Softbank/Toyota und GM/Honda Mobilität: Der Schnelle schnappt sich die Daten

Masayoshi Son, CEO der Softbank Group, und Akio Toyoda, CEO von Toyota, gründen Monet Technologies, die autonom fahrende Autos und daruf basierende Dienstleistungen entwickeln soll.
Masayoshi Son, CEO der Softbank Group, und Akio Toyoda, CEO von Toyota, gründen Monet Technologies, die autonom fahrende Autos und daruf basierende Dienstleistungen entwickeln soll.

Softbank und Toyota Motor gründen die Mobilitätsfirma Monet Technologies: Daten entfalten eben erst über Unternehmensgrenzen hinweg ihren wirklichen Wert.

Ihren Weg zu heben, gelingt also nur, wenn IT- und Automotive-Unternehmen kooperieren – von diesem Gedanken lassen sich jedenfalls Softbank und Toyota leiten: Bis 2020 soll Monet Technologies autonome Fahrzeuge ausrollen, zunächst werde das Unternehmen einen Fahrdienst in Japan etablieren, wie Masayoshi Son, der Gründer von SoftBank, und Toyota-President Akio Toyoda auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Tokio erklärten.

Monet soll sich um eine Vielzahl von Services rund um die Mobilität kümmern, darunter die Lieferung von Mahlzeiten, die auf Bestellung unterwegs zubereitet werden, Krankenfahrten, auf denen die Patienten voruntersucht werden, und mobile Büros.

Von den eher bescheidenen Anfängen in Japan aus solle das Unternehmen dann schnell wachsen und sein mobiles Netz – davon leitet sich der Name »Monet« ab – über die ganze Welt werfen.

Damit wollen die beiden japanischen Firmen die Position Japans auf dem hart umkämpften Markt für elektrische und autonome Fahrzeuge sowie darauf basierender Mobilitätskonzepte stärken – sicherlich auch in Hinblick auf andere Internetriesen, die von neuen Mobilitätskonzepten profitieren und jetzt ebenfalls mit traditionellen Autoherstellern zusammen arbeiten wollen.

Denn langsam setzt sich offenbar die Erkenntnis durch, dass es auf sich allein gestellt ohne Produktionserfahrung im Automobilsektor schwierig sein dürfte, in diese Märkte vorzudringen. Mit einem Partner wie Toyota, der 10 Mio. Autos pro Jahr fertigt, dürfte sich Masayoshi Son um die Produktionsseite – Elon Musk hatte aufgrund von Schwierigkeiten auf dieser Ebene von einer Hölle gesprochen – eher weniger Gedanken machen müssen. Wie die Autos viele Daten produzieren und was sich daraus machen lässt, dürfte ihn mehr interessieren.