Safety & Cybersecurity in Digital Health

Health Electronics Summit 2026: Medizingeräte sicher entwickeln

12. März 2026, 12:32 Uhr | Ute Häußler
Der 2. Health Electronics Summit findet am 22. September in Stuttgart statt und dreht sich um die sichere Entwicklung von Medizingeräten und Healthcare-Systemen.
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Auf dem »Health Electronics Summit« am 22. September 2026 in Stuttgart wird anwendungsnah diskutiert und gezeigt: Wie lassen sich intelligente Medizinelektronik, KI-gestützte Systeme und vernetzte Wearables sicher und vertrauenswürdig gestalten? Von der Chipebene über das Medical Edge bis zur Cloud.

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Safety und Cybersecurity alsGrundlage der digitalen Medizin: Software-definierte Medizingeräte, Home Care und KI-gestützte Kliniksysteme ermöglichen automatisierte Workflows, personalisierte Behandlungskonzepte und neue digitale Geschäftsmodelle für die Medizintechnik- und Healthcare-Branche. Doch mit wachsender Vernetzung steigt auch die Angriffsfläche: Cyberangriffe auf Hersteller, Krankenhäuser und Medizinprodukte zählen inzwischen zu den kritischsten Sicherheitsrisiken im Gesundheitswesen – und regulatorische Anforderungen wie die MDR, IEC 62443 oder der EU Cyber Resilience Act machen Safety & Security zur Pflicht, nicht zur Kür.

Funktionale Sicherheit und Cybersicherheit sind das Fundament vertrauenswürdiger Medizinelektronik – nur mit konsequent sicherer Hardware und Software, eindeutigen Geräteidentitäten und lückenlosen Entwicklungsprozessen lassen sich digitale Gesundheitslösungen zuverlässig einsetzen.


Der 2. »Health Electronics Summit« 2026 in Stuttgart bringt Elektronikanbieter und -entwickler, Medizintechnikingenieure, Safety & Security-Experten in Health sowie, Cybersecurity-Forschende und Gesundheitsvisionäre zusammen, um sichere, vertrauenswürdige Medizinelektronik zu gestalten.

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Die Schwerpunkte der Agenda

Der Kongress beleuchtet die gesamte Sicherheitskette moderner Medizinelektronik: Safety & Security entlang der gesamten Produktentwicklung; von sicherer Hardware und Datenübertragung in resilienten Infrastrukturen über vertrauenswürdige KI bis hin zu regulatorischer Compliance. Denn eins ist klar: Ohne sichere und nachvollziehbare Medizinelektronik gibt es keine vertrauenswürdige digitale Medizin – weder für Entwickler noch für Ärzte, Kliniken und Patienten.

  • Sie möchten eine Vortrag auf dem Health Electronics Summit halten oder haben einen Anwendungfalls, der »safe« das Programm bereichert? Unsere Leitende Redakteurin Ute Häußler freut sich auf eine Mail mit Ihrer Idee
Secure-by-Design: Hardware & Software Security Trustworthy AI: Vertrauenswürdige und erklärbare KI
Von sicherer Hardware bis zur verschlüsselten Datenübertragung Nachvollziehbare Algorithmen für Diagnose und Therapie
Sichere Medizinelektronik beginnt auf der Chipebene. Hardware-Root-of-Trust, kryptographische Co-Prozessoren und sichere Boot-Mechanismen bilden das Fundament vertrauenswürdiger Geräte. Moderne Secure-Silicon-Lösungen für Wearables integrieren dedizierte Security-Enklaven und Hardware-beschleunigte Verschlüsselung, um Vitaldaten bereits im Gerät zu schützen – bevor sie über Bluetooth oder WLAN übertragen werden. Der Secure Development Lifecycle (SDL) integriert Security von Anfang an – mit Code-Testing, Threat Modeling und kontinuierlicher Vulnerability-Analyse während der gesamten Entwicklung. Künstliche Intelligenz revolutioniert Diagnostik und Behandlung – aber nur, wenn Ärzte und Patienten ihr vertrauen können. Black-Box-Modelle, die Diagnosen oder Therapieempfehlungen ohne Erklärung liefern, untergraben Vertrauen und behindern die Adoption in der Klinik. Explainable AI (XAI) schafft Transparenz: Lokale Erklärungen zeigen, welche Faktoren eine spezifische Diagnose beeinflusst haben, globale Erklärungen verdeutlichen das generelle Modellverhalten, Counterfactual-Erklärungen demonstrieren, was anders sein müsste für ein anderes Ergebnis. Regulatorisch wird Erklärbarkeit zur Pflicht: MHRA, FDA und MDR fordern nachvollziehbare AI/ML-Modelle für die klinische Entscheidungsunterstützung.
   
Safe Connectivity: Sichere Vernetzung medizinischer Geräte Regulatory & Post-Market: Compliance über den gesamten Lifecycle
IoMT & Connected Device Security Von FDA/MDR-Zulassung bis Post-Market-Surveillance
Mit durchschnittlich 10-15 vernetzten Geräten pro Krankenhausbett wird sichere Konnektivität zur Grundvoraussetzung. Verschlüsselte Kommunikationskanäle, gegenseitige Authentifizierung und sichere Geräteidentitäten garantieren, dass nur autorisierte Systeme miteinander kommunizieren. Datenintegrität ist essentiell: Gesundheitsdaten müssen nicht nur vertraulich, sondern auch unverfälscht übertragen werden – von Wearables zu Smartphones, von Diagnostikgeräten zu Klinik-IT-Systemen. Resiliente Systeme bleiben selbst unter Angriffen verfügbar: Protection gegen Denial-of-Service, Hardware-Fehler und Software-Crashes sichert kontinuierliche Patientenversorgung. Interoperabilität und Security gleichzeitig zu gewährleisten ist eine zentrale Herausforderung – auch Geräte unterschiedlicher Hersteller müssen sicher zusammenarbeiten. Die Regulatorik adressiert den gesamten Produktlebenszyklus. Die FDA fordert detaillierte Cybersecurity Management Plans, umfassende Sicherheitstests und Software Bills of Materials (SBOMs) bereits in Premarket-Submissions. In Europa verschärfen MDR, NIS2 und der Cyber Resilience Act die Standards – mit drakonischen Strafen. Post-Market Surveillance wird zur Daueraufgabe: Kontinuierliche Vulnerability-Scans, Threat-Intelligence-Monitoring und schnelle Patch-Bereitstellung sind verpflichtend.  Der Digital Thread wird zum Enabler: Als durchgängige Datenverbindung von Design über Manufacturing bis zu den deployed Devices ermöglicht er automatisierte Traceability – wenn eine Chip-Schwachstelle identifiziert wird, sind betroffene Geräte-Seriennummern und Kunden sofort rückverfolgbar. Auch die Krankenhaus-IT fordert zunehmend detaillierte Information-Security-Agreements – Cybersecurity wird zum Kaufkriterium.

 

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