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»Kein Totalausverkauf«


Fortsetzung des Artikels von Teil 3

Zukunft von Globalfoundries ist rosig

Woran denken Sie konkret?

Patton: Wir investieren natürlich weiterhin in die Entwicklung von neuen Features und Möglichkeiten für unsere bestehenden FinFET-Technologien, insbesondere in die 12-nm-FinFET-Technologie. Dazu zählen embedded Memory oder HF-Integration. FD-SOI bleibt auch weiterhin eine sehr entscheidende Technologie für uns. Ich denke, wir haben bezüglich FD-SOI das beste Portfolio, das Foundries derzeit anbieten können. Außerdem sind unsere Analog/Mixed-Signal- und Power-Technologie sowie Silicon Photonics weitere Differenzierungsmerkmale.

Silicon Photonics ist eine interessante Technik, aber steckt sie nicht noch in den Kinderschuhen?

Patton: Nicht für uns. Es gibt viele Netzwerkanwendungen, die auf diese Technik setzen. Wir haben hier einige wichtige Design-Wins erzielt. Viel Know-how in dieser Technologie kam durch die IBM-Übernahme, das heißt, dass wir hier jetzt über viel Erfahrung verfügen und das bezieht sich nicht nur auf den Wafer, sondern auch auf die Gehäusetechnologie. Hier spielte Fishkill auch eine wichtige Rolle.

Also ist die Zukunft von Globalfoundries rosig, genügend Geld für die richtigen Technologien, genügend Kapazitäten und genügend Kunden?

Patton: Ja, wir haben nach der Restrukturierung noch drei große 300-mm-Fabriken, eine in Singapur, eine in Dresden und eine in Malta. Alle drei haben ein starkes, sich ergänzendes Technologieportfolio und alle sind noch ausbaufähig.

Sie haben lange selbst in East Fishkill gearbeitet, gar keine Wehmut?

Patton: Nein, denn mit dem Verkauf ist die Zukunft der dortigen Mitarbeiter gesichert.

Für On war das natürlich auch eine Super-Chance, eine 300-mm-Fab für so wenig Geld zu bekommen.

Patton: In der Tat, und sie können die Fab ganz anders nutzen als wir. Wir haben dort mit Prozessen gefertigt, die 50 Maskenlagen verlangen, On braucht für seine Produkte weniger als 10 Lagen. Das heißt, sie können die Kapazität um einen deutlichen Faktor erhöhen. Fishkill ist für On also eine High-Volume-Fab, für uns war sie letzten Endes ein zu kleiner Produktionsstandort.

Das dürfte für On auch nicht so einfach sein, diese Fab zu füllen.

Patton: Deshalb auch der Vertrag, der vorsieht, dass die Fab erst in 3,5 Jahren endgültig an On geht. Damit hat On Zeit, die Produkt-Pipeline in die Fab zu füllen, und wir haben Zeit, unsere Technologien zu transferieren. Das ist auch für uns wichtig, denn unsere Kunden müssen sicher sein, dass sie ihre Produkte auch weiterhin bekommen. Wir haben heute genügend Kapazitäten und wir haben sogar noch Platz in den bestehenden Werken, sodass wir in der Lage sind, unseren Umsatz um ein Drittel zu erhöhen, ohne neue Reinräume zu bauen.

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