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NAND-Flash-ICs

Erneuter Rekordumsatz im dritten Quartal

Die Rangfolge der größten Hersteller von NAND-Flash-ICs im dritten Quartal 2021.
Die Rangfolge der größten Hersteller von NAND-Flash-ICs im dritten Quartal 2021.
© Trendforce

Der Umsatz mit NAND-Flash-ICs wuchs im dritten Quartal 2021 um 15 Prozent auf 18,8 Mrd. Dollar – wegen starker Nachfrage und steigender ASPs.


Für das starke Wachstum im dritten Quartal sorgte der starke Bedarf aus den Sektoren Datacenter und Smartphones. Insgesamt stieg die Zahl der ausgelieferten Bits im dritten Quartal gegenüber dem zweiten Quartal 2021 um 11 Prozent. In der Gleichen Zeit kletterte der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) um 4 Prozent. Beides führte zu der Umsatzsteigerung um 15 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 18,8 Mrd. Dollar.  

Wie die Analysten von Trendforce ermittelt haben, kam die Nachfrage vor allem von Seiten der Hyperscaler und Unternehmen. Seit dem zweiten Quartal 2021 kaufen die Anwender von NAND-Flash-ICs verstärkt zu, weil sie Produkte auf Basis neuer Prozessor-Plattformen installieren wollen. Die Smartphone-Hersteller benötigen ebenfalls mehr NAND-Flash-ICs, weil sie gegen Ende des Jahres ihre neuen High-End-Geräte auf den Markt bringen.

Allerdings leiden viele Anwender von NAND-Flash-ICs an der allgemeinen Chip-Knappheit: Die Foundries arbeiten weiterhin an ihren Kapazitätsgrenzen, und können nicht so viele Chips fertigen, wie eigentlich gebracht würden. Gemessen daran herrscht im NAND-Flash-IC-Sektor geradezu Überfluss. Deshalb haben sich die Lagerbestände an NAND-Flash-ICs der OEMs und ODMs und die der übrigen äußerst knappen Schlüsselkomponenten entgegengesetzt entwickelt. Nun reduzieren sie sowohl die NAND-Lagerbestände als auch die Bestellungen für NAND-ICs. Diese Lagerbestandskorrekturen dazu führen dazu, dass die Vertragspreise für neue NAND-ICs im vierten Quartal fallen werden und der über mehrere Quartale anhaltende starke Preisanstieg erst einmal beendet sein wird.

Samsung

Im dritten Quartal 2021 hatte auf dem NAND-Flash-IC-Markt noch Knappheit geherrscht, was den ASP von Samsung um 10 Prozent nach oben trieb. Obwohl die Zahl der ausgelieferten Bits nur um 5 Prozent kletterte, konnte Samsung deshalb den Umsatz um 16,5 Prozent auf 6,51 Mrd. Dollar steigern.

Kioxia

Kioxia profitierte von den starken Auftragseingängen von Seiten der Hyperscaler und der Smartphone-Hersteller und konnte die Zahl der ausgelieferten Bits im dritten Quartal um 15 Prozent steigern. Der ASP kletterte um 4 Prozent. Insgesamt sprang der Umsatz um 20,8 Prozent auf 3,64 Mrd. Dollar – der bisher größte Umsatzzuwachs für Kioxia in einem Quartal.

SK Hynix

SK Hynix kann sich unter den NAND-Flash-IC-Herstellern über den größten Bit-Zuwachs im dritten Quartal freuen: Um 20 Prozent sprang er nach oben. Der ASP zog um 5 Prozent an, so dass SK Hynix auf einen Umsatz von 2,54 Mrd. Dollar kommt, 25,6 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2021.

Western Digital

Obwohl die OEMs ihre Aufträge für SDDs wegen der Störungen in den Lieferketten herunterfuhren und auch die Nachfrage aus dem Retail-Sektor schwach war, konnte Western Digital den Bit-Ausstoß um 8 Prozent steigern, was vor allem an den SSDs für Datenzentren und für Smartphones lag. Allerdings fiel der ASP um 3 Prozent, so dass Umsatz von Western Digital um 2,9 Prozent auf 2,49 Mrd. Dollar zulegte.  

Micron

Nach den Beobachtungen von Trendforce setzen die Kunden aus dem Datencenter-Segment die 176-Layer-NAND-Flash-ICs von Micron zunehmend ein. Doch würde der Anteil von Micron im Smartphone-Markt hinter denen der Wettbewerber liegen. Dazu kommt die Schwäche des PC-OEM-Marktes. Deshalb konnte Micron gemessen in Bit nur relativ leicht um 4 Prozent zulegen. Dafür profitierte das Unternehmen von der Knappheit der NAND-ICs für den Einsatz in Servern, so dass der ASP um 5 Prozent kletterte. Unter dem Strich steht für Micron ein Umsatzplus von 8,8 Prozent auf 1,97 Mrd. Dollar.

Intel

Intel hat den ASP im dritten Quartal 2021 um 6 Prozent gesteigert. Doch litten die Kunden darunter, dass Intel weitere wichtige Komponenten nicht in ausreichendem Maße liefern konnte. Das schlug auf die gelieferten NAND-Flash-Bits durch: Ihre Zahl ging im dritten Quartal um 5 Prozent zurück. Deshalb stieg der Umsatz Intels mit den NAND-Flash-ICs nur um magere 0,6 Prozent auf 1,11 Mrd. Dollar (unter Ausschluss der Optane-SSDs).

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