Knowhow für Embedded Medical-Entwickler

Das Medizintechnik-Programm der Embedded World Conference

23. Februar 2026, 11:23 Uhr | Ute Häußler
Die Embedded World Conference 2026 widmet eingebetteter Medizintechnik einen kompakten Vortragsblock am 11. März: mit Schwerpunkten auf chirurgischer Konnektivität via MIPI A-PHY SerDes, medizinischer EMV-Konformität und den regulatorischen Anforderungen an die Langzeitunterstützung von Medizingeräten.
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Die Embedded World Conference 2026 widmet eingebetteter Medizintechnik einen eigenen Vortragsblock am 11. März: Schwerpunkte sind die chirurgische Konnektivität via MIPI A-PHY SerDes, medizinische EMV-Konformität und die regulatorischen Anforderungen an die Langzeitunterstützung von Medizingeräten.

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Vom 10. bis 12. März 2026 findet in Nürnberg die 24. Embedded World statt, die neben der Messe auch ein vielfältiges Konferenzprogramm zu rund um die Embedded-Technologien und -Entwicklung bietet. Am zweiten Konferenztag bündelt das Programm gleich mehrere Vorträge mit direktem Medizintechnik-Bezug.

Embedded Medical Applications - Raum OSLO
10 Uhr Sustaining Medical Devices: The Long-Term Support Imperative
Pierre Lecomte | Witekio
10:30 Uhr Confronting the Connectivity Challenge in Endoscopic and Robotic Surgeries
Effi Goldstein | Valens Semiconductor
11 Uhr Design Review of Embedded Medical Sensor & Camera Platform with Emphasis on Medical EMC Solutions
Ozan Günaydin | Brainlab/Snke OS
11:30 Uhr Q & A (15 Minuten)

Langzeitunterstützung als regulatorische Pflicht

Den Auftakt macht um 10:00 Uhr der Vortrag »Sustaining Medical Devices: The Long-Term Support Imperative« von Pierre Lecomte von Witekio. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Hersteller die Langzeitunterstützung und Wartbarkeit eingebetteter Medizingeräte über den gesamten Lebenszyklus sicherstellen können – ein Thema, das unter dem EU MDR und den damit verbundenen Post-Market-Surveillance-Anforderungen zunehmend an Brisanz gewinnt.

Konnektivität im Operationssaal

Direkt im Anschluss startet ab 10:30 Uhr die Session »Use Cases for Embedded – Medical Applications«. Effi Goldstein von Valens Semiconductor zeigt in »Confronting the Connectivity Challenge in Endoscopic and Robotic Surgeries«, wie die SerDes-Schnittstelle MIPI A-PHY die Übertragung hochauflösender Bilddaten über lange, flexible Kabelstrecken in Endoskopen und chirurgischen Robotern ermöglicht – bei minimierten Kabeldurchmessern und hoher Signalintegrität auch in EMV-kritischen Umgebungen.

EMV-Design für zugelassene Medizingeräte

Von 11:00 bis 11:30 Uhr folgt in derselben Session der Vortrag »Design Review of Embedded Medical Sensor & Camera Platform with Emphasis on Medical EMC Solutions« von Ozan Günaydin von Brainlab bzw. der Ausgründung Snke. Der Vortrag beleuchtet das konkrete Hardware-Design einer eingebetteten Sensor- und Kameraplattform für medizinische Anwendungen und legt dabei besonderen Fokus auf EMV-Maßnahmen gemäß medizinischer Normen – ein praxisnaher Beitrag für Entwickler, die Geräte durch den Zulassungsprozess bringen müssen.

Einbettung in den MIPI-Gesamtkontext

Ergänzend dazu adressiert am 10. März die dedizierte MIPI-Session (16:00 bis 17:30 Uhr) Hardware-Design-Grundlagen zu MIPI I3C und der neuen Audioschnittstelle MIPI SWI3S – letztere mit ihrem niedrigen Stromverbrauch und reduzierter EMI zunehmend interessant für medizinische Wearables und ambulante Monitoring-Geräte.


Alle Vorträge werden auf Englisch gehalten.
Das vollständige Konferenzprogramm ist auf der Website der embedded world verfügbar.

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