Neue Oszilloskop-Serie von Siglent

Jetzt mit 12 bit Vertikalauflösung

9. Juni 2022, 13:47 Uhr | Nicole Wörner
High-Resolution-Oszilloskope SDS2000X HD von Siglent sind als 4-Kanal-Geräte in den Bandbreiten 100, 200 und 350 MHz erhältlich.
High-Resolution-Oszilloskope SDS2000X HD von Siglent sind als 4-Kanal-Geräte in den Bandbreiten 100, 200 und 350 MHz erhältlich.
© Siglent

Mit der neuen 12-bit-Oszilloskop-Serie SDS2000X HD adressiert Siglent nun auch Anwendungen in der Leistungselektronik, Medizintechnik oder dem IoT, in denen es auf eine hohe vertikale Auflösung ankommt. Deutschland-Premiere ist auf der embedded world.

»Das ist ein echter Meilenstein für Siglent«, freut sich Thomas Rottach, Sales & Marketing Director von Siglent Europe. Damit zielt er auf die erstmals in Siglent-Oszilloskopen realisierte 12-bit-A/D-Wandlung ab. Im Vergleich zu 8-bit-ADCs lässt sich damit eine 16-mal höhere vertikale Auflösung erreichen. Der von digitalen Oszilloskopen bekannte Quantisierungsfehler wird somit erheblich verringert. Die hohe Auflösung ist besonders bei der Analyse kleinster Signaldetails und -anomalien hilfreich, speziell wenn die Zoomfunktion zum Einsatz kommt.

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Vier analoge plus optional 16 digitale Kanäle

Die SDS2000x-HD-Scopes punkten mit einem 10,1-Zoll-Touchscreen und intuitivem Bedienkonzept.
Die SDS2000x-HD-Scopes punkten mit einem 10,1-Zoll-Touchscreen und intuitivem Bedienkonzept.
© Siglent

Die neuen High-Resolution-Scopes sind als „Vierkanaler“ (per optionalem Logikanalysator-Adapter um 16 digitale Kanäle erweiterbar) und mit Bandbreiten von 100, 200 und 350 MHz verfügbar. Für mehr Bandbreite steht eine Bandbreitenupgrade-Option zur Erweiterung für zwei unabhängige Kanäle auf 500 MHz zur Verfügung. Die integrierten Analog-Digital-Wandler haben eine Abtastrate von 2 GSamples/s. Alle Gerätemodelle sind mit zwei A/D-Wandlern und mit 2 x 200 Megapunkten Erfassungsspeicher ausgestattet. Daraus ergibt sich bei vier aktivierten Kanälen pro Kanal eine Mindestabtastrate von 1 GSamples/s und eine Speichertiefe von 100 MPunkten.

Die weitere Ausstattung der neuen Serie ist identisch mit der der bereits bekannten SDS2000X-Plus-Serie. Damit sind auch folgende Funktionen standardmäßig enthalten: Zonentrigger, Counter, Totalizer, Maskentest, Historie mit Suchfunktion, FFT-Analyse mit bis zu 2 Millionen Punkten, serielle Bus-Triggerung und -Decodierung für I2C, UART, SPI, LIN, CAN. Weitere Decoder für I2S-, CAN-FD-, FlexRay-, MIL1553-, SENT und Manchester können per Softwareoption freigeschaltet werden.

Der Sequenzmodus erhöht die Kurven-Erfassungsrate auf bis zu 500.000 wfm/s. Damit wird die Totzeit des Oszilloskops gegenüber dem „Normal-Modus“ ca. um Faktor fünf verringert, wodurch sich auch seltene Signalanomalien schneller aufspüren lassen.

Bode Plot integriert

Für eine kostengünstige Frequenzganganalyse – ohne in zusätzliche, externe Geräte investieren zu müssen – bieten die neuen Scopes eine integrierte Bode-Plot-Funktion und einen optionalen 25-MHz-Funktionsgenerator an. Das ist unter anderem bei der Schaltnetzteilentwicklung interessant, dort werden Bode-Plots verwendet, um die Phasen- und Amplitudenreserve zu messen, um damit die Stabilität des Designs zu bestimmen.

Leistungsanalyse-Option

Ebenso wie die X-Plus-Serie verfügt die X-HD-Serie über eine Leistungsanalyse-Option. Damit lassen sich die wichtigsten Messungen automatisiert durchführen und alle üblichen Eigenschaften von Spannungskonvertern bestimmen. Die feinere vertikale Auflösung erhöht die Genauigkeit der Ergebnisse der Leistungsmessung und ermöglicht eine noch bessere Optimierung. Für die Entwicklung von Schaltnetzteilen bietet Siglent neben der Leistungsanalyse-Option auch ein breites Spektrum an Stromzangen und Differenzspannungstastköpfen an.

Großer Touchscreen, einfache Bedienung

Ein Oszilloskop kann noch so gute Spezifikationen haben – wenn die Darstellung und Bedienung nicht komfortabel für den Anwender ist, nutzt das alles wenig. Siglent hat seine neue High-Resolution-Serie mit einem 10,1-Zoll-Touchscreen ausgestattet. Somit ist ausreichend Platz für die Darstellung der Signale und Analysen vorhanden. Das aus den aktuellen Geräten bekannte, gut durchdachte Bedienkonzept mit der Möglichkeit der Bedienung per Maus- und Tastatur macht das Arbeiten mit den Geräten einfach und intuitiv. Die Fernsteuerung kann über den eingebauten Webserver erfolgen.


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