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TDK-Lambda: Zusammenarbeit mit Kunden

»Verdoppeln Sie Ihren Planungshorizont!«

12. April 2018, 09:31 Uhr   |  Engelbert Hopf

»Verdoppeln Sie Ihren Planungshorizont!«
© TDK-Lambda

Für den Einsatz unter widrigen Einsatzbedingungen eignen sich die 120-W-DC/DC-Wandler der GQA-Serie, die mit einem Wirkungsgrad von bis zu 91,5 Prozent im Betriebstemperaturbereich von –40 bis +105 °C arbeiten.

Mit aktiver Steuerung der Bedarfsplanung und intensiver Einbindung der Kunden reagiert TDK-Lambda auf die anhaltenden Probleme in der Bauelemente-Lieferkette.

Neben einem ausgeweiteten Planungshorizont der Kunden steht dabei die intensive Bedarfsplanung mit Komponentenlieferanten und Distributoren im Mittelpunkt.

Als Broadliner arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Produktpalette ständig zu ergänzen und weiterzuentwickeln. Die Umsetzung neuer technischer Trends zählt zu unserem Kerngeschäft«, versichert Gustav Erl, Geschäftsführer von TDK-Lambda Germany. »Aktuell sieht es aber so aus, dass wir uns zu allererst darum kümmern müssen, dass unsere Kunden ihre Produkte zuverlässig und in einem klar definierten Zeitrahmen bekommen.«

Doch bei diesem Ziel ist TDK-Lambda auf die aktive Mitarbeit seiner Kunden angewiesen. »Wir können derzeit nur alle intensiv darauf hinweisen, dass sie bezüglich ihrer Bestellungen ihren Planungshorizont erweitern müssen, sie müssen ihn mindestens verdoppeln!« Eine Situation wie diese, gibt Erl zu, hat er in seiner langjährigen Karriere in der Stromversorgungsbranche noch nicht erlebt. »Es war bereits im letzten Jahr erkennbar, dass es zu dieser Situation kommen könnte, inzwischen ist sie definitiv eingetreten.«

Fast schon philosophisch mutet da die Frage an, ob die angespannte Lieferkette einen Standardgerätehersteller eigentlich härter trifft als einen Spezialisten für kundenspezifische Lösungen. Nach Einschätzung von Erl dürfte das Problem für kundenspezifische Hersteller etwas einfacher zu regeln sein; »ihnen dürfte es leichter fallen, mit ihren direkten Kunden die Planungen exakter an den realen Bedarf anzupassen«.

Standardgerätehersteller trifft das Problem auf voller Breite, vom kompakten DC/DC-Wandler-Modul bis zum leistungsfähigen Open-Frame- oder Hutschienen-Netzgerät. Ihr Innenleben unterscheidet sich stark, aber alle Komponenten müssen entsprechend bestellt und bevorratet werden. »Die Situation ist schlicht und ergreifend so, dass sich seit dem Vorjahr die durchschnittlichen Lieferzeiten für passive und elektromechanische Bauteile sowie Halbleiter um 12 bis 20 Wochen verlängert haben«, erläutert Erl; »betroffen sind alle Bereiche, von den diskreten Bauteilen über Analogbauteile, MOSFETs, Dioden und Transistoren bis hin zu Widerständen, Optokopplern, MLCCs oder Aluminium-Elektrolyt-Kondensatoren«.

Die Hintergründe für diese Entwicklung sind vielschichtig, wie ein Report der Einkaufsabteilung des Mutterhauses TDK aus dem 4. Quartal 2017 auflistet. Da steigt unter anderem beispielsweise NEC aus dem Optokopplermarkt aus, was zu steigenden Lieferzeiten für Optokoppler von Toshiba führt. Da schließt Diodes ein Wafer-Werk und transferiert die Halbleiterproduktion zu einem Third-Party-Hersteller – ein Schritt, der die Lieferzeiten für einige Produkte auf bis zu 30 Wochen steigen lässt. Bei Samsung sind Produkte aus einer bestimmten Fabrik von einer harten Allokation betroffen. Die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen. Von den Komponenten-Herstellern und Distributoren, das macht Erl vor diesem Hintergrund auch klar, hätte er sich in puncto Lieferzusagen und Informationspolitik mehr versprochen; »zufrieden damit, wie das gelaufen ist, sind wir in vielen Fällen nicht«.

Bislang habe man diese verlängerten Lieferzeiten durch Lagerbestände abpuffern können, doch im Zuge der auf breiter Front im Elektronikbereich gestiegenen Nachfrage müsse nun mit deutlich längeren Planungshorizonten gearbeitet werden, um auch in Zukunft eine zuverlässige Belieferung der Kunden sicherstellen zu können. Auf den Einwand, mit TDK habe TDK-Lambda doch einen großen Mutterkonzern im Rücken, der etwa, was die Versorgung mit passiven Bauelementen angehe, für Planungssicherheit sorgen könne, antwortet Erl, »dass wir hier sicher im Vorteil sind, wenn es darum geht, neue Technologien in unsere Produkte zu integrieren; bei der Belieferung mit Bauteilen werden wir jedoch fast wie ein externer Kunde behandelt«.

Nicht zu unterschätzen ist in der aktuellen Situation für ihn auch wieder das Thema Fälschungen, die immer dann Hochzeiten erleben, wenn die Versorgungslage eng wird. »Plagiate sind in der Tat wieder ein ernstes Thema; eine stets zurückverfolgbare Lieferkette ist deshalb sehr wichtig«, betont er. »Besonders beim Einkauf über Zwischenhändler ist inzwischen eine strikte Wareneingangskontrolle etwa durch Röntgenüberprüfung unabdingbar.« Bezogen auf die eigenen Produkte ist die Botschaft an die Kunden auch klar: Beziehen Sie die Ware direkt bei uns oder über unsere offiziellen Distributionspartner!

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2. Zufrieden mit der Hutschienen-Stromversorgung

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