Echtzeit-Connectivity für vernetzte OPs

Vector und RTI bündeln Kräfte für DDS-basierte Medizinsysteme

13. Januar 2026, 11:47 Uhr | Elektronik Medical (uh)
Die Zusammenarbeit der Software-Entwikcler von Vector und der Connectivity-Spezialisten von RTI soll auch in der Medizintechnik für mehr Echtzeit bei weniger Aufand sorgen, etwa in vernetzten OP-Systemen.
© Componeers / Vector

Vector Informatik und RTI kooperieren, um die Entwicklung von DDS-basierten Medizinprodukten und OP-Systemen zu beschleunigen. Das Kommunikations-Framework RTI Connext wird in das Simulations- und Testwerkzeug CANoe.DDS integriert, wodurch eine umfassende Testumgebung für DDS-Funktionen entsteht.

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Die strategische Partnerschaft adressiert zentrale Herausforderungen in der Medizintechnik-Entwicklung, insbesondere bei der Operationsrobotik und bei vernetzten OP-Systemen. RTI Connext DDS fungiert als zentrales Kommunikations-Backbone für medizinische Geräte und ermöglicht eine direkte, publish/subscribe-basierte Datenverteilung mit minimaler Latenz – von ressourcenarmen Edge-Geräten bis zu Cloud-Anwendungen. In der Praxis können damit OP-Roboter, Bildgebungssysteme und KI-Anwendungen sicher und interoperabel vernetzt werden, Vector verfügt als Entwicklungsdienstleister über breitgefächerte Erfahrungen in der Medizintechnik.

Im Operationssaal können in der Kombination von DDS und Canoe DDS simultan mehrere Hardware- und Software-Entitäten adressiert und koordiniert werden, wobei selbst bei hoher Netzwerklast Reaktionszeiten im Submillisekundenbereich garantiert werden. Für Closed-Loop-Anwendungen, bei denen Bildgebung, Monitoring und Therapie eng gekoppelt zusammenarbeiten, eröffnet DDS vielfältige neue Möglichkeiten.

Hybride Architekturen als Systemansatz

Wie Dr. Valentin Kammerlohr von Vector in seinem Vortrag auf dem »Medical Solution Day« im Dezember darlegte, bietet DDS dort Vorteile, wo Robotik, Echtzeit-Tracking und bildbasierte Assistenzsysteme höchste Anforderungen an Durchsatz und Latenz stellen. In hybriden Szenarien kann DDS die Performance bereitstellen, während der etablierte SDC-Standard für standardisierte Dienste, Gerätebeschreibung und regulatorische Anforderungen sorgt .

Mit CANoe.DDS lassen sich laut Vector komplexe DDS-basierte Systeme mit minimalem Aufwand erstellen und bereits in einem früheren Stadium des Entwicklungszyklus umfassend simulieren und validieren. Die Integration von RTI Connext ermöglicht dabei Zugriff auf Zero-Trust-Sicherheitsarchitekturen und FDA-konforme Cybersecurity-Funktionen. (uh)

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