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Mehr Investoren für Monet

Rückenwind für SoftBanks Ridesharing-Joint-Venture

28. März 2019, 07:13 Uhr   |  Heinz Arnold

Rückenwind für SoftBanks Ridesharing-Joint-Venture
© Softbank/Toyota

Masayoshi Son, CEO der Softbank Group, und Akio Toyoda, CEO von Toyota, gründeten im Oktober 2018 Monet Technologies, die autonom fahrende Autos und daruf basierende Dienstleistungen entwickeln soll.

Honda und Hino investieren in Monet, dem Joint-venture von SoftBank und Toyota für KI-basierte Fahrdienste. Ist das relevant?

Ja, auch wenn die nüchternen Zahlen erst einmal nicht darauf hindeuten. Honda und Hino wollen je 2,3 Mio. Dollar in Monet Technologies investieren, was zusammen rund 20 Prozent an Monet entspräche. Nach der Transaktion werden SoftBank mit 40,2 und Monet mit 39,8 Prozent beteiligt sein. Noch ist Monet Technologies ein japanisches Unternehmen, es soll aber schnell wachsen und global aktiv werden.

Doch in der Strategie der Firmen ist Monet nur ein Baustein. Masayoshi Son, der an der Spitze von SoftBank steht, ist überzeugt, dass es darauf ankommt, möglichst viele Daten über Unternehmensgrenzen hinweg zu sammeln, um im Sektor von KI und Big Data vorne dabei zu sein. Und seiner Meinung nach wird es in diesem Sektor nur wenige Gewinner geben, deshalb investiert er insgesamt Milliarden-Summen. Denn er will auf der Gewinner-Seite stehen.

Aber es kommt nicht nur aufs Geld an, vor allem müssen die Unternehmen agil und schnell sein. Ein solch wendiges Unternehmen sollte mit dem Joint-venture Monet gegründet werden. Schon in vergangenen Oktober, als Masayoshi Son und Toyota-President Akio Toyoda auf einer aufwändig inszenierten gemeinsamen Pressekonferenz die Gründung von Monet Technologies bekannt gaben, verkündet sie als Ziel, Automobilunternehmen und IT-Firmen zusammen bringen zu wollen, um die Daten für Fahrdienste und Mobility-Services einschließlich autonomes Fahren nutzbar machen, denn erst dann könnten sie ihren wahren Wert entfalten.

Derzeit bilden sich viele Partnerschaften und Kooperationen rund um Fahrdienste. Jeder will dabei sein, es gibt viele überlappende Aktivitäten. So hatten im vergangenen Jahr auch Cruise, Honda und General Motors eine Kooperation für neue Mobilitätskonzepte geschlossen, in die Honda rund 2,75 Mrd. Dollar fließen lässt. 2016 hatte GM die Firma Cruise für 581 Mio. Dollar übernommen.

Softbank hat ebenfalls mehrere Eisen im Feuer: Das Unternehmen hat unter anderem in Didi, Uber und Grab investiert. Auch andere fahren mehrgleisig: Toyota hat in Grab und Uber investiert, mit Didi besteht eine Partnerschaft, und auch Honda hat Geld in Grab gesteckt.

Da wollen auch die deutschen Autobauer nicht zurückstehen. VW hatte erst Anfang des Jahres den Fahrdienst Moia gegründet. BMW (DriveNow) und Daimler (Car2go) kooperieren auf dem Gebiet der Fahrdienste ebenfalls. Außerdem wollen beide Unternehmen in der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen zusammen arbeiten.

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