personal bei kritischen Zuständen zu alarmieren, Patientendaten in Echtzeit zu aktualisieren oder Heiz-, Lüftungs- und Klima-Systeme in Gebäuden autonom anzupassen, um Gefahren wie Brände zu mindern.
»Mit den neuen Funktionen für agentische KI, die das eIQ-Framework bereitstellt, bringt NXP mehr Autonomie in Edge-KI-Geräte und schafft damit einen zentralen Baustein für unsere langfristige Edge-KI-Vision«, erläutert Charles Dachs, Executive Vice President und General Manager, Secure Connected Edge. »Gleichzeitig stellen wir Entwicklerteams, unabhängig von ihrer Erfahrung, eine sichere, echtzeitfähige und hardwareoptimierte Softwareplattform zur Verfügung, mit der sich KI-gestützte Funktionen schnell auf neue Anwendungsfälle übertragen lassen. Das verkürzt die Zeit bis zur Markteinführung und reduziert den Entwicklungsaufwand deutlich.«
»Bei GE HealthCare liegt ein zentraler Fokus darauf, Klinikpersonal passende Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie mehr Zeit für die Patientenversorgung haben«, sagt Jeff Caron, Chief Digital & Technology Officer, Patient Care Solutions von GE HealthCare.
»Honeywell und NXP arbeiten zusammen, um leistungsstarke Rechenplattformen, Edge-Intelligenz und cybersichere Steuerung zu vereinen und so die Herausforderungen unserer Kunden in anspruchsvollen Betriebsumgebungen anzugehen«, sagt Suresh Venkatarayalu, Honeywell's Chief Technology Officer and President, Honeywell Connected Enterprise. »Mit der Fortsetzung unserer langjährigen Zusammenarbeit freuen wir uns darauf, die neue Generation von KI-Agenten und Tools von NXP zu nutzen. Damit wollen wir den Weg zu stärkeren autonomen und robusteren Systemen für Gebäudeanwendungen und weitere industrielle Einsatzbereiche beschleunigen.«
Mit dem eIQ-Framework für agentische KI können erfahrene Entwickler komplexe Multi-Agenten-Workflows nahtlos in bestehende Toolchains integrieren. Gleichzeitig ermöglicht das Framework weniger erfahrenen Entwicklungsteams, funktionsfähige, Edge-native agentische Systeme schnell umzusetzen, und zwar ohne tiefgehende technische Vorkenntnisse. Zudem lassen sich Cloud-skalierte Modelle unkompliziert auf eine deterministische Ausführung mit geringer Latenz in der Edge übertragen.
Darüber hinaus unterstützt das eIQ Agentic AI Framework die Anwendungsprozessoren der Familien i.MX 8 und i.MX 9 sowie die Ara Discrete Neural Processing Units (NPUs) und ermöglicht damit skalierbare agentische Workflows. Entwickler können mehrstufige KI-Agenten-Workflows zügig in On-Device-Edge-KI-Deployments überführen. Das Framework orientiert sich an offenen agentischen Standards wie A2A (Agent-to-Agent) und dem Model Context Protocol (MCP) und erleichtert so das Onboarding sowie den schnellen Aufbau agentischer On-Device-Pipelines.
Um die hohen Leistungsanforderungen moderner Edge-Anwendungen zu erfüllen, verbindet das eIQ Agentic AI Framework hardwareoptimierte Modellaufbereitung mit automatisierten Tuning-Workflows. Entwickler können so mehrere Modelle parallel ausführen, darunter Modelle für Bildverarbeitung, Audio, Zeitreihen und Steuerungsaufgaben, und dabei auch in ressourcenbeschränkten Umgebungen eine deterministische Performance aufrechterhalten. Eine intelligente Scheduling-Engine verteilt die Rechenlast gezielt auf CPU, NPU und integrierte Hardwarebeschleuniger. Dadurch können Wahrnehmungs-, Klassifizierungs- und Entscheidungsaufgaben gleichzeitig ablaufen. Diese Fähigkeit ist eine zentrale Voraussetzung für Anwendungen in der Robotik, der industriellen Automatisierung, in intelligenten Gebäuden, im Transportwesen sowie in weiteren Echtzeitsystemen.
KI-Lösungen eröffnen neue Möglichkeiten für Angreifer, Schaden zu verursachen. Deshalb muss Sicherheit von Anfang an und über alle Ebenen hinweg mitgedacht werden. NXP hat das eIQ Agentic AI Framework von Beginn an mit einem klaren Fokus auf Sicherheit konzipiert; es wird Funktionen umfassen, die unter anderem Prompt-Injection-Angriffe, manipulierte Eingaben, Model-Spoofing und weitere Bedrohungen verhindern. Diese softwareseitigen Sicherheitsfunktionen greifen nahtlos mit den Sicherheitsmerkmalen der Edge-Intelligence-Hardware von NXP zusammen. Dazu zählen unter anderem Secure Boot, Laufzeitisolierung sowie eine hardwarebasierte Root of Trust. Auf dieser Basis ermöglicht NXP die sichere Bereitstellung von KI-Anwendungen überall dort, wo Datenintegrität, Sicherheit und Robustheit eine zentrale Rolle spielen.
NXP hat zudem den neuen eIQ AI Hub vorgestellt, eine cloudbasierte Entwicklerplattform, die direkten Zugriff auf Werkzeuge für die Edge-KI-Entwicklung bietet. Entwicklungsteams können damit schneller Prototypen bereitstellen, weil ihnen die neuesten Tools und Funktionen sofort zur Verfügung stehen. Dazu gehört auch die Möglichkeit, KI-Anwendungen auf per Cloud angebundenen Hardware-Boards bereitzustellen und reale Leistungsdaten bei gleichzeitiger Option zur lokalen Bereitstellung zu erfassen. Erfahrene Entwickler profitieren von effizienten Konvertierungs- und Performance-Tuning-Pipelines, während weniger erfahrene Teams auf automatisierte Workflows zurückgreifen können, die die einzelnen Entwicklungsschritte deutlich vereinfachen.
Das vollständige Tool-Portfolio, darunter eIQ Time Series Studio, eIQ GenAI Flow und das eIQ Agentic AI Framework, sowie das erweiterte, modular aufgebaute eIQ AI Toolkit stehen über den eIQ AI Hub in der Cloud zur Verfügung oder lassen sich für die lokale Nutzung herunterladen. Dieser modulare Ansatz ermöglicht es Entwicklungsteams, ihre KI-Entwicklungsumgebung und Workflows individuell zusammenzustellen, die Integration zu vereinfachen und softwarebedingten Mehraufwand zu reduzieren. Weitere Informationen zum eIQ-Framework für agentische KI, zum eIQ AI Hub sowie zum eIQ AI Toolkit sind unter www.nxp.com/eIQ zu finden.
NXP auf der embedded world 2026: Halle 4A, Stand 222; Halle 3A, Stand 128