Umsatz und Auftragseingang stiegen im dritten Quartal 2025, die Lage in der Branche bleibt jedoch uneinheitlich, wie die Quartalsumfrage des AMA Verbands ergibt.
Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik hat die Ergebnisse seiner Quartalsumfrage unter rund 450 Mitgliedsunternehmen veröffentlicht. Demnach verbesserte sich die Geschäftslage der Branche im dritten Quartal 2025 spürbar. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorquartal um sieben Prozent und lag sechs Prozent über dem Niveau des dritten Quartals 2024. Auch der Auftragseingang legte im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 um sieben Prozent zu. Mit einem Book-to-Bill-Verhältnis von 1,02 verzeichnete die Branche einen leichten Nachfrageüberhang.
Für das vierte Quartal 2025 erwarten die befragten Unternehmen einen weiteren Umsatzanstieg von drei Prozent. Damit setzt sich der Aufwärtstrend fort, allerdings mit geringerer Dynamik. Nach Einschätzung des Verbands deutet dies auf eine Stabilisierung hin, ohne dass bereits von einer breiten Erholung gesprochen werden kann.
„Die Zahlen des dritten Quartals 2025 zeigen eine Stabilisierung und erste Wachstumsimpulse“, erklärt Philipp Gutmann, Geschäftsführer des AMA Verbandes. „Der Ausblick auf das vierte Quartal bestätigt, dass sich die Branche teilweise erholt, für andere Mitglieder bleibt die Lage angespannt.“
Trotz der positiven Entwicklung meldeten elf Prozent der Mitgliedsunternehmen im dritten Quartal Kurzarbeit. Dies verdeutlicht laut Verband die weiterhin heterogene wirtschaftliche Situation innerhalb der Sensorik- und Messtechnik sowie die anhaltenden Nachfrageschwächen in einzelnen Marktsegmenten.
„Kurzarbeit und Wachstum existieren derzeit nebeneinander“, so Gutmann weiter. „Das zeigt, wie differenziert die Lage in der Sensorik und Messtechnik zu bewerten ist. Entscheidend wird sein, ob sich die Nachfrage in den Anwenderindustrien im weiteren Verlauf nachhaltig belebt.“
Ein weiterer Schwerpunkt der Umfrage liegt auf dem Thema IT-Sicherheit. Vor dem Hintergrund des BSI-Lageberichts zur IT-Sicherheit vom November 2025 geben 77 Prozent der befragten Unternehmen an, IT-Sicherheit systematisch zu adressieren, etwa durch regelmäßige Updates, definierte Prozesse und klare Zuständigkeiten. Weitere 15 Prozent befassen sich anlassbezogen mit dem Thema. Fünf Prozent sehen IT-Sicherheit derzeit nicht als relevant an; kein Unternehmen gab an, den Handlungsbedarf erkannt, aber noch nicht mit Maßnahmen begonnen zu haben.
„Die Ergebnisse zeigen, dass IT-Sicherheit in der Sensorik und Messtechnik angekommen ist, gleichzeitig bleibt Cyberresilienz eine Daueraufgabe, insbesondere angesichts zunehmender Vernetzung und digitaler Wertschöpfungsketten“, sagt Gutmann.
Insgesamt blickt die Branche mit verhaltener Zuversicht auf die nächsten Monate. Treiber wie Automatisierung, Künstliche Intelligenz und nachhaltige Produktionsprozesse stärken die langfristigen Perspektiven. Mit einem Exportanteil von rund 48 Prozent bleibt die Sensorik- und Messtechnik jedoch weiterhin stark von stabilen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen abhängig.