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Matlab Expo 2017

Der gepflegte Werkzeugkasten


Fortsetzung des Artikels von Teil 3

Implementierung für höhere Abstraktion

Die Nutzerschnittstelle (HMI) wird sicherlich ein ganz zentrales Thema?

Bei uns beschäftigt sich eine ganze Abteilung ausschließlich mit der Usability unserer Produkte, die Experimente mit Nutzern und auch Ingenieuren aus meinem Team durchführt. Was passiert, wenn ein Nutzer ein neues HMI nutzt. Die Teilnehmer müssen alles dabei Gedachte beschreiben, z.B. "Ich suche nach". Aus solchen Informationen leiten die Entwickler das zweckmäßige HMI ab. So hat sich auf der Simulink-Oberfläche in den letzten Jahren einiges getan: Das System verfolgt die Nutzerhandlungen und gibt Aktionsvorschläge. Früher musste jede Linie einzeln gezogen werden, Verbindungen werden heutzutage vorgeschlagen. Das sind winzige Dinge, welche die Arbeit aber deutlich erleichtern.

HMI war auch im Hirsch-Vortrag ein Thema – bei dem  Kundenbeispiel zum maschinellen Lernen an einer Produktionsanlage. Bei diesem Projekt wurde das HMI direkt für die Nutzer an der Maschine entwickelt.

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Ok. Weiterfahren.
Eine auf Matlab basierende Mensch-Maschine-Schnittstelle (HMI)…
© Mathworks
Achtung! Abstellen nach 3200 Metern.
...mit der Maschinenbediener Warnungen zu potenziellen Ausfällen erhalten können, bevor sie auftreten.
© Mathworks

Was ist neu in Matlab / Simulink 2017?

Wir arbeiten an sehr vielen Fronten, aber autonome Systeme stellen ein Fokusfeld dar. Dass wir spezifische Unterstützung für autonome Anwendungen liefern, ist eine wesentliche Entwicklung. Ein Ziel ist die moderne Auswertung großer Datenmengen. Wirklich derart, dass der Informationsgehalt optimiert auszulesen ist. Machine Learning und Deep Learning soll so einfach ermöglicht werden, dass kein Informatikstudium zum Ansprechen spezieller Hardware notwendig ist. Jeder Ingenieur aus der Applikation soll das benutzen können.

Welches werden die nächsten Entwicklungsschritte?

Die Implementierungen z.B. auf embedded Systemen oder anderer Zielhardware sind weiterhin ein wichtiges Thema. Damit man überhaupt auf einer höheren Abstraktionsebene arbeiten kann, muss der Weg zur Implementierung auch aktuelle Hardware performant unterstützen. Code Generierung gibt es schon sehr lange, aber auch da sind immer neue Stufen gefordert.

Herr Dr. Ritt, vielen Dank für das angenehme Gespräch!

Das Interview führte Dr. Constantin Tomaras im Ressort Embedded Software.


  1. Der gepflegte Werkzeugkasten
  2. Werkzeugkasten der Automatisierung?
  3. Geeignete Sprachen kombinieren!
  4. Implementierung für höhere Abstraktion

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