Schwerpunkte

Neue 8-Kanal-Oszilloskope von Keysight

In allen Belangen aufrüstbar

11. November 2020, 08:53 Uhr   |  Nicole Wörner

In allen Belangen aufrüstbar
© Keysight

Die neuen Scopes der Infiniium-EXR-Serie von Keysight ermöglichen es, mit Signalen höherer Bandbreite über mehr analoge und digitale Kanäle simultan zu arbeiten.

Vollständig aufrüstbar von vier bis acht analogen Kanälen, von 500 MHz bis 2,5 GHz und von 100 bis 400 MPunkten/Kanal sowie mit bis zu sieben Messgeräten in einem leichten Tischgerät - so präsentiert sich die neue Mixed-Signal-Oszilloskopserie Infiniium EXR von Keysight.

Mit den neuen Mixed-Signal-Oszilloskopen der Serie Infiniium EXR adressiert Keysight erneut den Trend hin zu Mehrkanalmessungen. Denn immer mehr Applikationen erfordern mehr als vier analoge Kanäle. Ensprechend bietet die neue Serie bis zu acht analoge Kanäle, die bei max. 2,5 GHz mit 16 unabhängigen digitalen Kanälen arbeiten – simultan. Damit lassen sich auch komplexe Signalwechselwirkungen überwachen und analysieren.

Die EXR-MSO-Serie nutzt ASICS der High-end-Oszilloskopserie Infiniium UXR und ist aktuell Keysights günstigste Windows-basierende Serie. 

Konkret in Spezifikationen ausgedrückt, präsentieren sich die acht in allen Belangen aufrüstbaren EXR-Modelle mit vier oder acht analogen Kanälen, 16 digitalen Kanälen (über einen Adapter anzuschließen), 500 MHz, 1 GHz, 2 GHz oder 2,5 GHz Bandbreite, 16 GSample/s Abtastrate, 100 (Standard) bis 400 MPunkte/Kanal Speichertiefe, 10 bit Auflösung (im High-Res-Mode 16 bit) und einer Update-Rate von über 200.000 wfm/s. Ebenfalls aufrüstbar: Speicher bis zu 1 Terabyte, 50-MHz-Arbitrary-Function-Generator, Protocol Decode/Trigger und Frequency Response Analysis.

Die ENOB-Zahl ist mit bis zu 9 angegeben doch die eigentliche Genauigkeit wird erst in Kombination mit dem niedrigen Rauschen von bis hinunter auf 43 µV deutlich. 

Wie auch die bereits bekannte MXR-Serie vereinen die Modelle der Infiniium-EXR-Serie sieben Geräte in sich: Oszilloskop, Digitalvoltmeter (DVM), Signalgenerator, Bode-Plotter, Zähler, Protokollanalysator und Logikanalysator. 

Die neuen MSOs haben einen hochauflösenden 15,6-Zoll-Full-HD-Touchscreen (Auflösung 1920 x 1080), auf dem Signaldetails klar erkennbar sind. Zudem bieten sie die Möglichkeit, den Bildschirm des Oszilloskops auf einen anderen Monitor zu duplizieren oder zu erweitern.

Für eine einfache Bedienung sorgt der hohe Automatisierungsgrad der Messungen. So automatisieren die Scopes beispielsweise komplexe Aufgaben wie die Charakterisierung und Messung von Stromversorgungen und decken dabei grundlegende und erweiterte Messungen und Analysen von Schaltverlusten, RDS(ON), Regelkreisverhalten, Wirkungsgrad, Einschwingverhalten, Einschaltstromstoß, Stromoberschwingungen und Verluste von Leistungstransistoren während eines Zyklus ab.

Praxisgerecht: Eine eingebaute Fehlersuchfunktion – der so genannte Fault Hunter – automatisiert die Erkennung seltener oder zufälliger Signalfehler. Dazu analysiert der Fault Hunter das normale Signal automatisch 30 Sekunden lang und setzt erweiterte Trigger ein, um Signalanomalien zu finden. Mit nur einem Knopfdruck startet die EXR-Serie automatisch die Suche nach Signalabweichungen der Bitübertragungsschicht. Das beschleunigt die Fehlersuche beim Design. 

Auch dem – gerade in Corona-Zeiten – steigenden Bedarf nach Fernzugriff und Offline-Arbeiten begegnet Keysight mit den neuen Geräten. Die Remote-Zusammenarbeit mit der Software PathWave Infiniium Offline Analysis ermöglicht es Entwicklerteams, auch nach Abschluss der eigentlichen Prüfstandsmessungen umfangreiche Analysen und Datenmanipulationen durchzuführen. 
 

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