5G, 6G & Co. im Jahr 2026 und 2031

Die Konnektivität der Zukunft - das erwartet uns

12. Januar 2022, 16:36 Uhr | Kailash Narayanan, Keysight Technologies

Fortsetzung des Artikels von Teil 1

Die Zukunft: Was erwartet uns 2026? Und was 2031?

Blick in die Zukunft: 2026

Die seit langem bestehende Vorstellung, dass alle und alles miteinander verbunden sind, kann Verbrauchern, Unternehmen und Behörden viele Vorteile bieten. Die Erwartungen entwickeln sich ständig weiter, weil immer mehr Anwender, Geräte und Anwendungsfälle die bestmögliche Quality of Service voraussetzen.

Diese Erwartungen betreffen vor allem eine zuverlässige, allgegenwärtige und nahtlose Konnektivität. 5G wird dies ermöglichen und dürfte bis 2026 für 60 Prozent der Weltbevölkerung verfügbar sein. Ericsson geht davon aus, dass die Zahl der 5G-Teilnehmer auf mehr als drei Milliarden ansteigen wird, und einige Prognosen sagen voraus, dass bis dahin mehr als 50 Prozent des gesamten mobilen Datenverkehrs über 5G-Netze abgewickelt werden. Dies beruht zum Teil auf einer wachsenden Anzahl von Möglichkeiten:

•         Mobiles Cloud-Gaming, das mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 41 % wachsen soll

•         Neue industrielle Anwendungsbereiche, die bis 2028 ein Geschäft von einer Billion Dollar sein könnten

•         Vernetzter Verkehr, der für autonome Fahrzeuge entscheidend ist

•         Nicht-terrestrische Netzwerke, die zum Teil auf Konstellationen von Satelliten in einer niedrigen Erdumlaufbahn (Low-Earth-Orbit, LEO) basieren

•         Bis zu sechs Milliarden IoT-Mobilfunkverbindungen, davon die Hälfte für „einsatzkritisches IoT“.

Das Wachstum könnte von der nächsten „Killer-App“ ausgehen, aber auch in Bereichen wie neuen Diensten für den Einzelhandel und industriellen Anwendungen, einschließlich privater Netze, dürften sich bedeutende Chancen ergeben. Es könnten sich auch Möglichkeiten zur Schaffung lukrativer neuer Marktplätze ergeben, die sich bisher niemand vorstellen konnte.

Blick in die Zukunft: 2031

Bis 2031 werden die ersten Netzwerke für 6G anlaufen: die Konvergenz der physischen, digitalen und menschlichen Welt durch Anwendungen, Datenverarbeitung und Kommunikation. Einige haben diese neue Ebene der Interaktion als „Internet of Everything“ bezeichnet.

Ein Hauptmerkmal wird die Koexistenz und nahtlose Integration heterogener Funkzugangstechnologien sein, die weit über das hinausgehen, was heute möglich ist. 6G-Anwendungen werden auch den Bedarf an höheren Datenraten vorantreiben. Dies erfordert die Nutzung des Spektrums oberhalb von 100 GHz mit Bandbreiten im Multi-Gigahertz-Bereich sowie eine noch stärkere Nutzung der Bänder unterhalb von 100 GHz. Spektrale Effizienz, Energieeffizienz und Signalform-Design werden dabei eine entscheidende Rolle spielen.

KI-gesteuertes Netzmanagement wird Flexibilität ermöglichen, und Time-Engineering wird nötig sein, um neue Anwendungen zu ermöglichen. Die 5G-Benchmarks für niedrige Latenzzeiten werden durch eine zeitliche Vorhersagbarkeit ergänzt, bei der der tatsächliche Zeitpunkt des Eintreffens von Daten (weder zu früh noch zu spät) genau bestimmt werden kann. Dies erfordert außergewöhnliche Fähigkeiten bei der Zeitsynchronisierung und der Routing-Steuerung.

Angesichts solch dramatischer Veränderungen in der Interaktion von Menschen, Maschinen und der vernetzten Welt müssen Vertrauen und Sicherheit von Anfang an mitgedacht werden. Die Folgen von Hacks und Sicherheitsverletzungen sind bereits heute gravierend. Daher muss 6G ein hohes Maß an Raffinesse bei der Erkennung und Neutralisierung von Bedrohungen erreichen und gleichzeitig die Bedrohungsprävention und die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen verbessern.

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