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Mehr Speicher in neuer Scope-Rekorder-Serie

09. Februar 2021, 15:00 Uhr   |  Markus Haller

Mehr Speicher in neuer Scope-Rekorder-Serie
© Yokogawa

ScopeCorder DL950 mit 8 seitlichen Messmodul-Einschüben und 12,1 Zoll Touch-Display.

Die ScopeCorder-Serie DL950 wurde auf 8 GPunkte Speichertiefe und 200 MS/s Abtastrate erweitert. Ausgelegt sind sie für das Bereitstellen von vielen Messkanälen und lange Messdatenaufnahmen, wie sie u.a. die Automobilnorm LV124 vorschreibt.

Die typischen Anforderungen der Messtechnik schließen sich zum Teil aus. Daher haben sich drei Geräteklassen entwickelt: Oszilloskope für eine Signalerfassung mit hoher Abtastrate, Rekorder für eine lange Messdatenerfassung und Analysatoren für erweiterte Mathematikfunktionen. Die Scope-Rekorder bilden den Versuch, möglichst viele Funktionen dieser drei Geräteklassen in sich zu vereinen. Yokogawa entwickelt sie unter dem Markennamen ScopeCorder seit 24 Jahren und ist mit dem aktuellen Modell DL950 in der vierten Gerätegeneration angekommen.

Modulare Mess-Einschübe

Der DL950 soll den DL850E ablösen und wurde dazu bei Hardware, Bedienkonzept und Datenablage weiterentwickelt. Gleich geblieben ist das modulare Prinzip: Ein Gerät hat 8 Aufnahmen für insgesamt 21 verschiedene Eingangsmodule, die u.a. auf Temperatur-, Spannungs-, Strom-, Frequenzmessung ausgelegt sind. Möglich ist auch der Anschluss von DMS-Streifen, das Erfassen von RMS-Werten und die Dekodierung von CAN-, CAN-FD-, LIN- und SENT-Signalen. Nicht alle, aber einige der Einschübe des DL850E können auch im neuen DL950 verwendet werden.

Hardware

Zwei neue Module für 200 MS/s Abtastrate

Für den DL850E waren 19 Eingangsmodule verfügbar – für den DL950 kommen zwei neue Module hinzu. Ein 4-Kanal-Modul mit 16 bit Auflösung und 10 MS/s und ein 2-Kanal-Modul auf Glasfaserbasis mit 14 bit Auflösung und 200 MS/s. Durch den Wechsel auf Glasfaser sind die Kanäle stärker gegen Störeinstrahlung isoliert und die Übertragungsgeschwindigkeit erhöht sich deutlich.

Messmodule für den DL950: 21 verschiedene Messmodule mit 12, 14 und 16 Bit vertikaler Auflösung.
© Yokogawa

Messmodule für den DL950: 21 verschiedene Messmodule mit 12, 14 und 16 bit vertikaler Auflösung.

Erweiterter Speicher und mehr Messkanäle

Eine höhere Abtastrate solle auch mit einem größeren Gerätespeicher einhergehen, um die Aufzeichnungslänge nicht zu verkürzen. Als Standard ist im DL950 hier ein ACQ-Speicher mit 1 GPunkt integriert, der auf maximal 8 GPunkte erweitert werden kann, beim Vorgänger waren es 250 MPunkte und maximal 2 GPunkte. Die Erweiterung macht den ScopeCorder für normkonformes Testen interessant, wo zum Teil eine Mindestabtastrate und eine minimale Aufzeichnungslänge vorgeschrieben sind. Dazu zählt u.a. der zentrale Automobil-Teststandard für elektrische Komponenten LV124. Für Sommer 2021 ist eine Erweiterung um einen Flash-Speicher vorgesehen. Mit Flash-Speicher kann das Gerät direkt nach dem Messdurchgang abgeschaltet werden, ohne die Messdaten vorher zeitaufwendig in den SSD-Speicher schreiben zu müssen. 8 Messkanäle können bei einer Abtastrate von 20 MS/s in den Flash-Speicher schreiben, bei 16 fällt die Abtastrate auf 10 MS/s. Ein SDD-Streaming mit 2 MS/s bei einem Messkanal ist im aktuellen Modell bereits verfügbar.

Verglichen mit dem Vorgängermodell stellt der DL950 mehr Messkanäle bereit: Über das 4-Kanal-Modul lassen sich pro Gerät maximal 32 isolierte Messkanäle mit 10 MS/s nutzen, die sich über eine Synchronisierungsfunktion mit maximal 5 weiteren DL950-ScopeCordern auf 160 isolierte Kanäle erweitern lassen. Das obere Ende der Messkanäle stellen Temperaturmessungen dar. Hier kann ein 16-Kanal-Modul verwendet werden, sodass sich über Gerätesynchronisation maximal 640 Messkanäle erstellen lassen.

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