Die embedded world Conference steht vor der Tür und wird auch in diesem Jahr alle Themen rund um Embedded Computing abdecken. Vom 10. bis 12. März werden in Nürnberg der aktuelle Stand der Embedded-Technologie und die neuesten Trends von der Hardware bis zu Edge AI diskutiert.
Entwicklung, Integration und Test von Hardware sind wesentliche Aspekte beim Entwurf von Embedded-Systemen – und mit dem Track „Hardware Design“ auch prominent im Programm der embedded world Conference 2026 vertreten.
Von Systemarchitektur über Elektronikdesign bis hin zu chipnaher KI-Integration verdeutlichen zwölf Sessions, vier Classes und ein Expert Panel eindrucksvoll, wie sich moderne Elektronik- und SoC Entwicklung unter dem Einfluss neuer Architekturen, wachsender Systemkomplexität und steigender Sicherheitsanforderungen transformiert. Für Hardware- und FPGA-Entwickler bietet das Programm eine inhaltlich dichte Übersicht über hochskalierbare Entwurfsmethoden, leistungsfähige Halbleiterarchitekturen und zuverlässige Bausteine für sicherheitskritische Embedded Systeme.
Zwei gemeinsam mit dem Community Partner UCIe Consortium realisierte Sessions zu Zertifizierung, Testbarkeit und Integrität im UCIe‑Ökosystem zeigen am ersten Konferenztag praxisnah, wie sich Chiplet‑basierte Designs zu einem Schlüsseltrend in Automotive‑HPC‑Plattformen entwickeln. Daneben spielt die RISC‑V‑Architektur eine zentrale Rolle – wie zwei in Zusammenarbeit mit der RISC-V Organisation erstellte Sessons am dritten Konferenztag deutlich machen.
In Kooperation mit der MIPI Alliance entstand eine Session zu Innovationen im Bereich Hochgeschwindigkeits‑Interfaces wie MIPI I3C oder SoundWire I3S, und zusammen mit dem Fachverband FED realisierte das Steering Board der Konferenz eine weitere Session, die sich verschiedenen Aspekten des Hardware-Entwurfs- und Produktionsprozesses widmet.
Weitere Themen sind Power‑ und PCB‑Design oder auch Open‑Source‑Silizium, zudem umfasst das Programm vier vertiefende Classes zu so vielfältigen Themen wie Entwurf einer RISC-V-FPU, Schutzmaßnahmen gegen transiente Überspannung, FPGA-Entwicklung auf Basis von C/C++oder die Entwicklung batterieloser IoT-Knoten.
Der Megatrend KI ist auch in der Embedded-Systems-Welt deutlich spürbar. Dabei geht es weniger um riesige, ressourcenfressende Large-Language-Modelle als um möglichst kompakte Künstliche Intelligenz an der Edge. So ist es nicht verwunderlich, dass der Track „Edge AI“ mit sechs Sessions und drei Classes im Programm der embedded world Conference 2026 heraussticht.
In den Classes am ersten Konferenztag erhalten die Teilnehmer eine umfassende und tief gehende Einführung in tinyML und erfahren, wie sie „Deep Learning“-Modelle auf Low-Power-Mikrocontrollern implementieren können. Am Mittwoch, 11. März, steht dann eine Class auf dem Programm, in der die Teilnehmer lernen, wie sie sichere, KI-unterstützte Linux-Devices implementieren.
Die Themen der Edge-AI-Konferenzsessions am zweiten und dritten Konferenztag reichen von Lightweight Embedded AI, Neuromorphic Computing, Qualifizierung und Validierung bis zur Execution von AI-Modellen, dem Übergang vom Labor ins Feld und Edge AI Use Cases. Letztere Session entstand in Kooperation mit dem Community Partner Edge AI Foundation.
Das „Internet of Things“ (IoT) ist auf zuverlässige, sichere und effiziente Verbindungen sowie eine entsprechende Softwarearchitektur angewiesen. Dem trägt die embedded world Conference Rechnung, indem sie die beiden Themenbereiche „IoT“ und „Connectivity“ auch 2026 in einem gemeinsamen Track bündelt.
Die kontinuierlich voranschreitende Entwicklung des IoT bringt eine Kombination aus unterschiedlichsten Anforderungen mit sich. Diese reichen von der Security sowohl der Konnektivität als auch der „Data in Motion“ über die Daten- und Energieeffizienz, besonders bei drahtlosen Anwendungen, bis hin zur Beherrschung der überaus großen Komplexität solcher gekoppelten Teilsysteme, der so genannten „Dependable Systems“. Künstliche Intelligenz spielt nun auch eine immer größere Rolle, die sich in der ständig enger werdenden Verbindung zwischen IoT und „Edge Intelligence“ zeigt.
Dieses breite Themenfeld greift die embedded world Conference 2026 in 12 Sessions auf, die sich mit Technologien des IoT-Ökosystems, Ambient IoT, Long-Range-WiFi, CAN-Netzwerken, Ethernet (inkl. SPE), TSN, Bluetooth oder den neusten Trends bei der Cellular Communication beschäftigen. Viele dieser Sessions sind das Ergebnis von Kooperationen mit „Community Partnern“ wie der Ambient IoT Alliance, CAN in Automation, SPE System Alliance oder der Bluetooth SIG.
Im Track »Embedded OS« der embedded world Conference werden neben »Klassikern« wie Embedded Linux aktuelle Techniken wie Zephyr und Yocto sowie andere (Echtzeit-)Betriebssysteme intensiv diskutiert.
Gemeinsam mit dem Yocto Project als Community Partner entstanden die beiden Sessions „Long-Term Stability with Yocto“ und „Yocto Use Cases“, die am ersten Konferenztag auf dem Programm stehen. In Zusammenarbeit mit dem Zephyr Project als weiterem Community-Partner hat das Steering Board der Konferenz gleich drei Sessions zum aktuell besonders interessanten Zephyr-OS zusammengestellt, die den Track zu Embedded-Betriebssystemen am zweiten Tag füllen.
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Weitere Sessions beschäftigen sich mit Themen wie Container, Virtualisierung oder der Orchestrierung von Echtzeit-Betriebssystemen. Zudem können Interessenten fünf intensive Classes belegen, darunter ein halbtägiger »Hands-on Zephyr Project Workshop« sowie Classes zu Themen wie Firmware, Embedded GNU/Linux in sicherheitskritischen Anwendungen oder eine ganztägige Einführung in Embedded Linux mithilfe eines Yocto-SDK.
Der Track Software & Systems Engineering der embedded world Conference 2026 zeigt in 15 Sessions und fünf intensiven Classes, wie sich moderne Embedded-Softwareentwicklung weiter professionalisiert und zugleich neuen technologischen Herausforderungen stellt. Dabei stehen vor allem sichere Programmiersprachen im Zentrum, dieser Trend zieht sich durch zahlreiche Vorträge zu Rust, modernen C/C++-Standards und sicherheitskritischen Sprachkonzepten wie Fuzion. Auch MISRA-Konformität (eine Session, die gemeinsam mit dem Community Partner MISRA entstand) und robuste Kodierstandards bleiben zentrale Themen für sicherheitskritische Systeme.
Ein weiterer Programmschwerpunkt liegt auf Softwarearchitekturen für autonome und softwaredefinierte Systeme – hier gibt eine gemeinsam mit dem Community Partner Eclipse Foundation erstellte Session wertvolle Einblicke. Außerdem zeigt der Track von Open-Source-Middleware bis zu funktional sicheren Fahrzeugplattformen, wie softwaregetriebene Fahrzeugentwicklung neue Entwicklungsmodelle erfordert. Dieses Thema wird auch das Expert Panel „Cybersecurity Strategies for Software-Defined Vehicles“ auf dem Ausstellerforum in Halle 5 am Donnerstag, 12. März, um 11:30 Uhr aufgreifen.
In der Konferenz verdeutlichen weitere Vorträge zu KI-gesteuerter Codegenerierung, Digital-Twin-Ansätzen und automatisierten MLOps-Prozessen für Edge-AI-Systeme, dass künstliche Intelligenz nicht nur Laufzeitsysteme, sondern auch den Entwicklungsprozess selbst transformiert. Abgerundet wird das Programm durch Sessions zu DevOps, CI/CD, Softwarequalität, formaler Verifikation und Legacy Management – Themen, die für nachhaltige Produktentwicklung essenziell sind. Damit bietet der Track einen umfassenden Überblick über moderne Softwareengineering-Methoden, die Effizienz, Qualität und Sicherheit in Embedded Systemen gleichermaßen erhöhen.
Als eines der wesentlichen Querschnittsthemen zieht sich der Track „Safety und Security“ über alle drei Tage der embedded world Conference – mit insgesamt zwölf Sessions und drei intensiven, halbtägigen Classes. Nach wie vor stark im Fokus steht dabei das Thema Cyber Resilience Act (CRA), das in einer Session und zwei Classes thematisiert wird. Auch im Messegeschehen ist CRA präsent – nicht zuletzt bei einem Expert Panel zum Thema am 11. März, 13:30 Uhr in Halle 3.
Am ersten Konferenztag werden in zwei hochkarätig besetzten Sessions die neuesten Erkenntnisse rund um „Open Source for Safety & Security“ präsentiert, zudem zeigen weitere Sessions Strategien für Post-Quantum Kryptografie und behandeln die spannende Frage, ob und wie man der KI trauen kann. Der Tag darauf steht dann ganz im Fokus der Zuverlässigkeit – von der Betrachtung komplexer Hardwarelösungen in der Session „Reliable Architectures“ über RUST als ernstzunehmende Alternative zu C/C++ bis hin zu einer vollständigen Session zum Thema effizientes Testen zuverlässiger Produkte, in der sowohl statische als auch dynamische Verfahren betrachtet werden - und eine Class widmet sich intensiv dem Thema „Embedded Safety Architectures“.
Der Donnerstag steht dann nochmal im Zeichen kryptografischer Hard- und Softwarelösungen für langlebige Embedded-Geräte sowie der „DevSecOps“-Session, in welcher aktuelle Automatisierungstrends für den Entwicklungsprozess in regulatorischen Projekten diskutiert werden. Zum Abschluss zeigt die Session „Trustworthy Systems with CHERI & RISC-V“, eine Kooperation mit der CHERI Alliance als Community Partner, was RISC-V und hier speziell das CHERI-Speicherkonzept für Safety & Security Architekturen bietet.
Im Programm der embedded world Conference bildet Embedded Vision mit sechs Sessions und einem Expert Panel einen der Themenschwerpunkte. Kein Wunder, denn bei dieser Anwendung kommen viele der verwendeten Embedded-Komponenten wie Bildsensorik, Erfassungs- und Verarbeitungstechnik oder Highspeed-Schnittstellen an ihre Grenzen. Die Integration von Sensorik und System fordert den Embedded-Vision-Entwicklern ihr ganzes Können ab, und Edge-AI wird immer wichtiger, um Bilddaten möglichst nah am Sensor auswerten und auf den Ergebnissen basierende Entscheidungen treffen zu können.
In der 2026 erstmals auf dem Programm stehenden Session zu „Embedded Vision Use Cases“ werden die verschiedenen technischen Aspekte in einem konkreten Anwendungszusammenhang diskutiert. Und auch verwandte bildgebende Verfahren wie Lidar oder Radar sind dieses Jahr zum ersten Mal Thema einer eigenen Session.
Außerdem auf dem Plan: Am ersten Konferenztag die Sessions „Embedded Vision Concepts & Standards“, „Hardware Acceleration“ sowie die Session „Embedded Vision Pipelines“, die gemeinsam mit der Edge AI and Vision Alliance als Community Partner der embedded world Conference ins Leben gerufen wurde – und an Tag 2 die Session „Emerging Embedded Vision & Audio Technologies“. Im Ausstellerforum in Halle 3 der embedded world Messe diskutieren zudem am dritten Konferenztag ab 13:30 fünf Teilnehmer eines Expert Panels unter dem Titel „Embedded Vision on the Rise“, wie neue Hardware-Designs und physische KI die Grenzen der Embedded-Bildverarbeitung verschieben.
Neu im Programm der embedded world Conference ist dieses Jahr ein eigener Track „Use Cases for Embedded“. In den insgesamt sechs Sessions am zweiten und dritten Konferenztag beleuchten die Referenten konkrete Anwendungsfälle aus den Bereichen Medizin, Predictive Maintenance, Mobilität, Security sowie Entwicklungsprozesse.
Das gesamte Programm der embedded world Conference 2026 inklusive aller Vorträge und Classes mit Abstracts, Informationen zu den Referenten und eine Möglichkeit zur Online-Anmeldung sind online zugänglich unter www.embedded-world.eu.