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Rigol stellt neue Oszilloskop-Module vor

Bis zu 512 Kanäle kompakt verpackt

15. Februar 2021, 19:30 Uhr   |  Nicole Wörner

Bis zu 512 Kanäle kompakt verpackt
© Rigol

Die neuen Oszilloskop-Module von Rigol können sowohl als Laborgerät als auch integriert in ein Rack-System verwendet werden.

Rigols neue Halb-19“-1-HE-Oszilloskop-Einschübe der Serie DS8000-R bieten bis zu 2 GHz Bandbreite und dank zuverlässiger Synchronisation eine Vielzahl an Kanälen.

Rigol baut sein Ultra-Vision-II-Oszilloskop-Portfolio aus. Die Neuzugänge sind die kompakten Oszilloskop-Einschübe der Serie DS8000-R. Technisch basierend auf der High-end-Serie MSO8000 kommen die kaskadierbaren Halb-19“-1-HE-Oszilloskop-Module mit Bandbreiten von 350 MHz bis 2 GHz und einer maximalen Abtastrate von 10 GSample/s daher. Im Vergleich wurden die neuen Scopes jedoch mit einer neuen integrierten Messmethode mit Echtzeit-Augendiagramm und Jitter-Analyse-Software sowie der Darstellung des Jitter-Trends speziell für die digitale Analyse deutlich erweitert. 

Ein Grundmodul der neuen DS8000-R-Serie hat vier analoge Eingangskanäle, einen externen Trigger-Eingang und einen 25-MHz-Arbiträr-Generator-Ausgang. Werden mehr als vier Kanäle benötigt, lassen sich mit einem Synchronisationsmodul mehre Einschübe zu einem Multifunktionsmessgerät mit bis zu 512 analogen Eingangskanälen kaskadieren. Dieses kann über die optische 10-GB-Schnittstelle 10GE SFP+ an einen Netzwerkrouter angebunden werden. Somit kann der Anwender die Daten mit einer hohen Geschwindigkeit auf dem PC übertragen. 

Ein integriertes Voltmeter, Frequenzzähler und ein optionaler Zweikanal-Arbiträr-Funktionsgenerator runden den Messumfang ab und machen aus den neuen Oszilloskop-Modulen ein 7-in-1-Messgerät. 

Rigol bietet sämtliche Erweiterungen – wie höhere Bandbreiten, serielle Dekodierung und die 1-Kanal-Arb-Generator-Funktion – per Software-Upgrade an. 

Für die Erfassung und Verarbeitung großer Datenmengen steht für alle Kanäle eine Speichertiefe von 500 MPts zur Verfügung. Die Signalerfassungsrate von bis zu 600.000 Wfms/s ermöglicht die Erfassung sehr schneller Fehlerimpulse. Die Echtzeit-Aufzeichnung und Wiedergabe von Signalen ist mit bis zu 450.000 Frames möglich. Auch diese Gerätevariation bietet für die Frequenzanalyse den Einsatz einer hochauflösenden FFT mit 1 Mio. Abtastwerten an. 

Trigger-, Mathematik- und Darstellmöglichkeiten (erweiterte FFT von 1 Mio. Punkten, Masken-Test und Power-Analyse) sind wie alle üblichen seriellen Bus-Protokoll-Analyse- und Triggerfunktionen erhältlich. Schnittstellen wie USB-Host, USB-Device, HDMI, LAN, und USB-GPIB (Adapter) sind ebenfalls verfügbar. 

Mit ULTRADAQ LITE bietet RIGOL auch eine Datenerfassungssoftware für den PC an. Dafür gibt es auf der Rigol-Homepage ein Open-Source-Software-Entwickler-Kit (SDK), das Kunden nach ihren Anforderungen abändern können. Aktive und passive Tastköpfe, Hochspannungstastköpfe und 19-Zoll-Einbaurahmen, Softwaretreiber für bekannte Pakete und Hochsprachen und ein Web Remote Control stehen ebenfalls zur Verfügung. 

UltraVision II

Der Kern der UltraVision-II-Architektur ist der Phoenix-Chip-Set mit zwei eigenentwickelten ASICs, die das analoge Front-end bilden und die Signal-Processing-Performance liefern. Diese Chips sind umgeben von einem Xilinx Zync-7000-SoC, Dual-Core ARM-9-Prozessoren, dem Linux +Qt-Betriebssystem, einem High-Speed-DDR-Systemspeicher und einem QDRII-Display-Speicher. 
 

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