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Oszilloskope in der Elektromechanik

Steckverbinder-Kontaktunterbrechungen untersuchen

24. Februar 2021, 14:25 Uhr   |  Nicole Wörner

Steckverbinder-Kontaktunterbrechungen untersuchen
© Yokogawa

Das DLM5000 von Yokogawa erfasst die Unterbrechungen, die nicht mit den Akzeptanzkriterien übereinstimmen und bietet Möglichkeiten für die weiterführende Analyse der Daten.

Wenn sich eine Steckverbindung löst, kann das in vielen Bereichen zu Problemen führen. Aus diesem Grund werden Steckverbinder auf Kontaktunterbrechungen getestet – zum Beispiel mit einem Oszilloskop. Doch worauf kommt es dabei an?

Von Anna Krone, Business Development Manager von Yokogawa Deutschland

Der Qualitätssicherung von Steckverbindern kommt gerade im Automotive-Bereich eine hohe Bedeutung zu. Schließlich dürfen z.B. im Fahrzeug trotz der häufigen Temperaturwechsel und der starken Vibrationen keine Kontaktunterbrechungen auftreten. Um reale Einsatzbedingungen zu simulieren, werden die Stecker in einem normierten Prüfaufbau getestet – optional dazu auf einem Shaker und/oder in der Klimakammer.

Je nach Einsatzbereich des Steckverbinders gibt es unterschiedliche Prüfbedingungen. Eine dieser Bedingungen beschreibt, dass die Kontaktunterbrechung bei einem Widerstandswert von 7 Ohm nicht größer als 1 µs sein darf (s. Bild 1). 

Bild 1: Akzeptanzkriterien für die Kontaktunterbrechung
© Yokogawa

Bild 1: Akzeptanzkriterien für die Kontaktunterbrechung

Die Herausforderung bei dieser Prüfung ist einerseits die hohe Kanalzahl aufgrund der zu testenden Kontakte und andererseits die Trigger-Bedingung, die theoretisch einen ODER-Trigger auf allen Kanälen in Kombination eines Pulsbreiten-Triggers erfordert. Doch diese Trigger-Kombination ist in der Messtechnik schwer zu realisieren.

Es gibt aber Alternativen…

...Eine ähnliche Trigger-Kombination lässt sich nämlich bei der Oszilloskop-Serie DLM5000 von Yokogawa finden, die darüber hinaus bis zu acht analoge Kanäle aufweist und somit eine angemessene Anzahl von Messeingänge für die Steckverbinder-Prüfung bietet. Sind noch mehr Kanäle gewünscht, lässt sich die Kanalzahl über die optionale Synchronisations-Funktion auf bis zu 16 Kanäle erweitern.

Unter der Trigger-Funktion „Pattern“…

...lässt sich eine ODER-Verknüpfung über alle Kanäle und parallel dazu eine Kombination des Pulsbreiten-Triggers mit dem Kriterium „Mehr als“ aktivieren. Zuerst wird der Status (High / Low) der Signale geprüft und anschließend löst die Pulsbreite den Trigger aus, je nachdem, auf welchen der konfigurierten Kanäle eine Kontaktunterbrechung der gewünschten Pulsbreiten-Überschreitung erfolgte. Damit ist eine Erfassung von Kontakt-Unterbrechungen für mehrere Kontakte bzw. Kontakt-Chargen mit Pulsbreiten größer als 1 µs möglich.

Der große Vorteil…

...bei dieser Art von Prüfung und Triggerung ist der segmentierbare Speicher - der History-Speicher. Hier werden automatisch alle einzelnen Trigger-Erfassungen abgelegt, bis der große Gesamtspeicher voll ist. In diesem Beispiel lassen sich somit bis zu 10.000 Erfassungen ablegen und anschließend gesammelt abspeichern.

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2. Welche Analysen sind möglich?

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