Hochauflösend und kompakt

77-GHz-Radarsensor von TI erfasst weiter entfernte Objekte

11. Januar 2022, 9:17 Uhr | Irina Hübner
Im Rahmen der CES hat Texas Instruments einen neuen 77-GHz-Radarsensor vorgestellt.
© Texas Instruments

Ein neuer 77-GHz-Radarsensor von Texas Instruments detektiert Objekte in bis zu 40 % größere Entfernung als aktuelle Radarsensoren. Er kann bei einer präziseren Totwinkel-Überwachung, einem effizienteren Durchfahren von Kreuzungen und beim Vermeiden von Kollisionen unterstüten.

Der Radarsensor AWR2944, den Texas Instruments zur CES vorgestellt hat, ergänzt das TI-Portfolio an Analog- und Embedded-Processing-Produkten um einen Baustein, der Automobilherstellern bei Umsetzung der Vision einer kollisionsfreien Zukunft unterstützen soll.

Mit dem Inkrafttreten der neuen Sicherheitsanforderungen für Kraftfahrzeuge gemäß Regelung Nr. 79 der Vereinten Nationen und den aktualisierten NCAP-Normen (New Car Assessment Program) müssen Automobilhersteller ihre Lenksysteme für die Unterstützung von Fahrassistenzsystemen und automatisierten Fahrfunktionen aufrüsten. Der 77-GHz-Radarsensor AWR2944 bringt hierfür die geeigneten Features mit: Nach Angaben von TI zeichnet er sich durch die eine klassenbeste HF-Performance aus, verbunden mit rund 30 % weniger Platzbedarf als heutige Radarsensoren.

Laut TI kommt der Sensor dank der Integration eines vierten Senders auf eine um 33 % höhere Auflösung als existierende Radarsensoren, sodass die Fahrzeuge etwaige Hindernisse deutlicher erkennen und Zusammenstöße vermeiden können. Die besondere, durch eine DDMA-basierte Signalverarbeitung (Doppler Division Multiple Access) unterstützte Hardware des neuen Sensors verbessert außerdem die Fähigkeit zur Detektierung entgegenkommender Fahrzeuge in bis zu 40 % größerer Entfernung.

Als Starthilfe für ihre Designs können Automobilhersteller das Evaluierungsmodul AWR2944EVM für den AWR2944 bestellen.

»Fahrstreifenwechsel und das Durchfahren enger Kurven ergeben derzeit die komplexesten Design-Herausforderungen für unsere Kunden«, sagt Yariv Raveh, für Millimeterwellen-Radar zuständiger Manager bei TI. »Um die Fahrsicherheit zu erhöhen, müssen Fahrassistenzsysteme enorme Datenmengen schnell und präzise verarbeiten und klar mit dem Fahrer kommunizieren.«

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