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Bosch Rexroth sieht neuen Wachstumsschub

Was sind die Automatisierungstrends 2021?

23. Februar 2021, 09:36 Uhr   |  Ute Häußler

Was sind die Automatisierungstrends 2021?
© Bosch Rexroth

Die Corona-Pandemie zwingt Fertigungsbetriebe, Prozesse weiter zu digitalisieren. Die Produktionsabläufe müssen effizient die Lieferfähigkeit aufrecht halten. Wir fragen Philipp Guth und Steffen Winkler nach dem steigenden Bedarf an offenen, einfachen und flexiblen Automatisierungslösungen.

Die 3 Kerntrends von Bosch Rexroth zur steigenden Automatisierung:

  • Automatisierungslösungen müssen offen, einfach und flexibel sein
  • Modulare Systemarchitekturen statt Software-Monolithen, Microservice-/App-basiert
  • Hohe Wertschöpfung bedingt bedarfsgerechte Lösungen in Co-Kreation
Bosch Automatisierung IIoT Industrie 4.0
© Bosch Rexroth AG

Philipp Guth

»Die Automatisierung ist ein Wachstumsmarkt. Gefragt sind dabei schnelle, flexible Lösungen – dies führt die Corona-Pandemie einmal mehr vor Augen. Starre, komplexe, proprietäre Systeme sind Auslaufmodelle“, sagt Philipp Guth, Leiter der Business Unit Automation & Electrification Solutions bei Bosch Rexroth. Er ergänzt: »Ein weiterer Treiber für diese Entwicklung ist die Tatsache, dass sich der Maschinenbau und andere Branchen vermehrt über Software-Entwicklung definieren und zunehmend eigenes Know-how in die Steuerung und Software einbringen möchten. Dies bedarf adäquater Lösungen.«

Bosch Rexroth setzt für 2021 also auf einen weiteren Schub in der Automatisierung für die produzierende Industrie. Das Unternehmen rechnet damit, dass allgemein übliche Software-Entwicklungstools und Programmiersprachen verstärkt Einzug in die Automatisierung halten und Engineering-Prozesse in Zukunft komplett digital erfolgen. Soweit also ein vorhersehbare Entwicklung, die den grundlegenden Trend der fortschreitenden und allumfassenden Digitalisierung in die Industrie trägt. Jetzt allerdings in flächendeckenden Dimensionen.

Bosch Rexroth nutzt für seine Automatisierungsplattform eine offene, flexible Architektur – basierend auf einer leistungs- und kommunikations­fähigen industriellen Steuerungseinheit. Dafür setzt das Unternhemen auf Linux als Echtzeitbetreibssystem, durchgängig offene Standards, App-Technologie, Web-basiertes Engineering und umfassende IoT-Verbindungen.

Bosch Automatisierung IIoT Industrie 4.0
© Bosch Rexroth AG

Steffen Winkler

»Die Automatisierungssysteme sollten sich heute an den Bedürfnissen der Anwender orientieren, nicht umgekehrt. Der Kunde möchte nur einsetzen und bezahlen, was er wirklich benötigt, und jederzeit den Freiraum zur bedarfsgerechten Erweiterung haben. Der Trend geht daher in Richtung Microservice- bzw. App-basierte Systemarchitekturen statt großer Soft-waremonolithen. So kann sich der Nutzer seine Lösung nach dessen Anforderungen zusammenstellen und damit hohe Wertschöpfung erzielen«, erklärt Steffen Winkler, Vertriebsleitung der Business Unit Automation & Electrification Solutions bei Bosch Rexroth.

Co-Kreation wächst  

Das übergeordnete Ziel des Anwenders ist es demnach, eine Lösung zu erhalten, die seinen Bedarf so gut und maßgeschneidert wie möglich erfüllt. »Das benötigte Domänen-Know-how in der Automatisierung ist heute in Summe so breit, dass ein Unternehmen allein es nicht abdecken kann. Daher steigt die Bereitschaft zur Zusammenarbeit in allen Richtungen. Anbieter und Partner sowie Kunden erarbeiten gemeinsam die beste Lösung. Jeder konzentriert sich dabei auf seine Stärken und steuert Teillösungen bei, die über standardisierte Schnittstellen ideal ineinandergreifen«, erklärt Philipp Guth.

Sein Kollege Winkler sagt abschließend: »Automatisierer fragen heute nach Apps sowie passender Hard- und Software. Die verstärkte Nutzung von Digital Twins und Simulationen für die Entwicklung und Inbe­triebnahme werden den Trend sowie zur Optimierung und Effizienzsteigerung weiter vorantreiben.«

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