Auf dem »Health Electronics Summit« am 22. September 2026 in Stuttgart wird anwendungsnah diskutiert und gezeigt: Wie lassen sich intelligente Medizinelektronik, KI-gestützte Systeme und vernetzte Wearables sicher und vertrauenswürdig gestalten? Von der Chipebene über das Medical Edge bis zur Cloud.
Safety und Cybersecurity alsGrundlage der digitalen Medizin: Software-definierte Medizingeräte, Home Care und KI-gestützte Kliniksysteme ermöglichen automatisierte Workflows, personalisierte Behandlungskonzepte und neue digitale Geschäftsmodelle für die Medizintechnik- und Healthcare-Branche. Doch mit wachsender Vernetzung steigt auch die Angriffsfläche: Cyberangriffe auf Hersteller, Krankenhäuser und Medizinprodukte zählen inzwischen zu den kritischsten Sicherheitsrisiken im Gesundheitswesen – und regulatorische Anforderungen wie die MDR, IEC 62443 oder der EU Cyber Resilience Act machen Safety & Security zur Pflicht, nicht zur Kür.
Funktionale Sicherheit und Cybersicherheit sind das Fundament vertrauenswürdiger Medizinelektronik – nur mit konsequent sicherer Hardware und Software, eindeutigen Geräteidentitäten und lückenlosen Entwicklungsprozessen lassen sich digitale Gesundheitslösungen zuverlässig einsetzen.
Der 2. »Health Electronics Summit« 2026 in Stuttgart bringt Elektronikanbieter und -entwickler, Medizintechnikingenieure, Safety & Security-Experten in Health sowie, Cybersecurity-Forschende und Gesundheitsvisionäre zusammen, um sichere, vertrauenswürdige Medizinelektronik zu gestalten.
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Der Kongress beleuchtet die gesamte Sicherheitskette moderner Medizinelektronik: Safety & Security entlang der gesamten Produktentwicklung; von sicherer Hardware und Datenübertragung in resilienten Infrastrukturen über vertrauenswürdige KI bis hin zu regulatorischer Compliance. Denn eins ist klar: Ohne sichere und nachvollziehbare Medizinelektronik gibt es keine vertrauenswürdige digitale Medizin – weder für Entwickler noch für Ärzte, Kliniken und Patienten.
| Secure-by-Design: Hardware & Software Security | Trustworthy AI: Vertrauenswürdige und erklärbare KI |
|---|---|
| Von sicherer Hardware bis zur verschlüsselten Datenübertragung | Nachvollziehbare Algorithmen für Diagnose und Therapie |
| Sichere Medizinelektronik beginnt auf der Chipebene. Hardware-Root-of-Trust, kryptographische Co-Prozessoren und sichere Boot-Mechanismen bilden das Fundament vertrauenswürdiger Geräte. Moderne Secure-Silicon-Lösungen für Wearables integrieren dedizierte Security-Enklaven und Hardware-beschleunigte Verschlüsselung, um Vitaldaten bereits im Gerät zu schützen – bevor sie über Bluetooth oder WLAN übertragen werden. Der Secure Development Lifecycle (SDL) integriert Security von Anfang an – mit Code-Testing, Threat Modeling und kontinuierlicher Vulnerability-Analyse während der gesamten Entwicklung. | Künstliche Intelligenz revolutioniert Diagnostik und Behandlung – aber nur, wenn Ärzte und Patienten ihr vertrauen können. Black-Box-Modelle, die Diagnosen oder Therapieempfehlungen ohne Erklärung liefern, untergraben Vertrauen und behindern die Adoption in der Klinik. Explainable AI (XAI) schafft Transparenz: Lokale Erklärungen zeigen, welche Faktoren eine spezifische Diagnose beeinflusst haben, globale Erklärungen verdeutlichen das generelle Modellverhalten, Counterfactual-Erklärungen demonstrieren, was anders sein müsste für ein anderes Ergebnis. Regulatorisch wird Erklärbarkeit zur Pflicht: MHRA, FDA und MDR fordern nachvollziehbare AI/ML-Modelle für die klinische Entscheidungsunterstützung. |
| Safe Connectivity: Sichere Vernetzung medizinischer Geräte | Regulatory & Post-Market: Compliance über den gesamten Lifecycle |
| IoMT & Connected Device Security | Von FDA/MDR-Zulassung bis Post-Market-Surveillance |
| Mit durchschnittlich 10-15 vernetzten Geräten pro Krankenhausbett wird sichere Konnektivität zur Grundvoraussetzung. Verschlüsselte Kommunikationskanäle, gegenseitige Authentifizierung und sichere Geräteidentitäten garantieren, dass nur autorisierte Systeme miteinander kommunizieren. Datenintegrität ist essentiell: Gesundheitsdaten müssen nicht nur vertraulich, sondern auch unverfälscht übertragen werden – von Wearables zu Smartphones, von Diagnostikgeräten zu Klinik-IT-Systemen. Resiliente Systeme bleiben selbst unter Angriffen verfügbar: Protection gegen Denial-of-Service, Hardware-Fehler und Software-Crashes sichert kontinuierliche Patientenversorgung. Interoperabilität und Security gleichzeitig zu gewährleisten ist eine zentrale Herausforderung – auch Geräte unterschiedlicher Hersteller müssen sicher zusammenarbeiten. | Die Regulatorik adressiert den gesamten Produktlebenszyklus. Die FDA fordert detaillierte Cybersecurity Management Plans, umfassende Sicherheitstests und Software Bills of Materials (SBOMs) bereits in Premarket-Submissions. In Europa verschärfen MDR, NIS2 und der Cyber Resilience Act die Standards – mit drakonischen Strafen. Post-Market Surveillance wird zur Daueraufgabe: Kontinuierliche Vulnerability-Scans, Threat-Intelligence-Monitoring und schnelle Patch-Bereitstellung sind verpflichtend. Der Digital Thread wird zum Enabler: Als durchgängige Datenverbindung von Design über Manufacturing bis zu den deployed Devices ermöglicht er automatisierte Traceability – wenn eine Chip-Schwachstelle identifiziert wird, sind betroffene Geräte-Seriennummern und Kunden sofort rückverfolgbar. Auch die Krankenhaus-IT fordert zunehmend detaillierte Information-Security-Agreements – Cybersecurity wird zum Kaufkriterium. |
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