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Neue Standards setzen

ZF übernimmt Mehrheit beim Mobilitätsanbieter 2getthere

19. März 2019, 14:30 Uhr   |  Stefanie Eckardt

ZF übernimmt Mehrheit beim Mobilitätsanbieter 2getthere
© ZF Friedrichshafen

ZF will neue Standards bei autonomen Mobilitäts-und Transportlösungen setzen und hat daher 60 Prozent der Anteile von 2getthere erworben.

ZF Friedrichshafen hat 60 Prozent der Anteile von 2getthere übernommen. Das Unternehmen mit Sitz in Utrecht bietet komplette automatisierte Transportsysteme. Mit diesem strategischen Investment stärkt ZF sein Standbein in den Wachstumsmärkten »Mobility as a Service« und fahrerlose Transportsysteme.

Das Unternehmen 2getthere wurde 1984 gegründet und hat seither fahrerlose Personen- und Lastentransportsysteme eingerichtet, auf dem bislang über 100 Millionen Kilometer zurückgelegt wurden. Die Systeme laufen in mehreren Großstädten weltweit beispielsweise in Rotterdam, Abu Dhabi, Singapur und in vielen Häfen und Flughäfen. Mit den fahrerlosen Transportsystemen von 2getthere wurden in den Business Parks Rivium und Masdar Citybislang mehr als 14 Millionen Personen rein elektrisch, zuverlässig und profitabel befördert. Die Zuverlässigkeit der vom Unternehmen installierten Systeme, die neben den Fahrzeugen auch die Fahrzeugsteuerung nebst Software-Architektur umfassen, liegt nach eigenen Aussagen bei über 99,7 Prozent.

»2getthere verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung im Markt für den autonomen Personentransport und außerdem über eine einmalige Engineering- und Software-Kompetenz. Diese Übernahme unterstützt unsere Strategie, ein führender Anbieter autonomer Transportsysteme im boomenden neuen Mobilitätsmarkt zu werden«, unterstreicht Wolf-Henning Scheider, Vorsitzender des Vorstands der ZF Friedrichshafen. Mit der strategischen Investition verstärkt der Zulieferer seine Position in den Wachstumsmärkten für Mobility-as-a-Service-Lösungen, autonomen Transportsystemen und Shared Autonomous Vehicles (SAV). Der Mehrheitsanteil an 2getthere ergänzt bereits bestehende Beteiligungen und Kooperationen von ZF, beispielsweise das Joint Venture e.GO Moove, das die Produktion des autonomen Kleinbusses e.GO Mover zum Ziel hat, sowie mit Transdev, einem Betreiber und globalem Anbieter von integrierten Mobilitätslösungen.

ZF und 2getthere werden künftig eng zusammenarbeiten, um Technologien für autonome Transportsysteme zu entwickeln. »Wir sind inzwischen ein kompletter Systemanbieter für automatisierte Fahrfunktionen und daher in der perfekten Position, um 2getthere hier zu unterstützen. Wir können den elektrischen Antriebsstrang liefern, ebenso Sensorlösungen, High-Performance-Computing sowie Aktuatoren – und das für sämtliche Stufen automatisierter und autonomer Anwendungen«, erklärt Scheider. Umgekehrt wird ZF auch von der enormen Praxiserfahrung und der umfassenden Engineering- und Software-Kompetenz des niederländischen Unternehmens profitieren, wenn es um die Konfiguration und Implementierung kompletter autonomer Transportsysteme geht. Am Standort Utrecht ist hierfür vorgesehen, die Mitarbeiterzahl im Bereich Engineering und Software-Entwicklung von derzeit 60 zu verdoppeln.

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