Matlab Expo 2017

Der gepflegte Werkzeugkasten

5. September 2017, 12:42 Uhr | Constantin Tomaras

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Werkzeugkasten der Automatisierung?

Ein derart umfangreicher Werkzeugkasten muss auch gut geordnet sein. Wie erleichtert Mathworks den jeweiligen Zielgruppen den Einstieg in die Materie?

Es bedeutet sicherlich ein Spannungsfeld, generische Aufgabenstellungen im technischen Rechnen zu lösen und gleichzeitig spezifisch genug zu sein, um dabei konkrete Unterstützung zu liefern. Letztendlich versuchen wir über Namen einen Anwenderbezug herzustellen, damit die Auswahl leichter fällt. Die Namensgebung erfolgt im Austausch mit den Nutzern, z.B. auf Events wie dem heutigen, oder oft auch in Diskussionen im Netz. Letztendlich liefern wir für eine Vielzahl von Aufgabenstellungen bereits Beispiele, die in die richtige Richtung gehen.

Unser Ziel: Ein Nutzer soll niemals auf dem weißen Blatt beginnen. Es existiert ein großer Schatz von Beispielen in der Anwender-Community, der eben diesen Start erleichtert. Unterschiedliche Anwender starten zwar mit verschiedenen Aufgabenstellungen, können aber Beispiele anpassen, und erleben so nie einen referenzlosen Start. Unsere Community ist breit gefächert, von Schule über Studium hinweg bis in die industrielle Anwendung.

Warum sollte man in der Automatisierung auf Mathworks setzen? Wo liegen Unterschiede zu offenen Programmiersprachen und Mitbewerberlösungen?

Letztendlich liegt an dieser Stelle kein Unterschied zwischen klassischen Anwendungen und autonomen Systemen. Diese unterschiedlichen Welten, der kommerziellen und freiverfügbaren Quellen leben seit Zeiten nebeneinander, beide Seiten haben ihre Berechtigung. Für die Industrieanwender bedeuten Lizenzkosten eine wichtige Komponente, aber allein danach kann man es nicht entscheiden.

Eine wesentliche Frage: Welche Arbeitsweise ist effizienter? Für Industrieanwender steht diese Frage sehr oft an Stelle 1, hier wird nicht nach Lizensierungsmodell entschieden. Dann ist wirklich die entscheidende Frage: Auf welchem Niveau gehe ich ein Problem an. In einer generischen Programmiersprache kann natürlich jedes Problem gelöst werden, aber mit wenig spezifischer Unterstützung. Diese Unterstützung dagegen ist unser Fokus. Wir unterstützen industrielle Anwendungen spezifisch. Ein weiterer Aspekt ist die Pflege des Werkzeugkastens, je nach Arbeitsweise ergeben sich bei Open Source hier Effizienzfragen.

Bei der Entwicklung von autonomen Systemen geht es z.B. um zwei Themenfelder: Programmieren des autonomen Systems und die anschließende Verifikation.

Letzteres kann einen komplizierten und aufwendigen Prozess bedeuten, der neue Konzepte erfordert. Viele Werkzeuge rein praktischer Natur sind zu entwickeln. Lernende Maschinen müssen externe Informationen erhalten. Beispielsweise bei Bildinhalten gestaltet sich das unheimlich aufwendig. Deshalb haben wir in Matlab ein Werkzeug integriert, welches sich diesem Problem annimmt. Viele Entwickler möchten diese Last nicht selbst tragen, deshalb entlasten wir sie an dieser Stelle mit diesem Tool.

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