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Siemens, IBM und Red Hat kooperieren

Hybrid Cloud für bessere IIoT-Daten in Echtzeit

25. Februar 2021, 08:00 Uhr   |  Ute Häußler

Hybrid Cloud für bessere IIoT-Daten in Echtzeit
© Siemens

Daten wahrlweise OnPremise oder über die Cloud für das industrielle IoT zu nutzen ist einer der Vorteile der Kooperation zwischen IBM, Siemens und Red Hat.

Eine neue Kooperation zwischen Siemens, IBM und Red Hat soll Automatisierern helfen, ihre Betriebsdaten in Echtzeit besser auszuwerten und direkte Schlussfolgerungen zu ziehen. Siemens wird künftig für die MindSphere-Plattform auf IBMs Hybrid Cloud und Red Hat OpenShift setzen.

Laut eines IBM Reports generiert bereits ein einziger Produktionsstandort mehr als 2.200 Terabyte an Daten im Monat, dennoch bleiben die meisten Daten unanalysiert.

Die gemeinsame Initiative der Industrie 4.0-Riesen mündet darin, dass Siemens Digital Industries Software den offenen Hybrid Cloud-Ansatz von IBM anwendet, welcher auf Red Hat OpenShift aufbaut.

Welche Vorteile bietet die Kooperation Industrie 4.0.-Anwendern?

  • Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten für Siemens’ IoT-as-a-Service-Lösung MindSphere für Automatisierer in der Industrie
  • OnPremise für Geschwindigkeit und Agilität im Fabrik- und Anlagenbetrieb
  • Cloud-basiert für durchgängigen Produktsupport, Updates und unternehmensweite Vernetzung

Produktionsabläufe mit dem IIoT verbessern

IIoT Industrie IBM Siemens Hybrid Cloud Mindsphere
© Siemens

Raymond Kok

»Fertigungsunternehmen brauchen heute Agilität und Flexibilität, um den Erwartungen an höherwertige Produkte bei gleichzeitig kürzeren Produktionszyklen gerecht zu werden«, sagt Raymond Kok, Senior Vice President Cloud Application Solutions bei Siemens Digital Industries Software. »Durch unsere Zusammenarbeit mit IBM und Red Hat können wir unseren Kunden nun auch die Flexibilität bieten, MindSphere wahlweise vor Ort oder in der Cloud zu betreiben, um ihre individuellen betrieblichen Anforderungen zu erfüllen und dadurch effizienter, anpassungsfähiger und reaktionsschneller zu werden.«

Hybride Cloud für einfachere Datenverarbeitung

Laut einer gemeinsamen Presseerklärung der drei Unternehmen werden die meisten Industriedaten außerhalb der IT generiert – in der Fertigung, in der Lieferkette oder über vernetzte Produkte. Bisher müssten sich Hersteller für die Nutzung digitaler Technologien jedoch entscheiden, die Daten in die Unternehmens-Cloud zu schicken oder die Technologie vor Ort zu nutzen. Die Zusammenarbeit soll über die hybride Cloud das Beste beider Welten anbieten: Autonomie, Geschwindigkeit und Kontrolle über die direkt auf dem Shopfloor verarbeiteten Daten sowie eine durchgängige Anbindung zum Unternehmen.

Red Hat OpenShift soll als zugrundeliegender Plattform und einheitliche Methode vor allem die Komplexität der Datenverarbeitung reduzieren, um MindSphere sowohl vor Ort als auch in der Cloud einzusetzen und zu betreiben. Für die konkrete Umsetzung und geringe IT-Risiken werden in der Praxis Berater von IBM als Anbieter für Managed Services und IoT-Lösungen für Siemens-Kunden fungieren.

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