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Speicher-IC-Markt 2022

Überangebot und fallende Preise

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2022 wird der Speicher-IC-Markt in Bit um 18,6 Prozent wachsen – und von der Knappheit heraus in eine Phase des Überangebots übergehen. Fallende ASPs sind die Folge.

Im Sektor der DRAMs sehen die Marktforscher von Trendforce zwei Ursachen dafür: Erstens säßen die DRAM-IC-Anwender bereits auf einem relativ hohen Lagerbestand. Zweitens werde der Bedarf 2022 nur um 17,1 Prozent zulegen. Deshalb werde der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) der DRAMs im kommenden Jahr um 15 Prozent fallen. Auf den Umsatz werde dies keine großen Auswirkungen haben: Er werde 91,54 Mrd. Dollar erreichen, was einem ganz leichten Plus von 0,3 Prozent entspräche. Die größten Preisrückgänge würden im ersten Halbjahr zu verzeichnen sein. In der zweiten Jahreshälfte 2022 dürfte dann die stärkere Marktdurchdringung der DDR5-Typen und das Jahresendgeschäft die ASPs kaum mehr absinken lassen. TrendForce schließt die Möglichkeit nicht aus, dass unter dem Strich am Ende von 2022 sogar ein Wachstum der ASPs stehen könnte.

Der Umsatz im NAND-Flash-Markt wird laut Trendforce 2022 um 7,4 Prozent auf 74.19 Mrd. Dollar zulegen. Gemessen in Bit werden die NAND-ICs um nicht weniger als 31,8 Prozent in die Höhe schnellen, weil die Hersteller darum wetteifern, immer mehr Layers übereinander zu stapeln. Dem stünde ein um 30,8 Prozent steigender Bedarf gegenüber. Daher werde der ASP voraussichtlich um 18 Prozent fallen. Außerdem würden die führenden NAND-IC-Hersteller im harten Wettbewerb untereinander stehen, so dass der Preisrückgang deutlicher als bei den DRAMs ausfallen werde.  

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