embedded world Exhibition&Conference

Ein Trendbarometer par excellence

6. März 2026, 9:30 Uhr | Andreas Knoll
Andreas Knoll, Leitender Redakteur in der Redaktion der Componeers GmbH
© Componeers GmbH; Glyn

Vom 10. bis 12. März kommt die weltweite Embedded-Branche wieder zu ihrem Jahrestreffen zusammen, der embedded world Exhibition&Conference in Nürnberg. Und wie in jedem Jahr wird sich die Messe als Trendbarometer par excellence erweisen.

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Die technischen Trends im Embedded Computing – bei Komplett-Industrie-PCs, Embedded-Boards, Embedded-Software und Entwicklungs-Tools – werden auf der embedded world 2026 überall zu erleben sein, auf den Messeständen ebenso wie auf den Ausstellerforen und den beiden Konferenzen embedded world Conference und electronic displays Conference.

Bei der Embedded-Hardware scheint sich ein Trend zum Computer-on-Module (CoM) oder System-on-Module (SoM) mit passendem Carrier-Board und Board Support Package abzuzeichnen. Der entscheidende Hardware-Trend liegt aber in den neuen SoCs, oft auf Arm-Basis, mit speziellen Komponenten für die Verarbeitung von Embedded-/Edge-KI. Denn eben diese SoCs bestimmen als »Rechenzentralen« die Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit sowohl von Box-PCs und Edge-Controllern als auch von Single-Board-Computern und CoMs oder SoMs. GPU, NPU, TPU und KI-Beschleuniger sind in verschiedenen Kombinationen in den SoCs integriert; bisweilen sind auf den Boards und in den IPCs zusätzliche KI-Chips verbaut, um die KI-Inferenzleistung weiter zu erhöhen.

Den Funktionsumfang der Boards und IPCs legt aber die eingebettete Software fest – und hier spielt Embedded-/Edge-KI eine immer größere Rolle. Sie verändert nicht nur Prozesse und Abläufe in der Industrie und anderswo, sondern beginnt auch, die Tätigkeit von Embedded-Entwicklern entscheidend zu prägen. Weil obendrein, wie schon erwähnt, die auf den Boards installierten SoCs immer vielschichtiger und leistungsfähiger werden, steigen die Anforderungen an die Entwicklungs-Tools, was deren Komplexität erhöht. Die Trends zu KI-gesteuerter Produktion und Software-Defined Vehicle (SDV), auf welche die Tools ebenfalls reagieren müssen, tun ihr Übriges. Darüber hinaus werden Functional Safety und vor allem Cybersecurity zunehmend schon auf Chipebene verankert, um Systeme auf neue Cyberbedrohungen und regulatorische Anforderungen vorzubereiten. Um die somit aus vielerlei Gründen wachsende Komplexität im täglichen Umgang mit den Tools zu verringern, integrieren die Anbieter zunehmend KI-Assistenten und -Werkzeuge wie etwa Chatbots. KI erhöht also einerseits die Komplexität und schafft andererseits dagegen Abhilfe.

Wer sich über all diese Trends informieren will, ist auf der embedded world 2026 sowie auf den beiden begleitenden Konferenzen embedded world Conference und electronic displays Conference bestens aufgehoben. Einen ausführlichen Vorgeschmack gibt unser Themenschwerpunkt »Messeausgabe embedded world 2026« in Ausgabe 8/2026 der Markt&Technik: Auf den Seiten 24 bis 50 erfahren Sie alles Wissenswerte über die Messe selbst und ihr Rahmenprogramm. Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erkenntnis beim Lesen - und einen guten und erfolgreichen Aufenthalt auf der embedded world 2026!


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